Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Startklar: Sir Richard Branson. Bianca De Marchi/AAP/dpa
+
Startklar: Sir Richard Branson. Bianca De Marchi/AAP/dpa

Raumfahrt

„Es gibt kein Space-Race“

  • Tanja Banner
    VonTanja Banner
    schließen

Sagt US-Milliardär Branson – und fliegt morgen ins All. Ein paar Tage vor Konkurrent Bezos

Innerhalb weniger Tage wollen Amazon-Gründer Jeff Bezos und Virgin-Gründer Richard Branson an Bord firmeneigener Raketen ins Weltall fliegen. Es klingt, als würden die beiden Milliardäre ein Wettrennen ins All austragen, ein „Space Race“. Doch dem ist nicht so, versicherte Branson jüngst in der „Today Show“ am 6. Juli: „Ich weiß, keiner wird es mir glauben, aber es gibt keinen Wettbewerb.“

Richard Branson gilt als Abenteurer, er arbeitet seit Jahren mit seiner Firma „Virgin Galactic“ an touristischen Flügen ins Weltall. Am 11. Juli soll es nun so weit sein, der 70-jährige Branson will sich einen Traum erfüllen, den er eigenen Angaben zufolge seit der ersten Mondlandung am 20. Juli 1969 hat. Nur neun Tage später – und damit genau am 52. Jahrestag der ersten Mondlandung von „Apollo 11“ – wird Jeff Bezos eine Raumkapsel seines Unternehmens „Blue Origin“ besteigen und sich ebenfalls ins All schießen lassen.

„Virgin Galactic“ und „Blue Origin“ wollen künftig Tourist:innen in den Weltraum transportieren. Auf dem Markt gibt es Branson zufolge „genug Platz“ für mehrere Unternehmen. Bisher soll es etwa 750 Anmeldungen für Weltall-Flüge von „Virgin Galactic“ geben – bis zu 250 000 Dollar soll ein Platz kosten. „Blue Origin“ hat bisher noch nicht bekannt gegeben, was ein Flug ins All mit der Rakete „New Shepard“ kosten wird – es wurde aber inzwischen veröffentlicht, was eine noch nicht namentlich bekannte Person für einen Platz an Bord des ersten Suborbitalflugs mit Menschen gezahlt hat: 28 Millionen US-Dollar.

Während „Virgin Galactic“ neben Richard Branson mehrere Mitarbeiter:innen an Bord haben wird, die die „Astronauten-Erfahrung“ für künftige Kund:innen überprüfen sollen, wird Jeff Bezos neben der Person, die 28 Millionen US-Dollar gezahlt hat, seinen Bruder Mark und die heute 82-jährige US-Flug-Pionierin Wally Funk mit ins All nehmen.

Wer fliegt höher?

Auch wenn es Branson zufolge keinen „Space Race“ der Milliardäre gibt: Am Ende dürfte darüber diskutiert werden, welcher der beiden überhaupt im Weltall war: Die „VSS Unity“ von „Virgin Galactic“ hat es bisher nur geschafft, die 80-Kilometer-Marke zu überschreiten, die von der US-Luftfahrtbehörde FAA als Grenze zum Weltall angesehen wird. International gilt jedoch die sogenannte Kármán-Linie in etwa 100 Kilometern Höhe als Grenze zum Weltall. Die Kapsel von „Blue Origin“ hat diese Höhe bereits mehrfach überschritten.

Bezos hat sich bisher nicht zu den Plänen Bransons geäußert. Doch er hat in der Vergangenheit schon darauf hingewiesen, dass es durchaus auch auf die Höhe des Flugs ankommt, wie das Branchenportal Space.com berichtet. „Es war immer unsere Mission, dass wir über die Kármán-Linie fliegen wollten“, zitiert Space.com Bezos aus dem Jahr 2019. Er wolle keine Sternchen an den Namen seiner Mitfliegenden, ob sie nun „Astronauten seien oder nicht“, so Bezos weiter. Mit Bezug auf „Virgin Galactic“ erklärte er dann weiter: „Das ist etwas, womit sie sich meiner Meinung nach beschäftigen müssen.“

Ein weiterer Milliardär will noch in diesem Jahr ins All aufbrechen: Jared Isaacman hat einen Flug an Bord einer „Crew Dragon“-Kapsel des Unternehmens „SpaceX“ gebucht. Drei Tage lang wird die Raumkapsel die Erde umkreisen. Isaacman nimmt drei Personen mit auf die Reise – „SpaceX“-Chef Elon Musk ist nicht dabei. Musk, ebenfalls Milliardär, hat bereits mehrfach Menschen an Bord seiner Raumkapseln zur ISS geschickt, scheint aber zumindest in nächster Zeit keine eigene Reise ins All zu planen.

Wettlauf? Jeff Bezos sagt dazu bislang nichts. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare