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Facebook-Dienste

Facebook, Instagram und WhatsApp: Grund für Ausfall jetzt bekannt

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
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Viele Stunden lang ging überhaupt nichts: Online-Riese Facebook und dessen Tochterdienste Instagram, WhatsApp und Messenger waren nicht zu erreichen.

Update vom 05.10.2021, 07:30 Uhr: Der stundenlange Ausfall von Facebook, WhatsApp und Instagram wurde dem Online-Netzwerk zufolge durch eine fehlerhafte Änderung der Netzwerk-Konfiguration ausgelöst. Der Fehler sei auf den Routern passiert, die den Datenverkehr zwischen Facebooks Rechenzentren koordinierten, hieß es in einem Blogeintrag des Unternehmens am Dienstag (05.10.2021).

Als Folge sei die Kommunikation zwischen den Rechenzentren unterbrochen worden. Facebook betonte, der Konzern habe keine Hinweise darauf, dass bei dem Ausfall Nutzerdaten in Mitleidenschaft gezogen worden seien. Man arbeite daran, besser zu verstehen, was passiert sei.

Nach Ausfall: Facebook, Instagram und WhatsApp wieder erreichbar

Erstmeldung: San Francisco - Der massive und mehrstündige Ausfall von Facebook sowie Instagram, WhatsApp und Messenger scheint inzwischen weitestgehend behoben. Mehr als sechs Stunden waren die Online-Dienste am Montagabend (04.10.2021 MEZ) nicht erreichbar gewesen. Inzwischen gehen die Anbieter nach und nach wieder ans Netz, wie zahlreiche Nutzer:innen in der Nacht zum Dienstag feststellten. Die Ursache für den Ausfall ist unterdessen weiterhin nicht geklärt.

Die Website Downdetector teilte mit, es seien 10,6 Millionen Fehlermeldungen eingegangen, die aus den USA und Europa sowie Ländern wie Kolumbien und Singapur gekommen seien. Die ersten Fehlermeldungen wurden demnach gegen 17.45 Uhr MESZ registriert.

Facebook, Instagram und WhatsApp down: Seit Mitternacht wieder am Netz

Nutzer:innen versuchten demnach erfolglos, auf ihre Konten bei Facebook zuzugreifen, den Foto- und Videodienst Instagram zu nutzen oder über den Messengerdienst Whatsapp Nachrichten zu verschicken. Facebook-Nutzer:innen wurde die Fehlermeldung angezeigt: „Etwas ist schief gelaufen. Wir arbeiten daran und werden es so schnell wie möglich beheben.“

Die Online-Dienste von Facebook waren stundenlang nicht erreichbar.

Seit Mitternacht gingen die bei Downdetector eingehenden Pannenmeldungen stark zurück. „Zweifellos werden die Dienste Facebook, Whatsapp und Instagram weitere Zeit brauchen, um online zu gehen, aber seit 22.28 Uhr UTC (00.24 Uhr MESZ) scheint Facebook wieder mit dem globalen Internet verbunden zu sein und das Domainnamensystem wieder zu arbeiten“, erklärte das auf Internet-Sicherheit spezialisierte Unternehmen Cloudflare am Montagabend Ortszeit in einem Blog.

Facebook, Instagram und WhatsApp down: Das Unternehmen hüllt sich in Schweigen

Facebook machte zunächst keine Angaben zur möglichen Ursache des Ausfalls. Expert:innen für IT-Sicherheit erklärten, es gebe Hinweise darauf, dass Online-Verbindungen, die Nutzer zu dem Netzwerk führen, unterbrochen waren. Facebook und seine Töchterunternehmen "verschwanden aus dem Internet in einer Serie von BGP-Updates", erklärte John Graham-Cumming, Technologiechef bei Cloudflare, im Online-Dienst Twitter. Das BGP oder Border Gateway Protokoll ist das im Internet eingesetzte Routingprotokoll, das autonome Systeme miteinander verbindet.

Facebook-Technologie-Chef Mike Schroepfer entschuldigte sich auf Twitter „aufrichtig“ bei allen Betroffenen. In einer ersten Reaktion auf die Panne hatte Facebook-Sprecher Andy Stone auf Twitter erklärt: „Uns ist bekannt, dass einige Nutzer Probleme beim Zugriff auf unsere Apps und Produkte haben.“ Das unternehmen arbeite daran, „die Dinge so schnell wie möglich wieder zu normalisieren.“

Der Ausfall trifft Facebook inmitten einer Krisenphase. Seit Wochen gibt es Negativ-Schlagzeilen über den Umgang des kalifornischen Internetriesen mit eigenen Untersuchungen zur Frage, wie schädlich die Online-Angebote - insbesondere Instagram - etwa für jugendliche Nutzer:innen sind.

Facebook, Instagram und WhatsApp nicht erreichbar: Twitter profitiert vom Ausfall

Für Facebook, das gerade in den USA unter verstärktem politischen Druck steht, war der mehrstündige Ausfall quasi eine blamable Krönung ohnehin schlechter Wochen. Erst am Sonntag gab sich die frühere Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen als Whistleblowerin zu erkennen, die Dokumente des Konzerns an das Wall Street Journal weitergereicht hatte. Die 37-Jährige wirft ihrem ehemaligen Arbeitgeber unter anderem vor, Profit systematisch über Sicherheit zu stellen.

Der Kurznachrichtendienst Twitter war am Montag entsprechend voller Scherze darüber, wie das Verschwinden von Facebook alles auf einen Schlag besser gemacht habe, bis hin zum Weltfrieden. „Hoffentlich gehen Facebook, Instagram und WhatsApp nie wieder an“, twitterte der Satiriker Jan Böhmermann. Der NSA-Enthüller Edward Snowden ergriff die Gelegenheit, um die Chat-App Signal als Alternative zu empfehlen, die mehr Datenschutz biete. (skr/afp/dpa)

Rubriklistenbild: © LIONEL BONAVENTURE/AFP

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