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Freie Fahrt von Friedemann Friese.
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Freie Fahrt von Friedemann Friese (Ausschnitt).

Spielerezension „Freie Fahrt“

„Freie Fahrt“: Strecken bauen für Städtetrips

Ob alleine oder mit Familie: In „Freie Fahrt“ tingeln Spielende mit der Eisenbahn durch Europa.

Wie der Verlag das Spiel beschreibt: Rund um das Ende des 19. Jahrhunderts entstand ein stetig wachsendes Netz an Eisenbahnstrecken in Europa. Auf diese Weise konnten die Menschen zu den europäischen Städten reisen und die vom Historismus und Jugendstil beeinflussten Bauwerke bewundern. In „Freie Fahrt“ übernehmt ihr den Bau dieser Eisenbahnstrecken. Verbindet die Städte Europas und bringt die Passagiere zu den gewünschten Städten. Ihr dürft eure eigenen und die verstaatlichten Eisenbahnstrecken kostenfrei nutzen. Möchtet ihr aber auf den Eisenbahnstrecken der Mitspieler fahren, müsst ihr ihnen Geld zahlen, um deren Strecken für alle zu verstaatlichen.

Wählt Reiserouten aus einer offenen Auslage und erfüllt sie, um am Ende des Spiels Siegpunkte zu erhalten. Das Ziel von „Freie Fahrt“ ist der Besuch von möglichst vielen verschiedenen Städten in Europa. „Freie Fahrt“ bietet auch ein herausforderndes Solospiel!

In „Freie Fahrt“ geht es immer um diese Entscheidungen: Baut ihr weitere Eisenbahnstrecken, oder fahrt ihr mit dem Zug? Wartet ihr auf bessere Reiserouten in der Auslage, oder schnappt ihr den anderen die besten Reiserouten weg?

„Freie Fahrt“

Spieleautor: Friedemann Friese

Verlag: 2F

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Spieleranzahl: 1–5 Spieler:innen

Spielzeit: 60 Min.

Preis: ca. 45, 00 €

Rezension von Hunter & Melli: Grün, grün, grün sind alle seine Spiele. In ihrem markanten grünen Gewand haben Friedemann Frieses Spiele schon viele Brettspielfans begeistert. So ist auch seine neueste Schöpfung keine Ausnahme: „Freie Fahrt“, ein kompetitives Streckenbauspiel. Für ambitionierte Spielerinnen und Spieler ist eine anspruchsvolle Solovariante im Regelwerk beigelegt. Streckenbau ist ein beliebtes Spielethema, bei dem sich Autor:innen immer neue einzigartige Mechaniken einfallen lassen. In „Freie Fahrt“ bereisen die Spielenden Großstädte des eurasischen Kontinents, um imposante Bauwerke des 19. Jahrhunderts zu bestaunen.

In der Kartenauslage wählen die Spielenden wiederkehrend neue Reiserouten, die sie ausbauen. Zuvor müssen sie sich mit ihrem Zug am Startbahnhof einfinden. Ist anschließend der Zielbahnhof erreicht, fährt der oder die Spieler:in eine weitere Stadt an, die für die nächste Strecke benötigt wird. Gelingt es, die besten Routen taktisch zu kombinieren, spart man Zeit. Es lohnt sich immer, neue Städte zu bereisen. Schließlich soll jedes Bauwerk bestaunt werden. Ob die Stadt mit bereits bestehendem Streckennetz oder eine neue mit beschwerlichem Streckenbau sinnvoller ist, muss stets abgewogen werden.

Ein Spielzug dient entweder zur Fahrt oder zum Streckenbau. Die Beschaffung weiterer Streckenteile muss bezahlt werden, ansonsten wird ausgesetzt, um sie zu erhalten. Denn Zeit ist alles, sonst sind die wichtigen Strecken schnell vergriffen. Ein weiterer Kniff: Ist eine Strecke durch Mitspieler:innen bereits bebaut, kann man gegen Bezahlung an die betreffende Person die Strecke verstaatlichen und für alle nutzbar machen. Das bringt ein spannendes Dilemma mit sich: Will man die längere Umwegstrecke bauen oder die kürzere verstaatlichen?

Mit „Freie Fahrt“ hat Friedemann Friese dem Eisenbahngenre eine wundervoll frische Variante mit neuen Herausforderungen hinzugefügt. Durch den einfachen Grundmechanismus eignet sich das Spiel problemlos für die ganze Familie und ist eine echte Alternative zum Dauerbrenner „Zug um Zug“. Einzig die Schreibweise der Städtenamen in ihrer Landessprache verwirrt anfangs – etwa Kyiv für Kiew oder Bucharest für Bukarest. Dies ist aber der internationalen Ausgabe des Spieles geschuldet, und man kann sogar seine Kenntnisse von international gebräuchlichen Städtenamen aufbessern, während man sich mit seiner Eisenbahn durch Europa spielt.

Die Serie: Die Spieleexpert:innen Johannes Jaeger und Melanie Iwanecki stellen regelmäßig Gesellschaftsspiele in der FR vor. Videorezensionen aller hier vorgestellten Spiele (und weitere) von Hunter & Friends gibt es auf: hunterundcron.de und youtube.com/user/hunterundcron.

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