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Zwei Passanten machen ein Foto vor den Trümmern eines durch ein Erdbeben eingestürzten Hauses. Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat nach Angaben von Seismologen erneut die kroatische Zentralregion erschüttert
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Zwei Passanten machen ein Foto vor den Trümmern eines durch ein Erdbeben eingestürzten Hauses. Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat nach Angaben von Seismologen erneut die kroatische Zentralregion erschüttert.

6,4 auf der Richterskala

Schwere Erdbeben erschüttern Kroatien – Menschen in Angst

  • vonSebastian Richter
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Mehrere Erdbeben verwüsten Städte in Zentralkroatien. Ein Bürgermeister spricht von einer „Katastrophe“.

  • Eine Erdbebenserie erschüttert Kroatien, Epizentrum ist die Stadt Petrinja in der Nähe von Zagreb.
  • Mindestens sieben Personen starben, zahlreiche Menschen wurden verletzt.
  • Die EU hat Hilfen zugesichert, um Kroatien zu unterstützen.

Petrinja – Immer wieder wird Kroatien von schweren Erdbeben erschüttert, zuletzt am Mittwochmorgen (30.12.2020). Mindestens sieben Personen kamen bisher ums Leben. „Wahrscheinlich“ werde diese Zahl noch weiter steigen, sagte Kroatiens Ministerpräsident Andrej Plenkovic schon am Dienstagabend.

Epizentrum der Beben ist die kroatische Stadt Petrinja, etwa 50 Kilometer von Zagreb entfernt. Die Erschütterungen waren bis nach Österreich und Serbien zu spüren. Gebäude stürzten ein, Ziegel fielen von Häusern, Menschen liefen laut der Nachrichtenagentur AFP in Panik durch die Straßen.

Mindestens sieben Personen kommen bei den Erdbeben in Kroatien ums Leben

Spürhunde durchsuchten die Ruinen, die Bergungsmannschaften konnten mehrere Verschüttete lebend aus den Trümmern ziehen. Für mindestens sieben Menschen kam jede Hilfe zu spät, sie konnten nur noch tot geborgen werden. Darunter ein zwölfjähriges Mädchen, wie kroatische Medien berichten. Die meisten der Toten wurden in einem Dorf nahe Petrinja verschüttet. Nach einer vorläufigen Bilanz der kroatischen Behörden wurden 20 weitere Personen verletzt.

Derweil suchten Einsatzkräfte der Bergrettung in Petrinja und mehr als 80 angrenzenden Dörfern weiter nach möglichen Verschütteten. Die Nacht über sei niemand in den Trümmern entdeckt worden, sagte Bergrettungschef Josip Granic.

Trümmer eines durch das Erdbeben in Kroatien eingestürzten Hauses bedecken Fahrzeuge, die an einer Straße stehen.

Hunderte Wohnhäuser und einige Schulen wurden in Petrinja beschädigt, mehrere Gebäude stürzten ein. Auch ein Kindergarten wurde zerstört. Durch das Beben fiel der Strom aus, auch das städtische Krankenhaus war betroffen. Am Mittwochmorgen waren einige Stadtviertel in Petrinja noch immer von der Stromversorgung abgeschnitten. „Die Stadt ist ein einziges Ruinenfeld“, sagte Bürgermeister Darinko Dumbovic einem Radiosender, „Es ist eine Katastrophe.“

Nach Erdbeben in Kroatien: EU kündigt Hilfen an

Ministerpräsident Plenkovic hat umfangreiche Hilfen für die Stadt angekündigt. So will er Wohncontainer nach Petrinja schicken. „Wir müssen alternative Unterkünfte finden, hier ist es nicht sicher“, sagte er bei einem Besuch in der Stadt. Auch die EU hat Hilfen angekündigt. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat nach Gesprächen mit Plenkovic zugesichert, die EU sei „bereit zur Unterstützung“.

Seit Montag (28.12.2020) bebt immer wieder die Erde in Kroatien, die bisher schwerste Erschütterung am Dienstag wurde mit 6,4 auf der Richterskala angegeben. Kroatische Seismologen rechnen mit weiteren Beben. In Petrinja verbrachten viele Menschen die Nacht zum Mittwoch aus Angst vor weiteren Erdstößen im Freien oder in ihren Autos, berichteten kroatische Medien.

Bereits im März verwüstete ein schweres Beben Zagreb. Unter der Balkanregion schiebt sich die afrikanische Platte unter die Eurasische, was vermutlich die Erdbeben auslöste. (Sebastian Richter)

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