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In einem Flixbus wurde ein Mann von einer aggressiven Fahrerin attackiert (Symbolbild).

Nerven verloren

Bei unglaublicher Aktion ertappt: Flixbus-Fahrerin verliert die Kontrolle - weiterer Fall aufgedeckt

Eine Flixbus-Fahrerin hat auf der Fahrt  einen Fahrgast attackiert - nachdem der sie bei einer unglaublichen Aktion ertappt hatte. Jetzt kommt ein weiterer Vorfall ans Licht.

Update vom 6. Mai 2019: Ein weiterer Leser hat sich gemeldet und berichtet von einem Vorfall während einer Busfahrt mit Flixbus von München nach Innsbruck. Patrick Bollinger stehen heute noch die Haare zu Berge, denkt er an die Reise zurück, die er kürzlich mit einer Freundin erlebt hat. Ein italienisch sprechender Busfahrer hat während der Fahrt mit seinem Smartphone auf instagram gesurft. „Währenddessen kam der Bus mehrfach auf die linke Fahrbahn ab“, beschreibt er.  

„Auf einer Serpentinen-Straße mit Blick auf die Berge holte er wieder sein Handy hervor und fotografierte unter der Fahrt mehrfach das Panorama.“ Zeitweise hätte er nicht einmal seine Hände am Lenkrad gehabt, „wodurch der Bus erneut auf die Gegenfahrbahn kam“. 

Flixbus-Fahrer telefoniert während der Fahrt im Videochat

Doch es kam noch schlimmer: „Danach telefonierte er lautstark über Videochat und hielt dabei sein Handy in der rechten Hand.“ Bollinger und seine Freundin hatten das Gefühl, der Fahrer „würde sich mehr auf den Anruf, als auf den Verkehr konzentrieren“. Als die beiden ihn auf sein Verhalten angesprochen haben, reagierte er nicht. „Weil er uns nicht verstand oder weil er zu sehr in sein Telefonat vertieft war“, vermutet Bollinger. Fest steht für ihn: „Die Fahrt war alles andere als sicher.“ 

Erst nach mehrfachen Anschreiben hätte sich Flixbus bei den aufgebrachten Fahrgästen gemeldet. „Sie haben sich aber eher gerechtfertigt, anstatt sich um das Problem zu kümmern.“ Das Fernbus-Unternehmen verwies in seinem Antwort-Schreiben darauf, „sich zu bemühen, dass unsere Fahrer einen sicheren Fahrstil aufweisen“. Der Fall würde an den entsprechenden Buspartner weitergeleitet. Eine Entschuldigung blieb jedoch aus.

Zu einem weiteren Unglück kam es, als ein Flixbus auf der Autobahn A1 zwischen Bremen und Hamburg plötzlich Feuer fing. Das berichtet nordbuzz.de*.

Originalmeldung vom 2. Mai 2019:

Augsburg - Eine Busfahrerin mit Kopfhörern im Ohr, die immer wieder auf ihr Smartphone blickt und dabei den Blick von der Fahrbahn wendet. Sich auf seiner Flixbus-Reise von Augsburg nach Zürich zu entspannen, fiel Florian Kunzendorf angesichts dieses Zustandes schwer. „Ich habe direkt hinter der Busfahrerin gesessen“, berichtet der Gastronom gegenüber dem Express von seinem denkwürdigen Ausflug am 13. April.

Kunzendorf konnte zunächst nicht glauben, welche Szenen sich da auf dem Fahrersitz abspielten. „Ich bin aufgestanden und habe gesehen, dass die Busfahrerin sich auf ihrem Handy einen Film oder eine Serie anschaut“, berichtet der Familienvater. Von der Entdeckung verstört griff er schließlich selbst zu seinem Smartphone, um die unfassbaren Szenen für den Kundendienst des Unternehmens zu dokumentieren. Welche Konsequenzen sein Beweisfoto haben sollte, hätte er sich wohl im Traum nicht ausgemalt. 

