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Im Falle einer Verurteilung droht der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell eine Haftstrafe von mehreren Jahrzehnten.
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Im Falle einer Verurteilung droht der Epstein-Vertrauten Ghislaine Maxwell eine Haftstrafe von mehreren Jahrzehnten.

Sexueller Missbrauch

Prozess gegen Epstein-Vertraute Maxwell: Opfer berichtet von erniedrigenden Kostümen

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Ghislaine Maxwell wird vorgeworfen, junge Mädchen für den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein rekrutiert zu haben. Nun sagte eine zweite Zeugin aus.

New York - Im Prozess gegen die langjährige Geschäftspartnerin von Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat die zweite Hauptzeugin die Angeklagte schwer belastet. Die Frau, die anonymisiert unter dem Decknamen „Kate“ aussagte, beschrieb Maxwell vor Gericht als treibende Kraft ihrer Rekrutierung als Sexualpartnerin für Jeffrey Epstein.

Bei einem Treffen habe sie auf Geheiß Maxwells ein Schulkostüm anziehen sollen, um Epstein Tee zu servieren. Ein anderes Mal habe Maxwell sie zu Epstein bestellt unter dem Vorwand, für einen abgesagten Massagetermin einzuspringen. Auf beide Vorfälle folgte nach der Aussage der Zeugin ein sexueller Akt. Auf die Frage, warum sie trotzdem den Kontakt zu Epstein und Maxwell nicht beendet habe, sagte „Kate“: „Ich wusste, wie vernetzt die beiden waren und hatte Angst vor negativen Folgen”, zitiert das US-Nachrichtenportal The Daily Beast die heute 44-jährige Zeugin.

Anklage von Epstein-Geschäftspartnerin Ghislaine Maxwell: Angebliche Mittlerin

Dem Multimillionär Jeffrey Epstein wurde vorgeworfen, zwischen 1994 und 2004, mehrere Minderjährige sexuell missbraucht und zur sexuellen Ausbeutung an andere einflussreiche Männer vermittelt zu haben. Die mutmaßlichen Verbrechen sollen in Epsteins Anwesen in New York, Florida, Santa Fe und London begangen worden sein. Epstein selbst soll sich im Sommer 2019 in einer Gefängniszelle das Leben genommen haben.

Die Zeugin, die Maxwell als 17-Jährige kennengelernt hatte, war zur Zeit der mutmaßlichen Vorfälle knapp über dem notwendigen Alter zur Einwilligung in sexuelle Handlungen - die deshalb nach Worten der Richterin nicht illegal gewesen seien. Zum Tatzeitpunkt war in Großbritannien einvernehmlicher Sex mit 17 Jahren erlaubt. Zur Veranschaulichung von Maxwells Rolle als angebliche Mittlerin zwischen Minderjährigen und ihrem Vertrauen Epstein ließ sie die Aussage der Zeugin aber trotzdem zu.

Prozess gegen Vertraute von Jeffrey Epstein: Ghislaine Maxwell droht lange Haftstrafe

Das Verteidigungsteam der Angeklagten versuchte vor Gericht, die Glaubwürdigkeit der Zeugin mit Verweis auf ihre langjährige Abhängigkeit von Alkohol, Kokain und Schlaftabletten zu untergraben. Die erste Hauptzeugin mit dem Pseudonym „Jane“ hatte am zweiten Prozesstag Ende November gegen Epsteins Geschäftspartnerin ausgesagt. Manchmal sei die 59-Jährige anwesend gewesen und habe sich aktiv an sexuellen Handlungen beteiligt, als sie von Epstein missbraucht worden sei, erinnerte sich die Zeugin.

Der Prozess gegen Maxwell hatte vor gut einer Woche begonnen und wird schätzungsweise sechs Wochen dauern, die Staatsanwaltschaft stützt sich auf vier Hauptzeuginnen. Maxwell war im Juli 2020 festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Sie weist alle Vorwürfe zurück. Bei einer Verurteilung droht der Tochter des britischen Medienmoguls Robert Maxwell jahrzehntelange Haft. (ska/dpa/AFP)

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