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Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, geht am Firmensitz an einem leuchtenden Facebook logo vorbei.
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Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook, könnte schon bald große Neuigkeiten verkünden. (Archivfoto)

Bericht

Facebook will mit neuem Namen Image aufpolieren

  • Lukas Rogalla
    VonLukas Rogalla
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Brisante Enthüllungen haben Facebook zuletzt arg zugesetzt. Nun soll angeblich ein neuer Name helfen, den Tech-Giganten von Mark Zuckerberg neu auszurichten.

Kassel/Palo Alto – Facebook gehört zu den bekanntesten und auch wertvollsten Marken auf der Welt. Laut dem „Brandz“-Ranking von Kantar steht der Internetkonzern mit einem Markenwert von knapp 227 Milliarden Dollar auf Platz sechs, bei Marktbeobachtern von Interbrand auf Platz zehn.

Allerdings hat Facebook als Marke zuletzt sehr gelitten – so sehr, dass Mark Zuckerberg, Gründer und Vorstandsvorsitzender, einen radikalen Schritt unternehmen könnte.

Facebook will sich laut Bericht umbenennen: „Metaverse“ rückt in den Fokus

Wie „The Verge“ am Mittwoch (20.10.2021) berichtet, will sich Facebook schon bald umbenennen. Demnach wolle Mark Zuckerberg die weitreichenden Ambitionen des Konzerns deutlicher nach außen tragen. Um den Fokus auf die virtuelle Welt „Metaverse“ zu legen, werde Mark Zuckerberg auf der anstehenden Konferenz „Facebook Connect 2021“ nächste Woche den Namenswechsel verkünden. Mit dieser Änderung wolle der Tech-Gigant sein Bestreben signalisieren, für mehr als nur soziale Medien bekannt zu sein.

Facebook Inc.Technologie-Unternehmen
Gründung2004
Vorsitz und CEOMark Zuckerberg
SitzSilicon Valley, USA
Produkteu.a. Facebook, Whatsapp, Instagram

Das im Silicon Valley gut vernetzte Portal „The Verge“ hat allerdings noch keine Bestätigung seitens Facebook erhalten können. „Wir kommentieren das nicht“, sagte ein Sprecher des Konzerns der Deutschen Presse-Agentur. Nach einem Dementi klingt das allerdings nicht. Auch innerhalb der Führungsriege Facebooks seien nur wenige Personen eingeweiht worden, heißt es im Bericht. Umso erstaunlicher ist es dann allerdings, dass jemand aus diesem engsten Kreis dem Konzern-Chef Zuckerberg die Show in der kommenden Woche verdorben haben könnte.

Facebook: Auch Whatsapp, Instagram und Oculus gehören zum Konzern

Zum Facebook-Konzern gehört nicht nur das gleichnamige soziale Netwerk mit dem blauweißen Logo hat, sondern auch der Messenger Whatsapp* und der Foto- und Videodienst Instagram. Auch Oculus gehört zum Imperium Facebook. Die Abteilung stellt Virtual-Reality-Headesets her, darunter die Produktreihen Oculus Rift und Oculus Quest. Diese Marken stehen bislang im Schatten von Facebook. Nur Instagram taucht in der „Brandz“-Liste eigenständig auf Platz 18 auf. Der Marktwert liegt bei knapp 83 Milliarden Dollar.

Dem Bericht von „The Verge“ zufolge würde die Umbenennung des Konzerns wahrscheinlich die blaue Facebook-App als eines von vielen Produkten unter einer Muttergesellschaft positionieren, die neben Facebook auch Instagram, WhatsApp, Oculus und andere Bereiche beaufsichtigt. Facebook wäre nicht der erste Konzern im Silicon Valley in Kalifornien, der seinen Namen ändert, wenn sich die Ausrichtung des Unternehmens erweitert. So strich beispielsweise Apple nach der Vorstellung des ersten iPhones im Jahr 2007 das Wort „Computer“ aus dem Firmennamen. Zu diesem Zeitpunkt hatte allein der Musikplayer iPod mehr Umsatz als die Macintosh-Computer gemacht.

Mit einer Namensänderung des Konzerns würde der Tech-Gigant seine Ambitionen unterstreichen, die über herkömmliche soziale Netzwerke hinausgehen. Vor Monaten kündigte Facebook die Schaffung eines „Metaverse“ an, mit dem in der EU 10.000 Jobs entstehen sollen. Dabei handelt es sich um eine Art virtuelle Welt, wie sie in zahlreichen Science-Fiction-Geschichten beschrieben wird. Den Begriff hatte der Autor Neal Stephenson einst im Roman „Snow Crash“ (1992) geprägt. Mark Zuckerberg glaubt, dass eine solche virtuelle Welt durch die rasante Weiterentwicklung der Hardware und Brillen für erweiterte (Augmented Reality, AR) und virtuelle Realität (VR) nicht mehr nur ein Traum ist.

Facebook: Kommt ein neuer Name? Image des Konzerns leidet unter schweren Vorwürfen

Ein Motiv für die Umbenennung könnte jedoch auch der Wunsch sein, das angekratzte Image von Facebook zu verbessern. So beschuldigt die Whistleblowerin Frances Haugen den Konzern, intern vorgetragene Bedenken beiseite gewischt zu haben, wonach Instagram die Probleme jedes dritten jungen Mädchens mit dem eigenen Körperbild verschlimmere und bei einigen Jugendlichen sogar Suizidgedanken auslöse. Die Anschuldigungen der ehemaligen Facebook-Managerin Haugen bestärken Facebook-Kritiker im Kongress der USA, die sich für eine Zerschlagung des Konzerns stark machen.

Facebook bereitet sich unterdessen darauf vor, dass nach der ersten Veröffentlichungswelle, die auf den internen Papieren im Besitz von Haugen beruht, ein zweiter Schub an die Öffentlichkeit gelangen wird. In den vergangenen sechs Wochen habe man gesehen, wie Dokumente falsch charakterisiert werden können, schrieb die Facebook-Pressestelle auf Twitter. „Offensichtlich ist nicht jeder Mitarbeiter bei Facebook eine Führungskraft; nicht jede Meinung ist die Position des Unternehmens.“ (lrg/dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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