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Keine Geschenke? Experten warnen vor Lieferengpässe an Weihnachten

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Von: Jan Oeftger

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In diesem Jahr macht es Sinn, die Weihnachtseinkäufe besonders früh zu machen. Experten warnen vor Lieferengpässen.
In diesem Jahr macht es Sinn, die Weihnachtseinkäufe besonders früh zu machen. Experten warnen vor Lieferengpässen. © Daniel Bockwoldt/dpa

An Weihnachten könnte es erneut zu Lieferengpässen kommen. Dies befürchtet der deutsche Einzelhandel unter anderem für Spielwaren.

Kassel – Keine Geschenke an Weihnachten? Wie schon im vergangenen Jahr könnte es auch in diesem an Weihnachten zu Lieferengpässen im Einzelhandel kommen. Die Lieferketten würden noch immer nicht wie vor der Corona-Pandemie laufen. Stefan Genth, der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), äußerte sich dazu bei den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Manche Produkte wie elektronische Geräte, Spielwaren und Textilien aus Asien dürften an Weihnachten knapper sein.“

So werden Lieferengpässe auch in diesem Jahr zur Weihnachtszeit nicht ausbleiben. „90 Prozent der Händler berichten weiter von Lieferschwierigkeiten“, sagte Genth. „Vieles kommt später an oder in der falschen Anzahl“, führte er aus. Dies liege daran, dass sich Schiffe in Warteschlangen befinden oder noch nicht im Zeitplan liegen würden.

„Hinzu kommt der weltweite Chipmangel, der die Produktion ausbremst“, weiß der HDE-Hauptgeschäftsführer. Der Grund für die international gestörten Lieferketten ist noch immer die Corona-Pandemie. Der Ukraine-Konflikt hat die Situation auf dem Markt ebenfalls nicht verbessert.

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Außerdem fehlen im deutschen Einzelhandel Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. „Aktuell gibt es rund 56.500 offene Stellen im Einzelhandel – und damit rund 3300 mehr als vor der Pandemie“, berichtete Genth den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Ein weiteres Problem seien auch in dieser Branche die fehlenden Fachkräfte. In den Kernausbildungsberufen Kauffrau/ Kaufmann und Verkäuferin/ Verkäufer seien noch 35.000 Stellen frei.

Für diejenigen, die ihre Weihnachtsgeschenke immer erst auf den letzten Drücker besorgen, könnte es in diesem Jahr somit noch stressiger werden. Wer sichergehen möchte, dass alles rechtzeitig da ist, sollte sich lieber etwas früher um die Geschenke kümmern. Doch nicht nur bei Weihnachtsgeschenken werden Lieferengpässe befürchtet. Patienten leiden unter den Lieferengpässen bei Medikamenten. (jo/AFP)

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