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Ab morgen gelten in der EU strengere Richtwerte für Lebensmittel aus Japan. Der Fisch für Sushi in Deutschland stammt aber sowieso meist aus dem Mittelmeer.

Liveticker: Japan

Erneut schweres Erdbeben in Japan

Wind treibt radioaktive Teilchen aufs Meer +++ Strengere Richtwerte für Lebensmittel aus Japan +++ Keine verschärften Reisewarnungen +++ Kan: Lage stabilisiert sich +++ Pumpen arbeiten nach Beben weiter +++ Erneut starkes Nachbeben +++ Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.

16. April, 7:18 Uhr: Erneut schweres Erdbeben in Japan

Japan ist am Samstag erneut von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Das Epizentrum des Erdstoßes der Stärke 5,8 bis 5,9 lag jüngsten Angaben der japanischen Meteorologiebehörde zufolge im Süden der Präfektur Ibaraki, das Beben ereignete sich demnach in einer Tiefe von 70 Kilometern. Tsunami-Alarm wurde nicht ausgelöst.

In der Hauptstadt Tokio ließ das Erdbeben, das sich um 11.19 Uhr Ortszeit (04.19 Uhr MESZ) ereignete, die Gebäude erzittern. Seit dem verheerenden Erdbeben und dem nachfolgenden Tsunami vom 11. März wird Japan nahezu täglich von Nachbeben erschüttert. Bei dem Erdbeben vom Samstag der Stärke 5,9 habe es sich allerdings nicht um ein Nachbeben gehandelt, erklärte die Meteorologiebehörde. Das Beben habe die Arbeiten am havarierten Atomkraftwerk Fukushima 1 nicht behindert, teilte der Betreiber Tepco mit.

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12. April, 15:59 Uhr: Wind weht radioaktive Partikel aufs Meer

Radioaktive Partikel aus dem japanischen Unglückskraftwerk Fukushima werden in den nächsten Tagen aufs offene Meer geweht. Der Wind komme am Mittwoch aus Südwesten und am Donnerstag aus Westen, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Später werde der Wind auf Süd drehen, so dass dann die Küste nördlich des Kraftwerks radioaktive Teilchen aus der Luft abbekommen könnte. Die Millionen-Metropole Tokio südlich des Kraftwerks ist in den nächsten Tagen nicht von möglichen Belastungen betroffen.

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12. April, 14:21 Uhr: Strengere EU-Richtwerte für Lebensmittel aus Japan

In der Europäischen Union gelten von diesem Mittwoch an strengere Strahlen-Grenzwerte für importierte Lebensmittel aus Japan. Auf die Verschärfung hatten sich die EU-Kommission und die europäischen Regierungen nach heftigen Protesten von Verbraucherschützern verständigt. Zuvor war bekannt geworden, dass die EU-Grenzwerte für die radioaktive Belastung japanischer Nahrungsmittel teilweise doppelt so hoch sind wie die Standards, die in Japan selbst gelten.
Gleichzeitig gab es in den einschlägigen EU-Gesetzen Widersprüche und Unklarheiten. „Zwar war auch bisher keine Gesundheitsgefahr zu erwarten, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht“, unterstrich der Europaparlamentarier und Arzt Peter Liese (CDU). Mit dem neuen EU-Beschluss werden die Grenzwerte deutlich gesenkt: Beispielsweise darf die Belastung mit Cäsium im Großteil der Fälle nur noch maximal 500 statt 1.250 Becquerel pro Kilo betragen.

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12. April, 14:21 Uhr: Keine verschärften Reisewarnungen

Die Bundesregierung sieht nach der erhöhten Gefahreneinstufung des Atomstörfalls in Fukushima vorerst keinen Anlass, die Reise- und Sicherheitshinweise für Japan zu verschärfen. Man beobachte allerdings die Entwicklung nach dem Atomunfall weiter „sehr aufmerksam“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes am Dienstag in Berlin. Derzeit gilt eine teilweise Reisewarnung für Fukushima und Umgebung.

