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Marjorie Taylor Greene: Verbündete von Donald Trump. (Archivbild)
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Marjorie Taylor Greene: Verbündete von Donald Trump. (Archivbild)

Friedensnobelpreis

Marjorie Taylor Greene: Dieses Medikament „hat den Friedensnobelpreis gewonnen!“

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Marjorie Taylor Greene ist eine treue Verbündete von Donald Trump und lässt keine Gelegenheit aus, gegen Joe Biden zu wettern. Dafür fabuliert sie auch mal über Friedensnobelpreise für Medikamente.

Washington D. C. - Wieder mal hat es Marjorie Taylor Greene in die Schlagzeilen geschafft. Die 47 Jahre alte Kongressabgeordnete attackierte die Regierung von US-Präsident Joe Biden, weil sie ein umstrittenes Medikament zur Behandlung von Corona-Patient:innen nicht empfehlen würde. Greene forderte von Biden das antiparasitäre Ivermectin zu empfehlen, auch wenn die Effektivität des Medikaments gegen Covid-19 noch nicht bewiesen ist.

In einem Interview mit „Real America‘s Voice“, eine rechtskonservative Nachrichtenplattform in den USA mit eindeutigem Hang zu Donald Trump, warb Marjorie Taylor Greene für das Medikament. Es sei nicht nur effektiv, sondern auch prämiert und habe bereits etliche Auszeichnungen erhalten. Darunter eine ganze besondere: „Es hat sogar einen Friedensnobelpreis gewonnen“, so Marjorie Taylor Greene.

Marjorie Taylor Greene verwechselt Friedensnobelpreis mit Nobelpreis für Medizin

Ivermectin hat keinen Friedensnobelpreis gewonnen. Dass Marjorie Taylor Greene auf die Idee gekommen ist, hat wohl folgenden Grund: Die Wissenschaftler William C. Campbell aus den USA und Satoshi Omura aus Japan wurden im Jahr 2015 mit dem Nobelpreis in Medizin geehrt, für ihre Forschung rund um Ivermectin. Sie fanden heraus, dass das Medikament sehr effektiv in der Behandlung von Infektionen, ausgelöst durch Spulwürmer, ein Parasit, der vor allem Menschen befällt. Ob das Medikament auch gegen Corona-Infektionen hilft, ist noch nicht bewiesen.

Marjorie Taylor Greene, wie Donald Trump Mitglied der Republikanischen Partei, legte nach und bezeichnete sowohl die Regierung von Joe Biden als auch den US-Virologen Anthony Fauci und „all diese Ärzte“ als „unverantwortlich, dass sie die Verschreibung von Ivermectin nicht empfehlen“.

Auch bei der diesjährigen Vergabe des Friedensnobelpreises dürfte das Medikament aber leer ausgehen. Dasselbe gilt wohl für Donald Trump, der sich in der Vergangenheit bereits fälschlicherweise als Friedensnobelpreisträger bezeichnet hatte. (Daniel Dillmann)

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