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Jost Kobusch, hier in der Khumbu-Region Nepals, hat seine Winter-Tour ohne Hilfsmittel auf den Mount Everest unterbrochen.

Jost Kobusch

Extrem-Bergsteiger unterbricht Mount-Everest-Winter-Mission

Der deutsche Extrem-Bergsteiger will im Winter alleine und ohne Sauerstoff auf den Mount Everest. Nun hat Jost Kobusch seine Mission unterbrochen.

Extrem-Bergsteiger Jost Kobusch will im Winter allein und ohne Sauerstoff auf den Mount Everest – nun hat er seine Mission zum Ende des meteorologischen Winters unterbrochen. Auf die Spitze des höchsten Bergs der Welt hat er es zwar noch nicht geschafft, dafür aber auf 7360 Meter, wie der 27-Jährige aus der kleinen Stadt Borgholzhausen nahe Bielefeld auf Facebook schrieb. „Hätte sogar auch weitergehen können, das Wetter schien sich zu halten, aber meine Intuition hat mir gesagt: stopp.“ Inzwischen ist Kobusch wieder im Basislager, wie er der Deutschen Presse-Agentur am Freitag schrieb: „Mir gehts bestens bis auf einen Sonnenbrand habe ich mir nichts zugezogen, meine Bänderdehnung und Magenprobleme erholen sich im Basecamp super – beim Abstieg hat mich ne Lawine erwischt aber sonst lief alles gut.“

Kobuschs Mission finden selbst einige gestandene Bergsteiger etwas verrückt. Nach der „Himalayan Database“ hat sie noch niemand geschafft. „Die Chance, dass er den Gipfel erreicht, ist sehr klein“, sagte der amerikanische Bergsteiger und Blogger Alan Arnette vor Kobuschs Versuch. „Was er versucht, ist extrem gefährlich, und wenn etwas schrecklich schief läuft, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er gerettet wird, praktisch gleich null.“

Doch Kobusch reizen extreme Herausforderungen, von denen er zunächst nicht weiß, ob sie überhaupt möglich sind. Im kommenden Winter will er nach eigenen Angaben weiter versuchen, den 8848 Meter hohen Mount Everest zu besteigen. (dpa)

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