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Trotz deutlichem Sieg: ESC findet 2023 nicht in der Ukraine statt

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Von: Alina Schröder

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ESC 2023 findet nicht beim Sieger Ukraine statt
Die Gruppe Kalush Orchestra aus der Ukraine hat den jüngsten ESC-Wettbewerb gewonnen. © Luca Bruno/AP/dpa

Der Eurovision Song Contest wird 2023 nicht in der Ukraine ausgetragen. Das beschloss Europäische Rundfunkunion.

Genf – Der nächste Eurovision Song Contest (ESC) findet wegen des Ukraine-Kriegs nicht beim diesjährigen Sieger Ukraine statt. Das teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) am Freitag (17. Juni) in Genf mit. Stattdessen wolle man Gespräche mit der BBC führen, ob der ESC 2023 in Großbritannien ausgerichtet werden könne.

Die ukrainische Band Kalush Orchestra hatte Mitte Mai mit dem Hiphop-Lied „Stefania“ den 66. ESC im italienischen Turin gewonnen, womit ihr Land der ESC-Tradition zufolge als Gastgeber des Wettbewerbs im Folgejahr gesetzt gewesen wäre. Vor allem bei den Zuschauerwertungen aus ganz Europa hatte die Band klar vorne gelegen. Ihre Trophäe hatten die ESC-Sieger aus der Ukraine versteigert, um davon Kriegsdrohnen zu kaufen. Russland war wegen des Kriegs vom ESC ausgeschlossen gewesen.

Wegen des Kriegs: ESC-Finale 2023 nicht in der Ukraine

Viele kriegsgebeutelte Ukrainer hatten den ESC-Sieg begeistert gefeiert. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte im Nachrichtenkanal Telegram mitgeteilt: „Unser Mut beeindruckt die Welt, unsere Musik erobert Europa! Im nächsten Jahr empfängt die Ukraine den Eurovision! Zum dritten Mal in unserer Geschichte.“

Doch daraus wird nun nichts. Angesichts des anhaltenden Kriegs seit dem russischen Einmarsch in das diesjährige Gewinnerland hat sich die EBU nach eigenen Angaben die Zeit genommen, um mit dem ukrainischen Rundfunksender UA:PBC und weiteren Akteuren zu überprüfen, wie machbar die Durchführung des ESC 2023 in der Ukraine ist. Dabei ging es auch um Sicherheitsaspekte.

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Mit tiefem Bedauern sei man zu dem Schluss gekommen, dass der Sender die Sicherheits- und Betriebsgarantien unter den aktuellen Umständen nicht gewährleisten könne, erklärte die Rundfunkunion.

Damit könnte nun Großbritannien als Zweitplatzierter von Turin als Gastgeber nachrücken. Diskussionen mit der BBC über eine mögliche Ausrichtung des Wettbewerbs im Vereinigten Königreich werde man jetzt einleiten, teilte die EBU mit. Der Sieg der Ukraine beim ESC solle sich aber in den Shows 2023 widerspiegeln. (asc/dpa)

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