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Die Unfallstelle des Airbus A320 wird von Rettungskräften abgesucht.

Absturz Germanwings 4U9525

Erste Absturz-Opfer geborgen

Gefundener Sprachrekorder bringt eine Sicherheit +++ Ermittler schließen Explosion vor Absturz aus +++ Sucharbeiten werden bei Einbruch der Dunkelheit eingestellt +++ Auswertbare Daten von Stimmrekorder gesichert +++ Behälter des zweiten Flugschreibers entdeckt +++ Verfolgen Sie hier unseren Live-Ticker zum Absturz des Germanwings-Flugzeugs in Südfrankreich.

Nach dem Absturz einer Maschine der Lufthansa -Tochter Germanwings in den französischen Alpen laufen am Mittwoch die Bergungsarbeiten und die Suche nach der Ursache. Bei dem Absturz am Dienstag sind 150 Menschen getötet worden, 72 von ihnen waren Deutsche. Die Staatsanwaltschaft von Marseille hat wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung Ermittlungen aufgenommen. Die Ereignisse im Live-Ticker:

22.23 Uhr: Rettungskräfte haben nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich nach Polizeiangaben erste Leichen geborgen. Sterbliche Überreste der Opfer seien am späten Mittwochnachmittag von der Unglücksstelle weggebracht worden, bestätigte ein Sprecher der Polizei in Digne am Abend auf dpa-Anfrage Medienberichte.

21.03 Uhr: Die Auswertung des bereits gefundenen Sprachrekorders brachte nach Behördenangaben bisher nur eine Sicherheit: Das deutsche Flugzeug mit 150 Menschen an Bord ist nicht in der Luft explodiert. Die Helfer in dem schwer zugänglichen Alpental bereiten außerdem die Bergung der Leichen aus der trümmerübersäten Felsformation vor.

19.56 Uhr: Die Sucharbeiten an der Absturzstelle des Airbus A320 in Südostfrankreich sind mit Einbruch der Dunkelheit für die Nacht eingestellt worden. Das berichtete "Le Figaro" am Mittwoch auf seiner Internetseite. Wie am Vorabend wurden fünf Gendarmen zur Sicherung des Geländes zurückgelassen. Dort war die Germanwings-Maschine am Dienstag mit 150 Insassen abgestürzt.

18.39 Uhr: Die Ermittlungen zur Ursache des Germanwings-Absturzes in Frankreich stoßen auf unerwartete Probleme. Im Trümmerfeld der Unglücksstelle in den Alpen fanden Bergungskräfte zwar den Sprachrekorder und den Behälter des Flugdatenschreibers. Die eigentliche Blackbox mit gespeicherten Flugdaten blieb zunächst aber verschollen, wie der französische Präsident François Hollande am Mittwoch in Seyne-les-Alpes sagte. Zudem dauerte die Auswertung der Geräusche aus dem Cockpit des Airbus A320 länger als erwartet. Klar war zunächst nur, dass die Germanwings-Maschine nicht in der Luft explodierte. "Das Flugzeug ist bis zum Schluss geflogen", es habe also keine Explosion gegeben, teilte der Direktor der französischen Untersuchungsbehörde BEA, Rémi Jouty, in Paris mit. Die BEA habe zwar auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber sichergestellt, könne aber nicht die geringste Erklärung für den Absturz geben. "Wir haben auch nicht die geringste Erklärung dafür, warum dieses Flugzeug auf die Kontaktversuche der Luftraumkontrolle, wie es scheint, nicht geantwortet hat", sagte Jouty.

17.25 Uhr: Die französische Untersuchungsbehörde BEA hat nach dem Germanwings-Absturz auswertbare Daten aus dem ersten Flugschreiber sicherstellen können. Es sei aber noch nicht möglich, die geringste Erklärung für den Absturz zu geben, teilte die BEA am Mittwoch in Paris mit. In ihrem letzten Kontakt hätten die Piloten des Airbus 320 eine Routine-Mitteilung gemacht. Vorrang habe neben der weiteren Auswertung jetzt, dass der zweite Flugschreiber gefunden werde, erklärte BEA. Er sei in dem schwer zugänglichen Gelände noch nicht lokalisiert worden.

17.23 Uhr: Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat nach dem Germanwings-Absturz die Unterstützung seines Landes zugesagt. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir solidarisch sein werden, dass wir zusammen arbeiten werden, dass wir zusammen ermitteln werden", sagte der Chef der konservativen Madrider Regierung am Mittwoch in Seyne-les-Alpes in Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Staatspräsidenten François Hollande. Rajoy sprach den Angehörigen aller Opfer sein Beileid und das Beileid des spanischen Volkes aus. Außerdem bedankte er sich "mit Nachdruck" bei den Mitgliedern des Rettungsteams und auch bei Hollande, der in der Tragödie eine "tadellose Haltung" gezeigt habe.

17.17 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat versichert, dass mit Hochdruck nach den Ursachen für den Absturz des Germanwings-Airbus in Frankreich gesucht wird. "Es wird alles hier getan, um zu versuchen, das, was geschehen ist, das Unfassbare, soweit wie möglich aufzuklären", sagte Merkel am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Frankreichs Präsident François Hollande und dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy in Seyne-les-Alpes. Allerdings werde dies noch Zeit brauchen, "weil es eine Katastrophe in einer ganz schwierigen geografischen Region ist".

17.04 Uhr: In einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel in Seyne-les-Alpes sagt Frankreichs Präsident Francois Hollande, nach dem zweiten Flugschreiber werde noch gesucht. Der Behälter, in dem sich der Datenschreiber befunden habe, sei gefunden worden, aber nicht das Gerät selbst. Die bereits gefundene erste Blackbox der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine wird weiter ausgewertet. Die Untersuchung des Sprachrekorders dauere an, sagte der französische Präsident François Hollande am Mittwoch in Seyne-les-Alpes.

16.56 Uhr: Die spanische Regierung geht mittlerweile davon aus, dass 51 Landsleute an Bord der Germanwings-Maschine waren.

16.42 Uhr: Die für Mittwochnachmittag mit Spannung erwarteten Pressekonferenzen zum Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich verzögern sich. In Seyne-les-Alpes in der Nähe der Absturzstelle wurden Statements von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident François Hollande und Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy erwartet. In Paris wollten die Behörden erste Erkenntnisse aus der Auswertung des Stimmenrekorders aus der Unglücksmaschine bekanntgeben.

16.12 Uhr: Die Lufthansa hat den Angehörigen der Absturz-Opfer erneut jegliche Hilfe zugesagt. "Die Angehörigen haben für uns jetzt oberste Priorität", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch auf dem Düsseldorfer Flughafen. Sie würden jede Hilfe erhalten, die sie benötigten - auch finanzielle Unterstützung. Am Donnerstag werde die Lufthansa die Angehörigen mit Sondermaschinen aus Düsseldorf und Barcelona nach Südfrankreich fliegen. Dabei könnten sie so viele Seelsorger oder Helfer begleiten, wie sie benötigten. Notfalls würden weitere Maschinen eingesetzt.

15.46 Uhr: Die ersten Angehörigen von Opfern des Germanwings-Unglücks sind französischen Medienberichten zufolge am Absturzort angekommen. Wie etwa die Zeitung "Le Figaro" im Internet berichtete, erreichten einige Familien Digne-les-Bains. Der Ort liegt etwa 30 Kilometer Luftlinie von der Absturzstelle entfernt. In Digne und in Seyne-les-Alpes wurden Betreuungszentren für Angehörige und Trauerkapellen eingerichtet.

15.30 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat in Düsseldorf mit Angehörigen der Todesopfer des Germanwings-Absturzes gesprochen und sich danach bestürzt gezeigt. "Das war mit Abstand das Schlimmste der letzten 20 Jahre - seit ich in dieser Branche bin", sagte Spohr nach dem Treffen mit den Angehörigen am Düsseldorfer Airport. Man werde ihnen jede erdenkliche Hilfe gewähren - sei sie psychologischer oder finanzieller Art. Am Donnerstag würden für die Angehörigen und ihre Betreuer Sonderflüge nach Marseille starten. Für Germanwings-Crews, die nach dem Absturz nicht hätten fliegen wollen, habe er "volles Verständnis", versicherte Spohr. Sie seien zum Teil mit den Opfern befreundet gewesen.

15.27 Uhr: Die spanische Regierung geht mittlerweile davon aus, dass 51 Spanier an Bord der Germanwings-Maschine waren.

15.20 Uhr: Der CDU-Bundestagsabgeordnete Karl-Georg Wellmann hat auf seiner Facebook-Seite vor Flügen mit Germanwings gewarnt, was ihm scharfe Kritik von SPD und Grünen einbrachte. "Vor Germanwings kann man nur noch warnen. Überalterte Maschinen und miserabler Service. Mit denen werde ich nicht mehr fliegen", schrieb der Abgeordnete aus dem Berliner Wahlkreis Steglitz-Zehlendorf am späten Dienstagabend nach dem Absturz der Germanwings-Maschine.

15.10 Uhr: Der Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen hat die Lufthansa bis ins Mark getroffen. Das Selbstverständnis als sichere Airline hat Schaden genommen. Es sei "unerklärlich", wie ein "technisch einwandfreies" Flugzeug mit zwei "erfahrenen, im Lufthansa-Konzern geschulten Piloten" eine solche Tragödie erleben konnte, sagt Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwochmorgen vor Mitarbeitern in der Konzern-Zentrale in Frankfurt am Main. Viele Lufthansa-Mitarbeiter im Frankfurter Aviation Center tragen einen Tag nach dem Unglück mit 150 Todesopfern Schwarz. Einige haben ihren Urlaub unterbrochen, um gemeinsam mit Kollegen in einer Schweigeminute der Opfer zu gedenken. Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber flog aus den USA nach Frankfurt. "Wir haben es noch gar nicht begriffen", sagt ein Mitarbeiter. "Alle rattern weiter, machen, was sie machen müssen". Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne spricht von schweren Tagen, "wenn nicht dem schwersten Tag" in der Geschichte der Lufthansa.

