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Mindestens 15 Tote bei Erdrutsch in Kolumbien - Ursache wohl „menschlicher Eingriff“

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Von: Helena Gries

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In Kolumbien ist es nach starken Regenfällen zu einem Erdrutsch gekommen. Dabei sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende wurden verletzt.

Pereira – Bei einem Erdrutsch sind in einem Armenviertel im Westen Kolumbiens mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen und Dutzende verletzt worden. In der Region hat es zuletzt ungewöhnlich stark geregnet. Infolgedessen war ein Berghang abgebrochen und hatte mehrere Häuser unter sich begraben.

„Wir haben 14 Tote und 34 Verletzte durch diesen Erdrutsch“, sagte der Bürgermeister der Stadt Pereira, Carlos Maya, am Dienstagabend (08.02.2022). Zuvor hatten die Behörden elf Tote und 35 Verletzte vermeldet. Am Mittwoch (09.02.2022) wurde die Zahl der Todesopfer Berichten der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zufolge auf mindestens 15 erhöht. Mindestens fünf weitere Menschen würden in der betroffenen Region im Zentrum des südamerikanischen Landes noch vermisst. Nach Angaben des Bürgermeisterbüros wurden mindestens 39 Menschen bei dem Erdrutsch verletzt.

Nach Erdrutsch in Kolumbien: Örtliche Behörden rufen den Notstand aus

Ersten Erkenntnissen zufolge soll der Erdrutsch auf einen „menschlichen Eingriff“ in einem Kanal im oberen Teil des Berghangs zurückgehen. Am Montag (07.02.2022) fielen Galindo zufolge „93.000“ Millimeter Regen je Quadratmeter - „so viel regnet es in Pereira unter normalen Bedingungen in 20 Tagen“. In Dosquebradas und Pereira wurden mindestens sieben Häuser zerstört. Dutzende Menschen hätten in Sicherheit gebracht werden müssen, darunter zahlreiche Familien mit Kindern. Die örtlichen Behörden riefen in Pereira den Notstand aus, die Rettungsarbeiten dauerten weiter an.

Rettungskräfte suchen in einem Armenviertel im Westen Kolumbiens nach einem Erdrutsch nach Überlebenden.
Rettungskräfte suchen in einem Armenviertel im Westen Kolumbiens nach einem Erdrutsch nach Überlebenden. © Streitkräfte/dpa

Dorfbewohner und Rettungskräfte halfen, die Trümmer zu beseitigen, um nach Leichen oder Überlebenden zu suchen, wie ein afp-Reporter berichtete. Das Militär unterstützte die Rettungs- und Bergungsarbeiten. Die Rettungsteams warnten zudem vor möglichen weiteren Erdrutschen wegen Hochwassers im nahegelegenen Fluss Otún. Dutzende Häuser wurden deshalb evakuiert. In der Region soll es auch in den kommenden Tagen stark regnen. (hg/afp/dpa)

Erst vor wenigen Tagen haben starke Regenfälle für Überschwemmungen in Ecuador gesorgt. Mehr als 20 Menschen starben bei einem Erdrutsch in Quito.

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