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Europas größtes Vorkommen Seltener Erden in Schweden entdeckt

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Von: Sarah Neumeyer

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Die LKAB Eisenerz-Mine am Berg Kirunavaara.
Die Eisenerz-Mine des schwedischen Bergbaukonzers LKAB am Berg Kirunavaara in Schweden. © Imago

Das bislang größte Vorkommen Seltener Erden in Europa wird in Schweden entdeckt.

Stockholm – Im hohen Norden von Schweden sind bedeutende Vorkommen an seltenen Erden entdeckt worden, die unter anderem beim Bau von E-Autos und Windkrafträdern benötigt werden. Wie der schwedische Bergbaukonzern LKAB am Donnerstag mitteilte, wurden in der Nähe von Kiruna über eine Million Tonnen an Seltenerdoxiden gefunden. Es handle sich um die größte bekannte Lagerstätte dieser Art in Europa. Sie könnte zu einem bedeutenden Baustein für die Herstellung wichtiger Rohstoffe werden, die für die grüne Umstellung absolut entscheidend seien, erklärte Vorstandschef Jan Moström.

Wie groß die Vorkommen im Vergleich zu anderen außerhalb Europas sind, lässt sich Moström zufolge nur schwer einschätzen. Grund sei, dass ein Großteil des Abbaus derzeit in China erfolge und die Größe der dortigen Vorkommen unklar sei, sagte er bei einer Pressekonferenz in Kiruna. Klar sei aber, dass es sich bei der Lagerstätte in Schweden auch im internationalen Vergleich um eine große handele.

Bergbaukonzern: Europas größtes Vorkommen seltener Erden entdeckt

Der Weg zum möglichen Abbau der Metalle ist nach LKAB-Angaben lang. Erster Schritt sei die Beantragung einer Abbauzulassung. Plan sei es, einen entsprechenden Antrag noch in diesem Jahr einzureichen. Mit Blick auf andere Genehmigungsverfahren in der Industrie dürfte es mindestens zehn bis 15 Jahre dauern, bevor man tatsächlich mit dem Abbau beginnen und Rohstoffe auf den Markt bringen könne.

Stärker gefördert werden sollen Minenprojekte wie die in Schweden auch aus Brüssel. So will die EU-Kommission von Ursula von der Leyen in diesem Frühjahr Maßnahmen vorschlagen, mit denen die strategische Autonomie Europas in Bezug auf kritische Rohstoffe gestärkt werden soll. Argument ist auch, dass es ohne diese Autonomie keinen ökologischen und digitalen Wandel geben könne. Bei wichtigen Batterien sei man zu 100 Prozent von Importen abhängig, sagte Schwedens Energie- und Wirtschaftsministerin Ebba Busch. Man sehe den geplanten Vorschlägen der Kommission mit großen Erwartungen entgegen. (dpa)

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