15.00 Uhr: Die beim Flugzeugabsturz in Südfrankreich verunglückten Schüler aus Haltern sind für die verhängnisvolle Spanien-Reise ausgelost worden. Weil es für die Teilnahme am achttägigen Austauschtrip in die Nähe von Barcelona mehr Bewerber gegeben habe als Plätze, sei das Los auf die nun ums Leben gekommenen Mädchen und Jungen gefallen, sagte eine Sprecherin der Bezirksregierung. Sie berief sich dabei am Mittwoch auf den Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern am See. Mindestens einer der Schüler sei über die Nachrückliste zur Reisegruppe dazugestoßen. Nach Informationen der "Halterner Zeitung" hatten sich 40 Schüler für die Reise beworben - 14 Schülerinnen und zwei Schüler seien ausgewählt worden.

14.50 Uhr: Rund um die Absturzstelle haben sich hunderte Reporter versammelt. Behördenvertreter informieren im Freien über die neuesten Entwicklungen. Ein Gendarm berichtet, dass die Rettungskräfte in dem schwer zugänglichen Gelände, wo die Trümmer des Flugzeugs und die Überreste der Opfer auf rund vier Hektar an einem steilen Abhang verstreut sind, nur schwer vorankommen. Einige Trupps seien bereits in der Nacht zu Fuß zu der Unfallstelle hinaufgestiegen, andere müssten sich von Hubschraubern aus abseilen. Die Bergung der Opfer werde wohl mehrere Tage dauern.

14.45 Uhr: Die spanische Polizei hat Ermittlungen gegen die Autoren gehässiger Internet-Botschaften über die Opfer des Absturzes der Germanwings-Maschine eingeleitet. Benutzer sozialer Netzwerke hatten sich abfällig darüber geäußert, dass an Bord der Unglücksmaschine überwiegend Deutsche und Katalanen ums Leben kamen. "Ein Flugzeug voll mit Katalanen und Deutschen stürzt in Frankreich ab. winwinwin", heißt es in einem Tweet. Wie aus Kreisen des spanischen Innenministeriums verlautete, gab Innenminister Jorge Fernández Díaz der Polizei die Anweisung zu ermitteln, ob diese Botschaften den Strafbestand des Aufrufs zum Hass erfüllten. Die katalanische Regionalregierung kündigte an, sie werde eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten.

14.40 Uhr: Merkel, Hollande und Rajoy sprechen in Seyne ausführlich mit Vertretern der Einsatzkräfte, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Die Ortschaft Seyne liegt nahe der Absturzstelle. Dort haben die Einsatzkräfte ihr provisorisches Hauptquartier errichtet.

14.35 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat nach ihrer Ankunft in der Nähe der Germanwings-Absturzstelle den französischen Helfern für deren Einsatz gedankt. "Das ist ein Zeichen unglaublicher Freundschaft und Hilfe. Wir sind sehr dankbar", sagte Merkel, die gemeinsam mit dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande nach Seyne-les-Alpes flog. Merkel, die von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) begleitet wird, spricht dort zur Stunde mit Einsatzkräften und informiert sich aus erster Hand über die schwierige Bergung von Trümmern und Opfern.

14.30 Uhr: Analysen des ersten gefundenen Flugschreibers der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine sollen am Mittwochnachmittag veröffentlicht werden. Das kündigte Regierungssprecher Stéphane Le Foll in Paris an. Die für die Auswertung zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA werde um 16.00 Uhr erste Ergebnisse vorlegen.

14.25 Uhr: Beim sichergestellten Flugschreiber der abgestürzten Germanwings-Maschine handelt es sich nach Angaben von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) um den Stimmenrekorder. Er erhoffe sich von dem Rekorder baldige Erkenntnisse. "Bisher verbietet es sich, Spekulationen anzustellen", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Man könne momentan nicht gesichert sagen, was in den letzten Minuten in dem Flugzeug passiert sei. An der Auswertung des Stimmenrekorders, der Gespräche im Cockpit aufzeichnet, beteiligten sich auch Flugunfall-Spezialisten aus Deutschland.

14.15 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande treffen mit einem Hubschrauber in Seynes-les-Alpes nahe der Absturzstelle ein. Auch die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist dabei.

13.55 Uhr: Die Staatsanwaltschaft von Marseille teilt mit, dass die Flugüberwachung kurz vor dem Unglück vergeblich versucht habe, Kontakt zu dem Airbus herzustellen. Was in den acht Minuten vor der Katastrophe geschah, in denen die A320 fast 10 000 Meter Höhe verlor, ist weiterhin rätselhaft, sagte Staatsanwalt Brice Robin.

13.45 Uhr: Lufthansa -Chef Carsten Spohr betont den Wert der Sicherheit für seine Airline. "Mein Besuch auf der Unfallstelle hat mir brutal vor Augen geführt, was wir alle bei Lufthansa wissen: Flugsicherheit ist keine Selbstverständlichkeit", sagt Spohr in einem Youtube-Video. Der Unfall treffe Lufthansa besonders hart, weil Sicherheit im Unternehmen immer an oberster Stelle stehe. "Wir scheuen keine Kosten und keine Aufwand, wenn es um die Erhöhung von Flugsicherheit geht."

13.35 Uhr: Die Fluggesellschaft Germanwings gilt als eine sichere Airline. Seit Gründung der Gesellschaft im Jahr 2002 hat es bis zum Absturz des Airbus A320 in Frankreich am Dienstag keine größeren Unfälle gegeben. Allerdings sorgten in den vergangenen Jahren Zwischenfälle mit Gerüchen im Cockpit öfter für Schlagzeilen. So gab es im Dezember 2010 beim Anflug einer Germanwings-Maschine vom Typ A319 auf den Flughafen Köln/Bonn gravierende Probleme für die Piloten bei der Landung, weil sie durch Gerüche der Ohnmacht nahe waren. Beide griffen zu ihren Sauerstoffmasken.

13.30 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Dabei gehe es um die Identifizierung der Opfer und die Klärung der Todesursache, bestätigte ein Sprecher einen Bericht von Spiegel Online. Ein solches Verfahren werde eingeleitet, wenn von einer nicht natürlichen Todesursache auszugehen sei. Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf werde nicht vor Ort ermitteln, sondern mit den Behörden in Frankreich eng zusammenarbeiten.

13.25 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Bürgermeister von Haltern ihre Anteilnahme am Tod von 16 Schülern und 2 Lehrerinnen aus der westfälischen Stadt ausgesprochen. Die Menschen in Haltern - Eltern, Geschwister, Freunde und Mitschüler - würden nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich besonders schwere Stunden erleben, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz am Mittwoch in Berlin. Merkel habe aus diesem Grund mit dem Bürgermeister von Haltern, Bodo Klimpel, telefoniert, "und ihm ihr tief empfundenes Beileid ausgesprochen". Das Bundeskabinett hatte seine routinemäßige Sitzung am Morgen mit einer Schweigeminute begonnen.

13.20 Uhr: Mit einer Schweigeminute haben Spieler, Trainer und Betreuer von Bayern München vor dem Training am Mittwoch der 150 Menschen gedacht, die beim Absturz der Germanwings-Maschine in den südfranzösischen Alpen am Dienstag ihr Leben verloren hatten. Auf dem Platz bildeten Spieler wie Philipp Lahm oder Xabi Alonso mit Trainer Pep Guardiola einen Kreis. Nach dem Unglück am Tag zuvor hatte der Klub über Twitter mitgeteilt: "Der FC Bayern trauert mit den Angehörigen der Opfer von Flug 4U9525 und wünscht den Familien und Freunden viel Kraft."

13.15 Uhr: Einen Tag nach dem Absturz hat die Lufthansa-Tochter Germanwings auch mithilfe anderer Airlines wieder nahezu alle Flüge angeboten. Lediglich eine Verbindung wurde gestrichen, wie Germanwings in Köln mitteilte. Einige Crews seien aber "aus Trauer und emotionaler Betroffenheit nicht einsatzbereit". Andere Fluglinien stellten deshalb Maschinen zur Verfügung.#gallery[2]

13.05 Uhr: Germanwings-Chef Thomas Winkelmann hat am Flughafen Köln/Bonn eine Pressekonferenz abgehalten. Hierbei sagte er, dass neuen Erkenntnissen der Fluggesellschaft zufolge 72 Deutsche unter den Absturzopfern sind. Am Vortag war noch von 67 Deutschen unter den insgesamt 150 Opfern die Rede gewesen. An Bord der Maschine hätten sich auch 35 Spanier befunden, sagte Winkelmann weiter. Je ein Opfer stammte demnach aus Großbritannien, den Niederlanden, Kolumbien, Mexiko, Japan, Dänemark und Israel. Je zwei Menschen an Bord kamen aus Australien, Argentinien, dem Iran, Venezuela und den USA.

13.00 Uhr: Laut einer 2014 veröffentlichten Studie gibt es keinen Zusammenhang zwischen Flugzeugunfällen und dem Alter der betreffenden Maschinen. Das Internationale Zentrum für Lufttransport (ICAT) beim Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA) hat die Untersuchung angestellt. Nach einer weltweiten Auswertung aller Unglücke stellten die Wissenschaftler fest, dass es bis zu einem Alter der Flugzeuge von 18 Jahren keinerlei Zusammenhang mit der Unfallrate gab.

12.57 Uhr: Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hat vor Spekulationen über die Ursache der Germanwings-Katastrophe gewarnt. Mutmaßungen sollten schon aus Rücksicht auf die Angehörigen der Opfer des Absturzes unterbleiben, sagte de Maizière am Mittwoch in Berlin. Er betonte, es gebe keine belastbaren Hinweise darauf, dass Dritte den Absturz absichtlich herbeigeführt hätten. Selbstverständlich werde aber mit Hochdruck in alle Richtungen ermittelt.