Eine Reise mit dem Flixbus von Warschau nach München wurde für eine Großmutter aus Freising und ihre Enkel zum Horrortrip - mit Zwischenstation im Krankenhaus, berichtet Merkur.de*.

Flixbus: Busfahrerin schaut während der Fahrt Videos - Fahrgast ertappt sie

Vom Auslöser des Handys aufgeschreckt, habe die Busfahrerin Kunzendorf zufolge umgehend begonnen, ihn mit Schimpftiraden zu bedenken, habe sogar mit der Polizei gedroht. Doch dabei habe es die aggressive Frau nicht belassen. „Die Busfahrerin hat mir auf den Oberschenkel geschlagen und mir den Mittelfinger gezeigt“, berichtet der Familienvater. Völlig fassungslos beschloss Kunzendorf, seine Reise mit dem Flixbus vorzeitig zu beenden. Für den restlichen Weg nach Zürich nahm er auf eigenen Wunsch den Zug. 

Am nächsten Tag machte Kunzendorf Flixbus auf seinen denkwürdigen Ausflug aufmerksam. Für Entsetzen sorgte bei ihm auch die Reaktion des Unternehmens - es habe schlichtweg keine gegeben. Erst auf Anfrage des Fernsehsenders RTL erklärte sich das Unternehmen zu einer Stellungnahme bereit.

Mann erlebt Horror-Fahrt in Flixbus: „Man fühlt sich wie Schlachtvieh“

„Das Foto zeigt eindeutig, dass die verantwortungsvolle Rolle des Fahrers nicht erfüllt wurde. Entsprechend wurde die Fahrerin für uns gesperrt“, erklärt ein Sprecher. Interne wie externe Kontrollen würden jedoch belegen, dass es sich um einen Einzelfall handele.

Für Fahrgast Kunzendorf ist das Aus für die Busfahrerin nur ein schwacher Trost. Er scheint mit Reisen im Flixbus komplett abgeschlossen haben. „Man fühlt sich wie Schlachtvieh. Man wird ruppig angesprochen, wenn man den Bus betritt und ist dann der Macht des Fahrers ausgeliefert. Das ist kein gutes Gefühl“, zieht der Gastronom sein verbittertes Fazit.

Das könnte dem neuen Konkurrenten Blablabus entgegenkommen. Er wirbt mit freundlichen, hilfsbereiten Fahrern und Fahrsicherheit.

lks

Zu dramatischen Szenen mit Verletzten kam es bei einem anderen Unfall mit einem Flixbus auf der Autobahn A1 nahe Bramsche bei Osnabrück in Fahrtrichtung Bremen, wie nordbuzz.de berichtet.

Bei Leipzig auf der A9 kam es zu einem schweren Flixbus-Unfall, der Bus überschlug sich es starb mindestens ein Mensch.

In einem Flixbus von München nach Berlin hat ein Mann plötzlich vor den Augen einer jungen Frau onaniert. Wie der Busfahrer darauf reagierte, macht allerdings sprachlos. Für Erstaunen sorgte auch das Verhalten eines Flixbus-Fahrers in Mittenwald im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Im Januar 2019 kam es dort zu einem Vorfall, bei dem der er die Gäste mitten auf der Straße aussteigen ließ. Ein ehemaliger Polizist randalierte in Bayern mit einer Toilettenbürste: Vor Gericht kann der 58-Jährige selbst kaum glauben, was er in jener Nacht angestellt hat, berichtet Merkur.de*.

Auf der Fahrt von Barcelona nach Brüssel brachte eine Frau eine gesunde Tochter zur Welt. Sanitäter kümmerten sich an einer Raststätte um die Mutter und ihr Baby. Ein schwerer Flixbus-Unfall im Mai auf der A9 bei Leipzig forderte ein Todesopfer, 57 Menschen wurden schwer verletzt. Ein Überlebender aus Bayern sucht nun seinen Retter (Merkur.de*).

*Merkur.de nordbuzz.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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