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Europa-Park begrenzt Besucherzahlen: „Wir kämpfen mit Personalmangel“

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Von: Sina Alonso Garcia

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Weil es dem Europa-Park an Personal fehlt, werden die Besucherzahlen ab sofort eingeschränkt. Wer den Vergnügungspark besuchen möchte, muss sich vorher online ein Ticket kaufen - oder beim Spontanbesuch auf freie Kapazitäten hoffen.

Rust - Der Sommer ist da, es ist Ferienzeit und die Menschen haben gute Laune - entsprechend groß fällt derzeit auch der Andrang im Europa-Park aus. Nun schieben die Betreiber dem Ansturm einen Riegel vor. Im Park fehlt es an allen Ecken und Enden an Personal, insbesondere in der Gastronomie und Hotellerie. Wie Sprecher Dieter Borer gegenüber Blick erklärte, seien ab sofort nur noch etwas über 30.000 Besucher am Tag zugelassen. „Wir kämpfen mit Personalmangel und arbeiten deshalb mit Kapazitätsbeschränkungen, anstatt an den Öffnungszeiten zu schrauben“, so Borer.

Neben der Beschränkung der Besucherzahlen verweisen die Betreiber des Europa-Parks auch darauf, dass einzelne gastronomische Betriebe im Park zeitweise nicht geöffnet seien, da sie mit wenig Personal besetzt sind. „Wir sind zuversichtlich, sukzessive die gastronomische Situation zu verbessern“, heißt es laut BW24 auf der Homepage des Parks.

Europa-Park Rust: Beschränkung der Besucherzahl soll lange Wartezeiten verhindern

Durch das Limit bei den Gästezahlen will der Europa-Park auch verhindern, dass es zu langen Wartezeiten an den Attraktionen kommt. Immer wieder waren diese zuletzt von Besuchern kritisiert worden. Vor kurzem deklarierte der Europa-Park die kritisierten Punkte als „seltene Einzelfälle“ - nimmt sich die Kritik jedoch offensichtlich zu Herzen. „Wartezeiten an den Attraktionen können wir nicht ausschließen, aber wir tun alles, um diese zu vermeiden“, bekräftigt Park-Sprecher Dieter Borer.

Der Europa-Park Rust startet in die Sommer-Saison – trotz Corona. Dazu sind jedoch strenge Auflagen nötig.
In der Sommersaison ist der Andrang im Europa-Park Rust gewöhnlich stark. © Philipp von Ditfurth/dpa

Situation im Europa-Park kein Zufall: Branche sucht dringend nach Personal

Dass der Europa-Park mit Personalengpässen kämpft, ist kein Zufall. So sucht derzeit die gesamte Gastronomie-, Hotellerie- und Tourismus-Branche händeringend nach Personal. Freizeitparks sind außerdem - genau wie Restaurants und Hotels in Tourismusregionen - auf Saisonarbeiter angewiesen. Die Corona-Pandemie hat den Personalmangel insgesamt erheblich verstärkt. Immer wieder musste der Europa-Park seit 2020 seine Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Parkchef Roland Mack zeigte sich zudem bestürzt und frustriert über Schließungen des Parks während der Corona-Lockdowns.

Aktuell ist der Besuch im Europa-Park nur nach Vorab-Buchung von Tickets im Online-Shop des Parks möglich. Bei freier Kapazität sind vor Ort noch Tickets zu einem Aufpreis von sechs Euro an der Tageskasse erhältlich.

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