12.56 Uhr: Auch einen Tag nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen ist die Ursache der Katastrophe noch unklar. Französische Ermittler durchkämmten am Mittwoch zu Fuß das unwegsame Gelände rund 100 Kilometer nördlich von Nizza, wo der Airbus mit 150 Menschen an Bord an einem Berg zerschellte. Aufklärung sollen Daten des Stimmenrekorders aus dem Cockpit bringen, der am Dienstag geborgen wurde. "Die Black Box ist beschädigt", sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve dem Rundfunksender RTL. "Wir werden sie in den nächsten Stunden reparieren müssen, um diese Tragödie aufklären zu können."

12.55 Uhr: Germanwings-Chef Thomas Winkelmann teilt vor Journalisten mit, dass die Nationalitäten aller Opfer noch nicht geklärt seien. Die Zahl der deutschen Opfer stehe derzeit bei 72. Bisher war von 67 die Rede gewesen. Die Fluggesellschaft habe bis zum Mittag zu Angehörigen von 123 der 150 Opfer Kontakt aufnehmen können und psychologische Betreuung angeboten. Am Donnerstag werde die Fluggesellschaft je einen Sonderflug aus Düsseldorf und Barcelona für Angehörige nach Südfrankreich anbieten.

12.50 Uhr: Auch in Spanien haben tausende Menschen mit einer Schweigeminute der Opfer der Germanwings-Katastrophe in Südfrankreich gedacht. Im ganzen Land versammelten sich Menschen zu Trauerkundgebungen vor den Rathäusern. Im spanischen Parlament, in den Gemeinderäten und anderen öffentlichen Institutionen wurden Schweigeminuten eingelegt.

12.45 Uhr: Nach neuesten Informationen der Airline sind 72 Deutsche bei dem Absturz ums Leben gekommen. Das sagte Germanwings-Chef Thomas Winkelmann am Mittwoch in Köln.

12.35 Uhr: Die Opfer des Absturzes werden nach Erwartung des Hamburger Rechtsmediziners Klaus Püschel in etwa ein bis zwei Wochen identifiziert sein. Er rechne mit einem hoch professionellen Ablauf, sagte der Direktor des Instituts für Rechtsmedizin im Universitätsklinikum Eppendorf am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. "Rechtsmediziner sollten bei dem Bergen der Leichenteile schon zugegen sein", sagte der Professor. Dazu würden normalerweise gemeinsame Teams mit der Polizei gebildet, die bereits an der Absturzstelle Leichenteile zuordnen, registrieren und an eine zentrale Untersuchungsstelle schicken.

12.30 Uhr: An Bord der Unglücksmaschine von Germanwings waren nach Angaben des spanischen Krisenstabes 49 Spanier.

12.25 Uhr: Laut Innenminister Thomas de Maiziere liegen keine Anhaltspunkte für einen Anschlag auf den Germanwings-Airbus vor. "Es gibt keine belastbaren Hinweise darauf, dass die Ursache für den Absturz absichtlich durch Dritte gesetzt wurde", sagte der CDU-Politiker in Berlin. Selbstverständlich werde aber "in alle Richtungen mit Hochdruck ermittelt". Spekulationen und Mutmaßungen zu möglichen Unfallursachen müssten gerade auch mit Rücksicht auf die Angehörigen unterbleiben.

12.20 Uhr: Airbus hat seinen für Donnerstag geplanten Frühlingsempfang in Berlin abgesagt. "Aus gegebenem Anlass haben wir uns zu diesem Schritt entschieden", sagte ein Sprecher des Konzerns am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir sind geschockt und sehr betroffen über die gestrigen Ereignisse in den französischen Alpen. Unsere Gedanken sind in der jetzigen Situation ausschließlich bei den Angehörigen, Freunden und Verwandten der Opfer des Absturzes der Germanwings -Maschine."

12.15 Uhr: Nach dem Absturz auf der Strecke Barcelona-Düsseldorf hat die Fluglinie unbestätigten Berichten zufolge am Mittwoch eine andere Flugroute gewählt. Der Flug habe auch eine neue Flugnummer erhalten, schrieb die Plattform Plane Finder auf dem Internet-Kurznachrichtendienst Twitter. Flug 4U9441 war um 9.58 Uhr mitteleuropäischer Zeit in Barcelona gestartet, meldete die Plattform Flightradar24. Am Dienstag war Germanwings-Flug 4U9525 mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen abgestürzt. Germanwings äußerte sich auf Anfrage nicht zu der geänderten Route.

12.10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will im Anschluss an die wöchentliche Kabinettssitzung zum Absturzort des Germanwing-Flugzeuges in Südfrankreich fliegen. Begleitet wird sie von der nordrhein-westfälischen Regierungschefin Hannelore Kraft (SPD). Zahlreiche Opfer des Absturzes kommen aus Nordrhein-Westfalen. Merkel und Kraft wollten am Ort der Katastrophe ein Zeichen der Anteilnahme mit den Toten und ihren Angehörigen setzen. Gegen 14.00 Uhr will Merkel den spanischen Regierungschef Mariano Rajoy und Frankreichs Präsident François Hollande treffen.

