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Aus der Falkensteiner Höhle in Baden-Württemberg haben Einsatzkräfte zwei Männer befreit.

Wassermassen versperrten Rückweg

Zwei eingeschlossene Männer aus Falkensteiner Höhle befreit

Weil Wassermassen den Rückweg versperren, waren zwei Männer in der Falkensteiner Höhle in Baden-Württemberg eingeschlossen. Nun sind beide wieder frei.

Update, 11.55 Uhr: Nachdem in der Nacht bereits der erste eingeschlossene Mann aus der Falkensteiner Höhle in Baden-Württemberg gerettet wurde, ist nun auch der zweite Mann befreit worden. Das teilten die Einsatzkräfte an der Falkensteiner Höhle auf der Schwäbischen Alb mit.

Update, 9.30 Uhr: Der zweite in der Höhle eingeschlossene Mann soll im Laufe des Vormittags gerettet werden. Laut Polizei wird der Mann von Rettungstauchern betreut und es geht ihm gut. Der erste Gerettete wurde im Laufe der Nacht aufgrund von „günstigen Wetterverhältnissen“ ins Freie gebracht werden, wie die Polizei in Reutlingen mitteilte.

Update, 29. Juli, 8.10 Uhr: Einer der beiden in der Falkensteiner Höhle eingeschlossenen Männer ist gerettet. Wie die Nachrichtenagentur dpa mitteilt, sagte das der Einsatzleiter der Bergwacht am Montagmorgen.

Erstmeldung: Zwei Männer in Höhle in Baden-Württemberg eingeschlossen

In einer Höhle auf der Schwäbischen Alb in Baden-Württemberg sind zwei Höhlengänger eingeschlossen. Ansteigende Wassermassen hatten ihnen den Rückweg ins Freie abgeschnitten und einen Großeinsatz der Rettungskräfte ausgelöst. Am Montag soll beraten werden, wie die Rettung ablaufen soll.

Die beiden Männer - ein Höhlen-Guide und sein Kunde, sitzen nach Angaben der Höhlenrettung etwa 650 Meter tief in der Falkensteiner Höhle fest. Vier Höhlenretter seien derzeit bei ihnen und würden die Eingeschlossenen betreuen, erklärte Michael Hottinger, Einsatzleiter der Höhlenrettung, der Nachrichtenagentur dpa. „Es besteht definitiv keine Lebensgefahr“, so Hottinger. Den beiden Eingeschlossenen gehe es gut.

Höhle in Baden-Württemberg: Wassermassen versperren Höhlenpassagen

Die Rettung selbst dürfte sich schwierig gestalten: Die Männer müssen zwei von Wassermassen versperrte Höhlenpassagen durchtauchen. „Für geübte Taucher ist das jetzt bei der Wasserlage schon ein Problem. Für Ungeübte wird es fast unmöglich“, sagte Hottinger. Die Höhlengänger sollen nach einer Einweisung jeweils in Begleitung von zwei Tauchern den Rückweg antreten. Die letzte Entscheidung würden aber die Rettungskräfte in der Höhle treffen, heißt es.

Im Laufe des Montags soll je nach Wetterlage die Rettung aus der Höhle beginnen. Die Notlage wurde durch heftigen Regen in der Region ausgelöst - und durch Leichtsinn der beiden Männer, wie Hottinger sagte. Bei der Wetterlage und dem starken Regen hätten sie wissen müssen, dass die siphonartigen Senken in der Höhle volllaufen und so den Rückweg versperren könnten.

Es gab bereits mehrere Hochwassereinschlüsse in der Höhle

Laut der „Stuttgarter Zeitung“ sind beide Männer um die 30 Jahre alt. Sie seien am Sonntag gegen 17 Uhr in die Höhle eingestiegen. Matthias Leyk, der Zweite Vorsitzende der Höhlenrettung Baden-Württemberg, sagte der Zeitung: „Wir hoffen, dass die Sache gut ausgeht.

Wir hatten auch in der Falkensteiner Höhle schon mehrere Hochwassereinschlüsse in den vergangenen Jahren. Das Besondere ist, dass es jetzt außerordentlich hohe Niederschläge in kurzer Zeit gegeben hat. Das heißt: Es kommt momentan sehr viel Wasser in die Höhle.“

Drama in Baden-Württemberg: Rettung von zwei Männern aus Höhle

Falkensteiner Höhle auf der Schwäbischen Alb ist ein beliebtes Touristenziel

Die Falkensteiner Höhle liegt auf der Schwäbischen Alb zwischen Grabenstetten und Bad Urach und ist ein beliebtes Touristenziel. Auf der Tourismus-Webseite der Stadt Bad Urach heißt es, sie sei eine „aktive Wasserhöhle“, aus der der Fluss Elsach ins Freie entspringe. Und: Touren in die Höhle seien nicht ungefährlich. „Bei erwartetem Starkregen und Gewittern sind keine tiefen Touren in die Falkensteiner Höhle möglich. Zu empfehlen ist eine Tour (...) mit einem erfahrenen Höhlen Guide“, heißt es auf der Webseite weiter.

Ein Anbieter von Höhlentouren schreibt auf seiner Internetseite, die Falkensteiner Höhle sei die einzige wasserführende Höhle Deutschlands, in der geführte Touren möglich sind. Sie zähle zu den sogenannten wilden Höhlen. „Es gibt also keine elektrische Beleuchtung wie in den Schauhöhlen und auch keine geebneten Wege.“

Notfall in der Höhle in Baden-Württemberg weckt Erinnerungen an Thailand

Der Notfall in der Falkensteiner Höhle weckt Erinnerungen an das Höhlendrama mit einer Jungen-Fußballmannschaft in Thailand vor rund einem Jahr. Zwölf Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren sowie ihr 25 Jahre alter Trainer waren im Juni 2018 bei einem Ausflug in eine Höhle im Norden des Landes vom steigenden Wasserspiegel überrascht und eingeschlossen worden. Erst nach 17 Tagen kamen die letzten frei. Rund um die Welt fieberten Menschen bei der spektakulären Rettungsaktion mit.

Vor fünf Jahren war in der Riesending-Schachthöhle in den Berchtesgadener Alpen der Höhlenforscher Johann Westhauser gut 274 Stunden in 1000 Metern Tiefe eingeschlossen. Tagelang kämpften Helfer rund um die Uhr bis zur Erschöpfung, um den Schwerverletzten aus der tiefsten und längsten Höhle Deutschlands zu bergen. Der 52-jährige Baden-Württemberger war bei einem Steinschlag in der Höhle am Kopf schwer verletzt worden. (dpa/tab)

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