1. Startseite
  2. Panorama

Freude für die Vierbeiner

Erstellt:

Kommentare

Wer Tieren zu Weihnachten etwas Gutes tun möchte, kann die Arbeit der Tierheime unterstützen.

Weihnachten ist bekanntermaßen das Fest der Liebe. Klar, dass ich da die Liebsten auf vier Pfoten natürlich nicht vergesse. Da es sich mit Pfötchen aber schlecht Geschenke auspacken lässt, habe ich mir vor einigen Jahren einen Weihnachtsbrauch aus den USA zu eigen gemacht. Dort ist es üblich, große Socken aufzuhängen – meist über den Kamin – damit Santa Claus sie mit kleinen Aufmerksamkeiten befüllen kann. Und so haben meine beiden Miezen ihre eigenen Weihnachtssöckchen, in denen Leckerlis, Spielzeug-Mäuse und Baldriankissen landen.

Da Sally eine adoptierte Straßenkatze aus Spanien ist und Mico ein kleines Findelkind, ist es mir eine Herzensangelegenheit auch für noch herren- oder frauchenlose Tiere zu einer schönen Bescherung beizutragen. Wer sich für Katzen, Hunde und Co. zur Weihnachtszeit engagieren möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Neben den „Weihnachts-Wunschbäumen“ vieler Tiergeschäften, auf denen Tierheime kleinere oder größere Wünsche für ihre Schützlinge aushängen, kann man sich auch direkt an örtlich Vereine und Tierheime wenden. „Wir freuen uns am meisten über Futter; besonders hochwertiges Futter“, sagt Jenny Hankel, zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Offenbach. Kranke oder allergische Tiere bräuchten meist spezielle und teure Nahrungsmittel.

Stichwort Krankheit: Immer gerne gesehen seien sogenannte Tierarzt-Patenschaften, bei denen die medizinische Betreuung eines Tieres finanziell unterstützt wird. Die Tiere würden zunehmend hilfsbedürftiger; ein Umstand der auch mit stark gestiegenen Arztkosten zusammenhänge. „Viele können sich das einfach nicht mehr leisten“, sagt Hankel. In ihrem Verein alleine lägen die monatlichen Ausgaben für Behandlungen bei 10 000 Euro.

VOM GLÜCK DER KLEINEN DINGE

Die selbstgestrickten Socken in fröhlichen Farben, das liebevoll gekochte Menü, der handgeschriebene Brief an die weit entfernt wohnende Freundin oder die schon so lange aufgeschobene Mitgliedschaft im Verein, der sich um Bedürftige kümmert – im diesjährigen Adventskalender stellen wir Ideen vor, wie Sie mit kleinen Dingen oder beherzten Gesten Ihre Lieben oder auch andere Menschen zu Weihnachten beschenken können. FR

Und von Inflation und gestiegenen Energiepreisen bleiben freilich auch Tierheime nicht verschont. Auch werden seit Ende der Corona-Lockdowns besonders viele Tiere abgeben. „Dieses Jahr hat es uns richtig getroffen“, sagt Hankel. „Wir sind am Limit und wissen nicht mehr wohin mit den Tieren.“

Spielzeuge, Kuschel-Höhlen und -Körbchen – alles goldwert für Tierheime. Doch muss es nicht immer ladenfrisch sein. Die Amerikaner:innen kennen dazu ein treffendes Sprichwort: One man’s trash is another one’s treasure. Zu Deutsch: Des einen Müll ist des anderen Schatz. Auch Zubehör von eigenen Fellnasen, das für den eigenen Bedarf ausrangiert wurde, wird gerne genommen. Oder es finden sich beim Ausmisten alte Handtücher, Decken und Bettbezüge. Im Kleintierhaus fände man auch immer Verwendung für Gemüse und Salat; Schönheitsmäkel hin oder her.

„Wir freuen uns wirklich über alles. Und selbst wenn unser Lager voll ist, geben wir es an andere Heime weiter“, so Hankel. Einzige Ausnahme: Matratzen und Federkissen. Da bestehe Erstickungsgefahr etwa wenn Hunde hineinbeisen. Wer sich unsicher ist, kann sich vorab beim jeweiligen Tierschutzverein oder Tierheim erkundigen. Und eine Tafel Schokolade für die aufopferungsvoll und in der Regel ehrenamtlich arbeitenden Pfleger:innen kommt sicherlich auch immer gut an.

Auch interessant

Kommentare