12.00 Uhr: Der Schulleiter des Joseph-König-Gymnasiums in Haltern, Ulrich Wessel, sagte bei Pressekonferenz: "An unserer Schule wird nichts mehr so sein, wie es vorher war. Das ist eine Tragödie, die macht einen sprachlos."

11.50 Uhr: Nach dem Germanwings-Unglück gehen die Ermittler in Frankreich weiter allen Möglichkeiten als Absturzursache nach. "Alle Hypothesen müssen im Einzelnen betrachtet werden", sagte Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve am Mittwoch dem Sender RTL. Die Möglichkeit eines Terroranschlags sei aber "nicht vorrangig". Die Überreste des abgestürzten Airbus A320 seien überwiegend auf eineinhalb Hektar konzentriert, berichtete der Minister: "Das ist sicher ein großes Gebiet, weil der Aufprall stark war, aber das zeigt, dass das Flugzeug wahrscheinlich nicht explodiert ist."

11.40 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr sprach nach der Gedenkminute für die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankfurt von einem "sehr emotionalen Moment". Es sei unerklärlich, wie ein "technisch einwandfreies" Flugzeug mit zwei erfahrenen Piloten verunglücken könne, sagte Spohr. Lufthansa-Finanzchefin Simone Menne sagte bei einer kleinen Gedenkfeier für die Mitarbeiter im Anschluss an die Schweigeminute: "Wir wollen so was nie, nie wieder erleben." Das seien "schwere Tage, wenn nicht der schwerste Tag für die Lufthansa." Viele Mitarbeiter hätten nach dem verheerenden Absturz ihren Urlaub abgebrochen, unter ihnen auch der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Mayrhuber.

11.30 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr kündigt an, dass Angehörigen der Absturzopfer Sonderflüge zur französischen Hafenstadt Marseille angeboten würden.

11.25 Uhr: Düsseldorfer Staatsanwälte haben die deutschen Ermittlungen zum Tod der 150 Opfer der Germanwings-Katastrophe übernommen. "Die Verfahren werden von uns zentral geführt. Wir gehen davon aus, dass es sich bei allen Opfern um die selbe Todesursache handelt", sagte ein Behördensprecher am Mittwoch.

10.53 Uhr: Es findet eine Schweigeminute für die Opfer des Unglücks statt. Um diese Uhrzeit stürzte der Airbus gestern über den französischen Alpen ab.

10.48 Uhr: Der Airbus hat laut Medienberichten in Sankt Petersburg um eine Notlandung gebeten

10.40 Uhr: Die Suchmaschine Google hat in Deutschland und Spanien eine Trauerschleife als Symbol auf ihre Startseite genommen. Wer mit der Computermaus dem schwarzen Symbol auf weißem Hintergrund unter dem Suchfeld nahekam, las die Worte "Zum Gedenken an die Passagiere des Flugzeugabsturzes".

10.35 Uhr: Trotz des Absturzes der Germanwings-Maschine in Südfrankreich treten die meisten Passagiere der Airline ihren Flug an. "Uns liegen keine Hinweise auf nennenswerte Stornierungen vor", sagte ein Germanwings-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Das gilt auch für andere - nicht betroffene - Fluggesellschaften. Auch Air Berlin verzeichnete nach eigenen Angaben keine auffällige Zahlen an Stornierungen.

10.30 Uhr: Eine Boeing 737 mit 78 Passagieren an Bord bittet nach Angaben aus russischen Luftfahrtkreisen um eine Notlandung in St. Petersburg. Ein Triebwerk sei ausfallen. Weitere Einzelheiten liegen zunächst nicht vor.

10.25 Uhr: Der erste gefundene Flugschreiber der in Frankreich abgestürzten Germanwings-Maschine ist zur Analyse der Daten in Paris eingetroffen. Die Auswertung werde noch am Vormittag beginnen, sagte der für Transport zuständige französische Staatssekretär Alain Vidalies dem Sender Europe 1. Die für die Auswertung zuständige französische Untersuchungsbehörde BEA habe die Blackbox erhalten. Die Box sei beschädigt, aber es werde angenommen, dass sie zu verwerten sei, sagte Vidalies. Auch Innenminister Bernard Cazeneuve hatte zuvor angegeben, die Box sei beschädigt. Nähere Informationen über die Beschädigung gab es nicht. Bei dem gefundenen Flugschreiber soll es sich um den Cockpit Voice Recorder (CVR) handeln, der Geräusche und Gespräche im Cockpit aufzeichnet.

10.20 Uhr: Vor der Germanwings-Zentrale am Flughafen Köln Bonn zünden Mitarbeiter Kerzen an und legen Blumen nieder. "Warum?" steht auf einem Schild.