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12. April, 11:28 Uhr: Kan: Lage stabilisiert sich

Der japanische Regierungschef Naoto Kan sieht Fortschritte im Kampf gegen einen möglichen Super-Gau. Die Lage im havarierten Atomkraftwerk Fukushima „stabilisiert sich Schritt für Schritt“, sagte Kan am Dienstag. Zuvor hatte die Atomaufsichtsbehörde die Einschätzung des Atomunfalls von Stufe 5 auf die höchste Stufe 7 angehoben, die bisher nur das Unglück in Tschernobyl erreicht hatte. Der Atombetreiber Tepco erklärte, man nehme dies „extrem ernst“.

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12. April, 08:20 Uhr: Kühlpumpen arbeiten noch

Nach dem neuen schweren Nachbeben in Japan arbeiten die Pumpen zur Kühlung des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima 1 weiter. Es gebe keine Berichte über weitere Schäden, erklärte der Atombetreiber Tepco am Dienstag. Die Arbeiter in dem Atomkraftwerk Fukushima 1 waren aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen. Das Beben der Stärke 6,3 erschütterte die Provinz Fukushima und ließ auch in Tokio Häuser wackeln. Es ist das zweite Beben innerhalb weniger Stunden, das stärker als Stufe 6 ist.

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12. April, 07:39 Uhr: Zweites starkes Nachbeben innerhalb von zwei Tagen

Der Nordosten Japans ist am Morgen erneut von einem starken Nachbeben erschüttert worden. Der Erdstoß der Stärke 6,3 habe sich in der Präfektur Fukushima ereignet, teilte die japanische Meteorologiebehörde mit. Die Erdstöße ließen auch die Gebäude in der japanischen Hauptstadt Tokio schwanken. Eine Tsunami-Warnung wurde zunächst nicht herausgegeben. Das Zentrum lag in nur zehn Metern Tiefe. In der Präfektur liegt auch die havarierte Atomanlage Fukushima. Nach Angaben des Betreibers Tepco wurden die in der Anlage eingesetzten Arbeiter vorsorglich in Sicherheit gebracht.

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12. April, 04:49 Uhr: In Fukushima gleiche Gefahrenstufe wie in Tschernobyl

Japan hat am Dienstag die Schwere des Unglücks im havarierten Atomkraftwerk Fukushima auf die maximale Stufe 7 erhöht. Messungen der freigesetzten Radioaktivität legten nahe, dass diese dem Niveau der Stufe 7 entspreche, teilte die japanische Atomsicherheitsbehörde mit. Allerdings liege die Radioaktivität bei einem Zehntel der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, die als bisher einziger Unfall mit Stufe 7 klassifiziert worden war.

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11. April, 11:16 Uhr: Kühlung wieder in Gang gesetzt

Die ausgefallene Kühlung in der Atomruine Fukushima läuft wieder. Wie ein Sprecher der Atomaufsichtsbehörde am Montagabend (Ortszeit) bekanntgab, wurde die Stromversorgung wieder hergestellt. Damit konnte das Einfüllen von Kühlwasser in die Reaktoren 1, 2 und 3 nach rund 50 Minuten wieder aufgenommen werden. Unterdessen hoben die Behörden die Tsunami-Warnung wieder auf. Zuvor hatte ein heftiges Nachbeben der Stärke 7,1 den Raum der Unglücksprovinz Fukushima erschüttert.

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11. April, 11:01 Uhr: Nachbeben stoppt Kühlung in Atomruine

Das schwere Nachbeben hat am Montag die Stromversorgung an der Atomruine von Fukushima unterbrochen. Wie der Betreiber Tepco mitteilte, fiel der Strom für die Pumpen zum Kühlen der Reaktoren 1, 2 und 3 aus. Das Einfüllen von Wasser sei dadurch gestoppt. Man bereite gerade vor, wieder Pumpen der Feuerwehr einzusetzen, sagte ein Sprecher.
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11. April, 10:27 Uhr: Erneut starkes Nachbeben in Japan

Ein schweres Nachbeben der Stärke 6,6 hat am Montagnachmittag (Ortszeit) den Nordosten und Osten Japans erschüttert. Die Behörden gaben eine Tsunami-Warnung für die Pazifikküste aus. Es wurden bereits kurz nach der Erschütterung Flutwellen von einem halben Meter in der Provinz Ibaraki gemessen. Auch in der Hauptstadt Tokio gerieten Häuser stark ins Schwanken.
Das Erdbebenzentrum lag in der Provinz Fukushima, wo auch das havarierte Atomkraftwerk liegt. Laut dem Betreiber Tepco gab es keine Auswirkungen auf das AKW. Die Arbeiter seien aber aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen.

Auf Live-Bildern des japanischen Fernsehsenders NHK war ein Feuer in der Stadt Iwaki zu sehen. Informationen über mögliche Opfer und weitere Schäden lagen zunächst nicht vor. Kurz nach ersten Beben kamen es erneut zu einer Erschütterung.

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11. April, 8:20 Uhr: Japan gedenkt der Opfer der Katastrophe
Einen Monat nach Beginn der verheerenden Katastrophe im Nordosten Japans gedenkt das Land heute seiner Opfer. In den Notlagern, an Arbeitsplätzen und Schulen im ganzen Land legen die Menschen Schweigeminuten ein. Die Behörden gehen davon aus, dass bei der Katastrophe vom 11. März fast 28 000 Menschen starben. Noch immer harren rund 150 000 Menschen in 2400 Notunterkünften aus. Arbeiter im Atomkraftwerk Fukushima setzen die Vorbereitungen zum Abpumpen radioaktiv versuchten Wassers fort.
Experten

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11. April, 7:22 Uhr: Evakuierungszone um Fukushima wird ausgeweitet

Japan will Medienberichten zufolge die Evakuierungszone um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima doch ausweiten. Das Sperrgebiet solle wegen der hohen Strahlung auf 30 Kilometer von derzeit 20 Kilometer vergrößert werden, berichtete die Zeitung „Asahi“ am Montag. Innerhalb einer Woche sollten die Einwohner das Gebiet verlassen. Die „Japan Times“ berichtete, dass die bisherige Evakuierungszone von 20 Kilometern komplett gesperrt werden soll. Den 70.000 betroffenen Menschen ist es dann nicht mehr gestattet, in den Trümmern ihrer Häuser nach Habseligkeiten zu suchen.

Trotz eindringlicher Appelle hat Japans Regierung bislang eine Ausweitung der Evakuierungszone abgelehnt. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace forderte eine Ausweitung auf 40 Kilometer, um die Bevölkerung vor Strahlen zu schützen. Die USA und Australien empfahlen ihren Bürgern, sich mindestens 80 Kilometer fernzuhalten.

Unterdessen haben die Einsatzkräfte die Lage im Kraftwerk immer noch nicht im Griff. Das Abpumpen radioaktiv verseuchten Wassers in den Ozean könnte am Montag beendet werden - Tage später als eigentlich geplant.

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10. April, 12:04 Uhr: Japanische Evakuierte kehren kurzzeitig zurück

Trotz eines weiterbestehenden Strahlenrisikos sind frühere Bewohner kurzzeitig in die Evakuierungszone am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima zurückgekehrt.

Die Menschen kamen, um sich ein Bild vom Zustand der Orte zu machen und möglicherweise wichtige persönliche Gegenstände mitzunehmen. Immer noch harren 150.000 Menschen in den 2400 Notunterkünften aus. Durch die Katastrophe vom 11. März starben wahrscheinlich fast 28.000 Menschen. 15.000 davon gelten weiter als vermisst.

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9. April,13:17 Uhr: Nachbeben fordert fünftes Todesopfer

Die Zahl der Toten in Folge des schweren Nachbebens in Japan ist auf fünf gestiegen. Eine 84-Jährige, die unter Möbeln eingeklemmt war, starb in einem Krankenhaus in der Stadt Sendai, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag berichtete. Zuvor waren bereits vier Todesfälle bekannt geworden. Derweil stieg die Zahl der Verletzten auf 283, wie es unter Berufung auf die Polizei in den sechs Präfekturen der nordöstlich gelegenen Tohoku-Region hieß.

Die Erdstöße der Stärke 7,1 in der Nacht von Donnerstag auf Freitag waren die bisher schwersten seit dem Mega-Beben vom 11. März mit der Stärke 9.0. Am Samstag wurde Japan von neuen Nachbeben erschüttert. Die US-Erdbebenwarte USGS registrierte zwei Beben der Stärke 5,4 mit Epizentrum vor der Ostküste. Von Schäden oder Verletzten wurde zunächst nichts bekannt.
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8. April, 19:03 Uhr: Tepco will aufhören, radioaktives Wasser ins Meer zu pumpen

Unter dem Eindruck der Proteste von Nachbarstaaten, unter anderem China, will der Fukushima-Betreiber Tepco das Abpumpen von schwachradioaktivem Wasser in den Pazifik einstellen. Das teilte der Konzern in Tokio mit.

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7. April, 18:07 Uhr: Tsunami-Warnung für Japan aufgehoben

Die Tsunami-Warnung für die Katastrophenregion im Nordosten Japans nach dem neuen Nachbeben am Donnerstag ist aufgehoben worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Die Stärke des erneuten schweren Erdbebens vor der japanischen Ostküste wurde von der US-Erdbebenwarte USGS von 7,4 auf 7,1 heruntergestuft.

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7. April, 17:56 Uhr: Stromausfall nach erneutem Erdbeben in Japan

Nach dem schweren Nachbeben der Stärke 7,4 im Nordosten Japans ist in weiten Teilen der Region der Strom ausgefallen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag. Betroffen seien die Präfekturen Miyagi, Iwate, Aomori und Akita. Neue Schäden an Atomkraftwerken seien nicht festgestellt worden.

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7. April, 16:47 Uhr: Schweres Erdbeben erschüttert Japan

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Donnerstag die Unglücksregion Miyagi im Nordosten Japans erschüttert. Es sei eine Tsunami-Warnung herausgegeben worden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

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6. April, 8:38 Uhr: Touristen machen Bogen um Japan

Ausländische Touristen machen wegen der Katastrophe in Japan einen großen Bogen um das gebeutelte Land. Die Zahl der Besucher aus anderen Ländern sei dramatisch gesunken, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch unter Berufung auf Erhebungen der Einwanderungsbehörden. Zwischen dem 11. März, als ein verheerendes Erdbeben und der Tsunami das Inselreich heimsuchten, und dem 31. März seien im Durchschnitt pro Tag lediglich rund 3400 ausländische Besucher am Tokioter Flughafen Narita eingetroffen. Das seien 75 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Reisebranche sowie der Einzelhandel bekommen das bereits zu spüren. Viele Hotelreservierungen und Reisetouren wurden abgesagt. Vor Beginn der Krise hatte Japan eine von der Regierung gezielt geförderte Zunahme an ausländischen Touristen erlebt. Elf Millionen Besucher hatte sich das Land in diesem Jahr erhofft. Das Ziel werde nun überarbeitet werden müssen, zitierte Kyodo die Tourismusbehörde.

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6. April, 8:20 Uhr: Stickstoff soll Explosion verhindern

Der japanische Atombetreiber Tepco will mit Stickstoff eine weitere Explosion im havarierten Kernkraftwerk Fukushima verhindern. Wie die japanische Zeitung „Yomiuri Shimbun“ am Mittwoch unter Berufung auf das Unternehmen berichtete, soll voraussichtlich noch am Abend in das Gebäude von Reaktor 1 Stickstoff zugeführt werden, um eine Wasserstoffexplosion zu verhindern.

Es bestehe die Gefahr, dass sich durch die beschädigten Brennstäbe Wasserstoff im Reaktorgebäude angesammelt hat. Die Brennstäbe hatten zeitweise aus dem Wasser geragt und hatten sich gefährlich erhitzt. Um die Temperatur angesichts der ausgefallenen Kühlsystem zu senken, ließen die Arbeiter stündlich sechs Tonnen Wasser einlaufen. Tepco überlege nun, auch in den Reaktoren 2 und 3 Stickstoff zuzuführen.

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6. April, 8:15 Uhr: Fischer stinksauer über Radioaktivität

Japans Fischer sind stinksauer über die radioaktive Verschmutzung des Meeres wegen der Atomkatastrophe in Fukushima. „Ich bin geschockt“, sagte ein 64 Jahre alter Fischer aus der benachbarten Provinz Ibaraki. Den Verantwortlichen beim Atombetreiber Tepco würde er am liebsten „Wasser ins Gesicht kippen“, zitierte die japanische Zeitung „Yomiuri Shimbun“ den Mann am Mittwoch. „Die sollen gefälligst die ganzen Fische, die wir nicht verkaufen können, selbst aufkaufen. Ich bin nur noch wütend“.
In der betroffenen Provinz waren mehrere Fischer in See gestochen, kehrten jedoch bald darauf mit leeren Händen wieder zurück als sie hörten, dass auf Tokios berühmten Fischmarkt Tsukiji und anderen Märkten Fänge aus der Region zurückgewiesen wurden, wie die „Yomiuri Shimbun“ meldete. Regierungschef Yukio Edano erklärte am selben Tag, dass Fischer erste Schadensersatzgelder bekommen sollten.

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6. April, 8 Uhr: Vernichtende Bilanz

Bei dem Erdbeben am 11. März und der Flutwelle wurden fast 28.000 Menschen getötet oder werden noch vermisst. Die Naturkatastrophe hat nicht nur zehntausende Japaner obdachlos gemacht. Auch die Wirtschaft hat einen schweren Dämpfer erhalten. Die materiellen Schäden werden auf mindestens 300 Milliarden Dollar geschätzt.
Medienberichten zufolge plant die japanische Regierung einen ersten Nachtragshaushalt über 35 Milliarden Dollar zum Wiederaufbau von Straßen, Häfen und Schulen sowie für neue Arbeitsplätze in den schwer zerstörten Regionen im Nordosten des Landes. Neue Schulden sollten dafür aber nicht aufgenommen werden, berichtete die Zeitung „Asahi“. Um das Vertrauen der Märkte nicht zu erschüttern, sollten keine neuen Anleihen begeben werden. Vielmehr sollten die Mittel durch eine Kürzung von Ausgaben an anderer Stelle aufgebracht werden.

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6. April, 3:48 Uhr: Kinder in Katastrophenregion gehen wieder zur Schule

In der japanischen Katastrophenregion können Kinder endlich wieder zur Schule gehen. In der Stadt Fukushima in der gleichnamigen Provinz, wo auch das havarierte Kernkraftwerk steht, wurden am Mittwoch mehrere Kinder aus der Evakuierungszone in für sie neue Grundschulen eingeschult, meldeten lokale Medien.

Sie lebten ursprünglich innerhalb der jetzigen 20-Kilometer-Sperrzone nahe der Atomruine Fukushima Eins. Seit Beginn der Katastrophe hausen sie in Flüchtlingslagern. Wegen der plötzlich gestiegenen Zahl an Kindern an den erhalten gebliebenen Schulen wurden nun mehr Lehrer eingestellt.

(dpa/rtr/dapd)

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