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Flèche! Aahhaha!

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Von: Boris Halva

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Randalierende Grundschüler, pubertierende Autodiebe und ein pfeilschneller Drogenkurier

Vermutlich gilt bei den Friedhofsrandalierern aus Kirchberg an der Iller, was schon in der Bibel zu lesen steht: Denn sie wissen nicht, was sie tun. Seit Donnerstag weiß nun aber das ganze Land, was zwei sieben und acht Jahre alte Jungen auf dem örtlichen Friedhof angestellt haben: Mehrere Gestecke und Grablichter haben sie zerstört und außerdem sieben Gießkannen mit einem Messer aufgeschlitzt. Wie die Polizei den beiden auf die Schliche kam, ist nicht bekannt, aber „nach den Vorfällen am Dienstag und Mittwoch ermittele nun ein Jugendsachbearbeiter der Polizei“ hieß es, außerdem stünden „Gespräche mit den Kindern und ihren Eltern an“. Oha!

Solcherlei Gespräche dürften auch anstehen, wenn die Dortmunder Polizei einen Zwölfjährigen und seine Kumpels ausfindig gemacht hat, die in der Nacht zu Mittwoch „ein Auto geklaut, eine Spritztour über eine innerstädtische Autobahn gemacht und dabei zwei Unfälle gebaut haben“. Wie die Polizei berichtete, war der Zwölfjährige vermutlich zu schnell unterwegs gewesen und habe auf der Hafenautobahn erst die Mittelleitplanke und dann ein anderes Auto gerammt.

Die Jungs flüchteten daraufhin mit dem Auto durch Nebenstraßen und sprangen schließlich aus dem fahrenden Wagen, der weiterrollte und gegen einen Geländewagen prallte. Zwei der Jungen wurden inzwischen geschnappt und ihren Eltern übergeben (oha!), die anderen rannten in unterschiedliche Richtungen davon. Der zwölf Jahre alte mutmaßliche Fahrer ist noch nicht gestellt, laut einem Polizeisprecher kennen die Polizei aber seine Identität. Oha! Da dürfte das mit den Gesprächen im Beisein der Eltern auch nicht mehr lange dauern.

450 000 Euro in bar daheim

Ganz ohne seine Eltern muss allerdings ein junger Mann klarkommen, der den klangvollen Namen „Ben, der Pfeil“ trägt und sich als Fahrradkurier in Paris eine goldene Nase damit verdiente, dass sich andere gerne mal das Näschen puderten. Wie in der Zeitung „Le Parisien“ am Mittwoch zu lesen war, wurden in der Wohnung des 27-Jährigen sechs Kilo Kokain und 450 000 Euro Bargeld in kleinen Scheinen gefunden.

„Ben le flèche“, wie der Dealer genannt wurde, belieferte per Rad regelmäßig rund 170 Kund:innen. Das Koks verstaute er in einer Kühltasche, die Mindestbestellmenge betrug zwei Gramm. Und während sich Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin höchst offiziell über die Festnahme freute, dürften sich 170 Fans des Lieferdienstes nur ein Wort denken: Oha! boris halva mit dpa

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