10.15 Uhr: Einen Tag nach dem Absturz des Germanwings-Jets in Frankreich hat die Fluglinie nach eigenen Angaben nur einen einzigen Flug gestrichen. Dies sagte ein Sprecher der Fluggesellschaft am Mittwoch in Köln. Ihren Flugbetrieb stemmt Germanwings mit Hilfe der Konkurrenz. Neben der Germanwings-Mutter Lufthansa stellen auch Air Berlin, Tuifly und andere Fluglinien ihre Maschinen zur Verfügung.

10.10 Uhr: Die schwedische Drittliga-Fußballmannschaft Dalkurd FF hätte um ein Haar an Bord der Germanwings-Maschine gesessen, die am Dienstag in Frankreich abgestürzt ist. "Wir hätten eigentlich mit dem Flugzeug fliegen sollen", sagte Sportchef Adil Kizil der Boulevardzeitung "Aftenposten". Sein Team war im Trainingslager bei Barcelona gewesen und zur selben Zeit zurückgeflogen wie die Unglücksmaschine, in der 150 Menschen saßen.

10.05 Uhr: Noch ist nicht viel über die Ursachen des Absturzes der German-Wings-Maschine bekannt. So wird kräftig über die möglichen Gründe spekuliert. Piloten hatten wohl keinen Notruf abgesetzt. Auch über die Weigerung einiger Mitarbeiter von German Wings heute zu fliegen wird diskutiert. Es wird die Frage gestellt, ob die Crews Sicherheitsbedenken haben.

10.00 Uhr: Die Flaggen vor dem Hauptgebäude der EU-Kommission in Brüssel sind in Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes auf Halbmast gesetzt.

9.55 Uhr: Bei dem Flugzeugabsturz in den französischen Alpen sind auch mindestens vier Menschen aus Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Bundeskriminalamts (BKA) handele sich um drei Passagiere und ein Crew-Mitglied aus dem Norden des Bundeslandes, sagte ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums am Mittwochmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Opfer seien zwischen 20 und 28 Jahren alt gewesen. Nähere Angaben zur Herkunft der Menschen machte er nicht.

9.50 Uhr: Unter den Opfern des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen ist auch die Opernsängerin Maria Radner. Das bestätigte am Mittwoch die Deutsche Oper am Rhein in Düsseldorf, wo Radner viele Gastspiele hatte. Die Altistin sei zusammen mit dem ebenfalls ums Leben gekommenen Bassbariton Oleg Bryjak auf dem Rückflug von einem Gastspiel im Gran Teatre del Liceu in Barcelona gewesen. Beide Sänger waren in Richard Wagners "Siegfried" aufgetreten. Die 1981 geborene Radner war gebürtige Düsseldorferin.

9.45 Uhr: Die Bundeswehr steht zur Unterstützung der französischen Behörden bereit, falls diese Hilfe an der Absturzstelle benötigen sollten. Denkbar wäre die Überführung der Leichen nach Deutschland, sagt ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

9.40 Uhr: Der Lufthansa-Konzern hat seine Mitarbeiter aufgerufen, um 10.53 Uhr mit einer Schweigeminute der Opfer des Germanwings-Absturzes zu gedenken. Zu dieser Uhrzeit war am Vortag der Airbus der Lufthansa-Tochter Germanwings mit 150 Menschen an Bord in den französischen Alpen verunglückt. Im Anschluss an die weltweite Schweigeminute will Lufthansa-Chef Carsten Spohr in der Frankfurter Firmenzentrale ein Medienstatement abgeben.

9.35 Uhr: Germanwings streicht einen Flug und fliegt ansonsten das reguläre Programm. "Einige Crews sind auch heute aus Trauer und emotionaler Betroffenheit nicht einsatzbereit", teilt die Lufhansa-Tochter mit. Das Unternehmen habe dafür Verständnis. Die Mitarbeiter hätten zum Teil gute Freunde aus der verunglückten Crew verloren. Bei der Lufthansa wird ein Flug von Köln nach London gestrichen.

9.30 Uhr: Am Flughafen Düsseldorf kommen erneut Angehörige der Passagiere des verunglückten Airbus zusammen. "Die Menschen suchen einen Ort, an dem sie trauern können", sagt ein Sprecher.

9.25 Uhr: Der Verkehrsminister von NRW, Michael Groschek, lobt die Zusammenarbeit zwischen den betroffenen Staaten. "Ich finde, hier wird deutlich, dass dieser Trauerflor, der hier über Europa liegt, eben auch signalisiert, dass Europa auch in Trauer verbunden ist", sagte er WDR5.

9.20 Uhr: Bei der Fluggesellschaft Germanwings ist am Mittwoch zunächst nur ein Flug gestrichen worden, weil Piloten nach dem Absturz eines Germanwings-Airbus mit 150 Menschen an Bord noch nicht wieder fliegen wollen. Das sagte eine Sprecherin des Germanwings-Mutterkonzerns Lufthansa in Frankfurt am Main. Bei der Lufthansa fällt demnach keine Verbindung aus diesem Grund aus.

