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Immer mehr Fälle von Ringelröteln: Das sind die Symptome für den Hautausschlag

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Ringelröteln breiten sich aus. Für einige Menschen birgt die Infektion Risiken. Erfahren Sie die Symptome und wie Sie sich schützen können.

Frankfurt – Ringelröteln sind eine häufige, aber oft unterschätzte Krankheit. Aktuell sind Ringelröteln sind wieder auf dem Vormarsch und bergen besonders bei Schwangeren ein Risiko. Diese weit verbreitete Virusinfektion betrifft vor allem Kinder. Die Infektion verläuft meist harmlos, kann aber in bestimmten Fällen schwerwiegende Komplikationen verursachen. Indem man die Symptome kennt und Vorsichtsmaßnahmen trifft, können die Risiken minimiert und die Ausbreitung der Infektion eingedämmt werden.

Ringelröteln: Erreger Parvovirus B19 (B19V)

Das Parvovirus B19 gehört zu einer Familie von Viren, die Infektionen verursachen. Während die meisten Parvoviren Tiere wie Katzen und Hunde befallen, können sich Menschen nicht mit ihnen infizieren. Hunde und Katzen können jedoch gegen Parvoviren, die sie befallen, geimpft werden.

Das Parvovirus B19 befällt ausschließlich Menschen und verursacht je nach Alter und Gesundheitszustand eine Vielzahl von Symptomen. Eine häufige Erscheinung ist die Fifth-Krankheit (erythema infectiosum), die an einem Ausschlag auf der Wange erkennbar ist und vor allem kleine Kinder betrifft.In den USA treten Infektionen mit dem Parvovirus B19 häufiger im Spätwinter bis Frühsommer auf, wobei kleinere Ausbrüche alle 3 bis 4 Jahre vorkommen.

Quelle: Centers for Disease Control and Prevention (www.cdc.gov/parvovirusb19)

Ringelröteln: Übertragung, Symptome und Risiken

Die Übertragung erfolgt laut infektionsschutz.de, einem Portal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion oder direkten Kontakt mit infizierten Personen. Obwohl es keine Impfung gegen Ringelröteln gibt, können einfache Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Händewaschen helfen, einer Ansteckung vorzubeugen. Für die meisten Menschen heilen Ringelröteln von selbst aus und erfordern keine spezielle Behandlung. Schwangere sollten jedoch besonders aufmerksam sein, da eine Infektion das ungeborene Kind schädigen kann.

Die typischen Symptome von Ringelröteln sind ein roter Hautausschlag im Gesicht, begleitet von Fieber und grippeähnlichen Beschwerden, ähnlich einer Corona-Infektion. Später kann sich der Ausschlag auf den ganzen Körper ausbreiten. Bei Erwachsenen können zusätzlich Gelenkschmerzen auftreten.

Ein mit Ringelröten infiziertes Kind
Ein typisches Symptom von Ringelröteln ist rötlicher Hautausschlag am ganzen Körper. © Imago Images

Kein Impfstoff gegen Ringelröteln: Behandlung und Prävention

Die Gesundheit von Schwangeren und ihren ungeborenen Kindern steht dabei an erster Stelle. Mit dem Wissen um die Symptome und Risiken von Ringelröteln können werdende Mütter geeignete Schutzmaßnahmen ergreifen und im Falle einer Infektion rechtzeitig ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Gegen Ringelröteln gibt es – anders als bei Röteln – keinen Impfstoff. Zu den einfachsten Methoden zählen laut der Website des Bundesministeriums für Gesundheit gesund.bund.de:

Für die meisten Menschen heilen Ringelröteln von selbst aus und erfordern keine spezielle Behandlung. Schwangere sollten jedoch besonders aufmerksam sein, da eine Infektion das ungeborene Kind schädigen kann. In schweren Fällen kann eine Bluttransfusion erforderlich sein. Daher ist es wichtig, die Symptome frühzeitig zu erkennen und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Es ist ratsam, sich regelmäßig über den aktuellen Gesundheitszustand informieren zu lassen und bei Bedarf Vorsorgeuntersuchungen durchzuführen. Im Jahr 2020 erhielt Deutschland den Status der Elimination der Röteln von der WHO. In den ersten drei Monaten 2024 wurden aber immer wieder Fälle gemeldet. Im März lag die Fallzahl von Ringelröteln bei 240 Erkrankungen. Es ist wichtig, dass auch die Öffentlichkeit über dieses Thema informiert wird, um eine umfassende Aufklärung und Prävention zu gewährleisten. (ls)

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