Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gerade die Helfer im Ebola-Gebiet müssen aufpassen und regelmäßig dekonterminiert werden.
+
Gerade die Helfer im Ebola-Gebiet müssen aufpassen und regelmäßig dekonterminiert werden.

Ebola Epidemie

Freiwillige Ebola-Helfer müssen warten

Etwa 4500 Deutsche wollen in Ebola-Gebieten helfen. Doch bis sie vor Ort sind, werden noch Wochen vergehen. Die Zahl der Ebola-Toten steigt derweil weiter: Nach offiziellen Angaben sind mehr als 6260 Menschen an Ebola erkrankt

Bis zu einem umfassenden Einsatz deutscher Helfer in den Ebola-Gebieten in Westafrika werden noch mehrere Wochen vergehen. Wegen der notwendigen Vorbereitungen sei nicht garantiert, dass die freiwilligen Helfer bereits im Oktober Hilfe leisten können, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin. Nach einem Aufruf von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU) hatten bereits bis Donnerstag rund 4500 Soldaten und Zivilisten per Telefon oder Email ihre Bereitschaft bekundet, in der Krisenregion zu helfen. Darunter sind Ärzte, Techniker und Logistiker.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen forderte von der Bundesregierung schnelles Handeln in der Krisenregion. «Die medizinische Infrastruktur ist zusammengebrochen», sagte der Vorstandsvorsitzende der deutschen Sektion, Tankred Stöbe, dem RBB-Inforadio. Es gehe um Stunden und Tage.

Mehr als 6200 Ebola-Infizierte

In Koblenz (Rheinland-Pfalz), dem Sitz des Kommandos Sanitätsdienst, bereitet eine Task Force Ebola den Einsatz der deutschen Freiwilligen vor. «Wir werden voraussichtlich in vier Wochen die ersten unten haben», sagte ein Sprecher. Die Ausbildung der Helfer soll nach Angaben des Verteidigungsministeriums am Bundeswehrkrankenhaus in Hamburg stattfinden.

Am Donnerstag hatte die Bundeswehr ihren ersten Ebola-Hilfsflug mit Material nach Dakar im Senegal gestartet. An Bord war auch ein Vorauskommando, das den Aufbau der Luftbrücke in die liberianische Hauptstadt Monrovia mit zwei Transall-Maschinen übernehmen wird. Nach Angaben des Ministeriums ist nicht ausgeschlossen, dass die Bundeswehr-Maschinen später auch andere Gebiete anfliegen, in denen das tödliche Virus wütet.

Die Zahl der registrierten Infizierten ist nach jüngsten Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bis 21. September in Guinea, Liberia, Sierra Leone, Nigeria und Senegal auf 6263 gestiegen. Die Helfer in Westafrika seien an ihre Leistungsgrenzen gelangt, sagte Stöbe von Ärzte ohne Grenzen. Kuba kündigte an, insgesamt 461 medizinische Helfer in die Krisenregion schicken zu wollen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Prensa Latina meldete.

Neue Hoffnung

Bei den Behandlungsmöglichkeiten von Ebola keimt neue Hoffnung. Die Behandlung von Ebola-Kranken mit Blut von genesenen Patienten könnte nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine vielversprechende Therapie gegen die Seuche sein. Die Erfolgserwartung beruht unter anderem darauf, dass sich im Blut von Überlebenden spezielle Antikörper befinden, die Erkrankten helfen könnten. Bislang sei die Zahl der Behandlungen aber zu gering, um fundierte Aussagen über die Wirksamkeit solcher Therapien zu treffen. Zwei amerikanische Ärzte, die sich in Liberia infiziert hatten, wurden mit dem Blut genesener Patienten behandelt und sind inzwischen wieder gesund. Ob dies an den Medikamenten oder an der guten medizinischen Versorgung in den USA lag, kann laut WHO aber nicht eindeutig bestimmt werden. Die WHO hofft zudem auf einen einsatzfähigen Impfstoff ab Anfang 2015. Derzeit konzentriere man sich auf zwei Substanzen, die in klinischen Tests auf ihre Wirksamkeit geprüft würden. Massenimpfungen seien dann wegen der begrenzten Vorräte laut WHO aber nicht möglich. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare