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Unvergleichliche Stimme: Queen-Leadsänger Freddie Mercury bei einem Auftritt im September 1984. Mit dem FreddieMeter kann man nun schauen, wie nah man an Mercurys Stimme herankommt.

Künstliche Intelligenz

FreddieMeter: Singen wie Freddie Mercury

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Freddie Mercury gilt bis heute als einer der besten Sänger. Nun kann man seine eigene Stimmen mit der eigentlich unvergleichlichen Stimme von Freddie Mercury vergleichen - künstliche Intelligenz macht es möglich.

Er hat mehr als eine Generation mit seiner Stimme und Musik beeinflusst und auch knapp 28 Jahre nach seinem Tod lebt sein Werk weiter. Die Rede ist von Freddie Mercury, Mitgründer und Sänger der legendären britischen Band Queen. 2018 wurde sein bewegtes Leben in einem Film festgehalten, der nach einem der größten Hits der Band benannt ist: „Bohemian Rhapsody“

Nun hat Google gemeinsam mit der Band Queen, den beteiligten Plattenfirmen und dem Mercury Phoenix Trust das FreddieMeter entwickelt. Dahinter stecken Modelle für maschinelles Lernen, die den Gesang des Nutzers auswerten und mit der eigentlich unvergleichlichen Stimme Freddie Mercurys vergleichen. Wer es ausprobieren möchte, kann aus vier großen Queen-Hits wählen: „Don't stop me now“, „We are the champions“, „Somebody to love“ und „Bohemian Rhapsody“ stehen zur Auswahl.

FreddieMeter: Wie nah kommt die eigene Stimme an Freddie Mercury heran?

Der Nutzer singt quasi Karaoke - er hört die Musik und sieht den Songtext, bekommt aber keinerlei stimmliche Unterstützung von Freddie Mercury. Die künstliche Intelligenz analysiert, wie nah der Nutzer mit seinem Gesang an Klangfarbe, Tonhöhe und Melodie des Originals von Freddie Mercury herankommt. Jede dieser Kategorien wird mit einer Zahl von 0 bis 100 bewertet und am Ende erhält der Nutzer eine Gesamtzahl. Die kann er direkt in den sozialen Netzwerken teilen - oder für sich behalten.

Nach Angaben von Google wird der Gesang nicht auf einen Server übertragen, sondern direkt auf dem Rechner oder Smartphone des Nutzers ausgewertet. Schiefe Töne werden also nicht veröffentlicht - allerdings muss man Google Zugriff auf das Mikrofon des Geräts gewähren.

Singen wie Freddie Mercury - und spenden für den Mercury Phoenix Trust

Nutzen kann man die künstliche Intelligenz des FreddieMeter auf iOS- und Android-Geräten und auch auf Desktop-Rechnern. Entwickelt hat das Programm das Google Creative Lab, verwendet wurden isolierte Gesangsaufnahmen von Freddie Mercury und das „SPICE“-Modell, das die beteiligten Forscher in einem Blogeintrag vorstellen.

Hinter dem FreddieMeter steckt auch der Mercury Phoenix Trust, eine Wohltätigkeitsorganisation, die im Jahr nach Freddie Mercurys Tod von den Bandmitgliedern Brian May und Roger Taylor sowie Queen-Manager Jim Beach gegründet wurde und die es sich zum Ziel gemacht hat, HIV und Aids weltweit zu bekämpfen. Das FreddieMeter soll auf die Arbeit der Organisation aufmerksam machen und helfen, Spenden zu sammeln.

Freddie Mercury hatte HIV und Aids

Freddie Mercury war an Aids erkrankt und starb vor knapp 28 Jahren - am 24. November 1991 - an einer Lungenentzündung. Erst am Tag zuvor hatte er in einer schriftlichen Erklärung die Gerüchte bestätigt, die es bereits seit einiger Zeit gab. In seinem Pressestatement hieß es damals: „Ich hoffe, dass sich alle mir, meinen Ärzten und allen anderen Menschen weltweit dem Kampf gegen diese schreckliche Krankheit anschließen.“

Nur wenige Tage nach dem Todestag Freddie Mercurys wird jährlich der Welt-Aids-Tag begangen. Am 1. Dezember erinnern unterschiedliche Organisationen weltweit an das Thema Aids. Der Tag dient auch dazu, daran zu erinnern, dass HIV und Aids weiterhin existieren. Weltweit leben etwa 37,9 Millionen Menschen mit HIV, jährlich kommen rund 1,7 Millionen Menschen dazu.

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