9.15 Uhr: Der Absturz der Germanwings-Maschine in Südfrankreich beherrscht die deutschen Titelseiten. Die meisten Blätter zeigten am Mittwoch das Foto, auf dem die Unglücksstelle in den Alpen aus der Luft zu sehen ist. Frankfurter Allgemeine Zeitung und taz druckten ein Bild der Anzeigetafel vom Düsseldorfer Flughafen, auf der Flug 4U9525 aus Barcelona aufgeführt ist - ohne weitere Informationen. Die Welt titelt mit einem Zitat von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Das Leid ist unermesslich. Süddeutsche Zeitung: "150 Tote - Absturz schockiert Deutschland" taz: "Nicht angekommen". Frankfurter Rundschau: "Was geschah an Bord des Airbus A320?"

9.10 Uhr: Die Wiener Zeitung "Der Standard" schreibt zum Germanwings-Absturz: "Offen wird natürlich nicht darüber gesprochen, doch der Absturz trifft die Lufthansa auch wirtschaftlich schwer. Hohe Pensionslasten, Fehlspekulationen beim Kerosin und die fortgesetzten Arbeitskämpfe haben den Gewinn des Dax-Konzerns im vergangenen Jahr fast auf null schmelzen lassen."

9.00 Uhr: Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine mit 150 Opfern versucht das Joseph-Königs-Gymnasium in Haltern, den Tod von 16 Mitschülern und 2 Lehrerinnen zu verarbeiten. Sie saßen in der Unglücksmaschine, die am Dienstagmittag über den französischen Alpen abgestürzt ist. Am frühen Morgen brannten unzählige Kerzen in einem Lichtermeer auf der Schultreppe. "Gestern waren wir viele. Heute sind wir allein" steht auf einem Schild auf dem Schulhof.

8.50 Uhr: Wegen der Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen mit 150 Toten hat das Bundesinnenministerium Trauerbeflaggung an allen Bundesbehörden angeordnet. Bis einschließlich Freitag sollen an sämtlichen Ministerien und den nachgeordneten Stellen die Fahnen auf halbmast wehen, hieß es am Mittwoch im Bundespresseamt. Im Bundestag soll am Donnerstag vor Beginn der Tagesordnung der Opfer des Unglücks gedacht werden. Die Ursachen des Absturzes der Germanwings-Maschine sind noch unklar.

8.40 Uhr: Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigt sich erschüttert vom Anblick der Unfallstelle. "Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer", zitiert ihn die Lufthansa auf Twitter. "Germanwings und Lufthansa werden alles tun, um unkompliziert und schnell zu helfen. Wir werden, sobald es geht, den Angehörigen ermöglichen, auch vor Ort zu trauern."

8.21 Uhr: "Das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass dieser schnelle Höhenverlust des Flugzeugs für den Augenblick unerklärt bleibt", sagte der Staatsanwalt von Marseille, Brice Robin, dem Fernsehsender BFM TV. Um 11 Uhr wollte sich Robin bei einer Pressekonferenz äußern. Seine Behörde nahm wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung Ermittlungen auf.

8.20 Uhr: Neben den wohl 67 deutschen Opfern waren auch Passagiere aus Spanien, Großbritannien, Dänemark, Australien, Israel, Mexiko, Kolumbien, Argentinien und Japan an Bord. US-Präsident Barack Obama und Papst Franziskus drückten den Angehörigen ihr Beileid aus. Beileidsbekundungen kamen auch aus zahlreichen anderen Ländern.

8.19 Uhr: Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert, verspricht eine rigorose Aufklärung des Unglücks. "Wir werden alles hinterfragen. Es geht um die Wartungspläne. Es geht um die Frage der Arbeitszeiten von Piloten und Besatzung", sagt er in der ARD.

8.17 Uhr: Nach Angaben der französischen Behörden hatte die Flugüberwachung kurz vor dem Crash noch vergeblich versucht, Kontakt zu den Piloten aufzunehmen. Erste Informationen zum Ablauf des Unglücks erwarten die Ermittler von der Auswertung eines Flugschreibers, der bereits geborgen wurde. Unklar blieb zunächst, ob der Flight Data Recorder (FDR) oder der Cockpit Voice Recorder (CVR) geborgen wurde. Das erste Gerät zeichnet technische Daten zum Flug auf, das zweite registriert Geräusche in der Pilotenkabine.

8.12 Uhr: Die französische Regierung geht nicht von einem Terrorangriff aus. Zwar werde in alle Richtungen ermittelt, sagt Innenminister Bernard Cazeneuve dem Hörfunksender RTL. Ein Anschlag sei jedoch nicht die wahrscheinlichste These. Die Blackbox ist nach seinen Angaben beschädigt, kann aber ausgewertet werden.

7.58 Uhr: Die Lufthansa-Billigtochter Germanwings streicht etliche Flüge. "Es wird Unregelmäßigkeiten geben", sagt eine Sprecherin. "Es gibt Crewkollegen, die in der momentanen Situation nicht fliegen wollen, dafür haben wir auch Verständnis. (dpa/rtr/afp/FR)

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