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Flammeninferno in Tirol: Schwerer Waldbrand wütet nahe Schloss Neuschwanstein

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Von: Helena Gries

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In Tirol in der Nähe von Schloss Neuschwanstein kommt es zu einem großen Waldbrand. Die Flammen breiten sich rasch aus – die Löscharbeiten gestalten sich schwierig.

Pinswang/Tirol – Im Tiroler Wald in Österreich ist es zu einem schweren Waldbrand gekommen. Bei Pinswang unweit von Schloss Neuschwanstein ist am Samstag (12.03.2022) ein Feuer ausgebrochen. Lediglich ein Bergkamm trennt die Flammen, welche sich rasch ausbreiteten, und das Schloss auf deutscher Seite.

Die Löscharbeiten gestalteten sich zu Beginn schwierig und mussten am Samstagabend abgebrochen werden, da die Hubschrauber bei Nacht nicht fliegen konnten. Hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehr wurden aus den umliegenden Regionen in Pinswang zusammengezogen. Sogar mit Güllefässern ist Medienberichten zufolge das Löschwasser zum Einsatzort transportiert worden.

Waldbrand in Tirol: Feuer in der Nähe von Schloss Neuschwanstein unter Kontrolle

Am Samstagmittag sei gegen 12.30 Uhr eine Nachricht bei der Polizei in Österreich eingegangen, dass im Bereich des „Glockenschlags“ in der Gemeinde Pinswang eine Rauchsäule zu sehen sei. Die Beamten stellten daraufhin fest, dass es im Wald brannte. Wegen der Trockenheit und des Windes hätten sich die zahlreichen Brandherde rasend schnell ausgebreitet.

Am Sonntagfrüh (13.03.2022) ist es den Feuerwehren gelungen, den Brand unweit von Schloss Neuschwanstein auf der österreichischen Seite unter Kontrolle zu bekommen, heißt es in Berichten bei Bayern24. Verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.

In Tirol ist es zu einem schweren Waldbrand gekommen. Bei Pinswang unweit von Schloss Neuschwanstein ist ein Feuer ausgebrochen. (Archivfoto)
In Tirol ist es zu einem schweren Waldbrand gekommen. Bei Pinswang unweit von Schloss Neuschwanstein ist ein Feuer ausgebrochen. (Archivfoto) © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Feuer im Tiroler Wald: Flammen breiten sich bis zum Grenztunnel Füssen aus

Nach Informationen der Allgäuer Zeitung war die Brandstelle auf dem Landweg nur über einen Forstweg von Hohenschwangau aus zu erreichen. Wie der Bürgermeister von Füssen, Maximilian Eichstetter, berichtet, sei der Brand anfangs „nicht so dramatisch“ gewesen, heißt es bei Bayern24. Dann habe sich das Feuer allerdings schnell ausgebreitet, bis zum Grenztunnel Füssen.

Aufgrund der starken Trockenheit reicht ein Funken, um ein Inferno ausbrechen zu lassen. In Deutschland herrscht derzeit in vielen Regionen die höchste Waldbrandgefahr. Die Löscharbeiten werden die nächsten Tage andauern, um die letzten Feuerstellen abzulöschen.

Durch den Klimawandel werden Waldbrände weltweit immer häufiger*, größer und intensiver. (Helena Gries) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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