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Filmfest von Rom als Kulisse für Proteste

Mit wenig Hollywood-Glamour und viel Polemik steht die Ewige Stadt erneut ganz im Zeichen des Films. Friedlich verspricht ...

Rom. Mit wenig Hollywood-Glamour und viel Polemik steht die Ewige Stadt erneut ganz im Zeichen des Films. Friedlich verspricht es dabei nicht zuzugehen.

Noch vor der Eröffnung des fünften Filmfestivals von Rom am Donnerstagabend mit der Liebesgeschichte «Last Night» der iranischen Regisseurin Massy Tadjedin standen die Zeichen auf Sturm. «Der rote Teppich gehört uns», kündigte eine Gruppe von italienischen Regisseuren, Künstlern und Schauspielern «100 Autori» am Donnerstag erneut an.

Die Gruppe protestiert seit Monaten gegen die Einsparungen der Regierung im Kulturhaushalt. Kulturminister Sandro Bondi hatte noch im letzten Moment versprochen, die Gelder im kommenden Jahr wieder aufzustocken von derzeit 262 auf dann 400 Millionen Euro. Ob es ihm damit gelang, die angedrohten Proteste abzuwehren, musste sich aber erst noch zeigen.

Das Publikum hoffte hingegen darauf, auf dem roten Teppich am Abend Keira Knightley und Eva Mendes bewundern zu dürfen. Sie gehören mit Guillaume Canet und Sam Worthington zu den Hauptdarstellern von «Last Night», mit dem Tadjedin eine romantische Dreiecksgeschichte gelungen ist.

Zudem steht eine Hommage an den japanischen Meisterregisseur Akira Kurosawa (1910-1998) auf dem Programm. So soll eine restaurierte Fassung von Kurosawas Mystery-Krimi «Rashomon» gezeigt werden. Angesiedelt im und um das von Renzo Piano entworfene Auditorium, dauert das fünfte «Festival Internazionale del Film di Roma» bis zum 5. November. (dpa)

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