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Änderung beim Kinderbonus und Kindergeld: Eltern erwartet ab Juli eine höhere Auszahlung

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Von: Fee Halberstadt

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Beim Kindergeld und Kinderbonus stehen 2022 einige Änderungen an. Die „Ampel“-Koalition hat einen Einmal-Bonus für Kinder beschlossen.

Frankfurt – Um Bürger:innen in Deutschland angesichts der durch den Ukraine-Konflikt stark gestiegenen Energie- und Spritpreise zu entlasten, hat die Ampel-Koalition am Donnerstag (24.03.2022) ein umfassendes Entlastungspaket beschlossen. Ein besonderes Augenmerk wurde dabei auf Familien gelegt. Sie profitieren von einer Einmalzahlung.

Um Familien zu unterstützen, will die Ampel-Koalition ergänzend zum Kindergeld pro Kind einmalig 100 Euro über die Familienkassen auszahlen. Der Bonus wird wie schon die Zahlungen in den Corona-Pandemiejahren 2020 und 2021 auf den Kinderfreibetrag angerechnet, was bedeutet, dass Spitzenverdiener davon weniger oder gar nicht profitieren. Wer Sozialleistungen bezieht, soll zusätzlich zum bereits zuvor beschlossenen 100-Euro-Zuschuss eine weitere Einmalzahlung von 100 Euro bekommen. Ab Januar müssten dann die Regelbedarfe angesichts der Preissteigerungen angemessen erhöht werden. Verbraucherschützer kritisierten, ausgerechnet für die Menschen, die finanziell ohnehin nur schwer über die Runden kämen, reichten die Hilfen nicht aus.

Im Jahr 2020 und 2021 wurde ein Corona-Kinderbonus ausgezahlt. (Symbolbild)
Im Jahr 2020 und 2021 wurde ein Corona-Kinderbonus ausgezahlt. (Symbolbild) © Marcel Kusch/dpa

Kindergeld und Kinderbonus: Was sich 2022 in Deutschland ändert

Grundsätzlich haben alle Eltern in Deutschland haben Anrecht auf monatliche Zahlungen. Das sogenannte Kindergeld soll Erziehungsberechtigte unterstützen, die Kosten für Kleidung, Essen und ein Zuhause für ihre Kinder zu decken. Dabei ist es egal, ob das Kind das eigene ist. Auch Adoptiv- oder manchmal Pflegekinder erhalten diese Zahlung.

Anfang 2021 wurde das Kindergeld angehoben: Monatlich bekommen Eltern nun ganze 15 Euro pro Kind mehr. Das erste und zweite Kind bekommen seitdem 219 Euro. Wie die Webseite Kindergeld.org zeigt, gibt es für das dritte Kind hingegen 225 Euro und ab vier Kindern gibt es für jedes weitere 250 Euro. Anrecht auf Kindergeld hat man, wenn...

Gibt es 2022 erneut einen Corona-Kinderbonus? Zusätzliche Unterstützung für Eltern in der Pandemie

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde im Jahr 2020 eine zusätzliche Zahlung für Erziehungsberechtigte durchgesetzt, um diese zu unterstützen. So erhielten sie für jedes Kind einmalig 300 Euro Kinderbonus. Auch 2021 wurde solch eine unterstützende Zahlung genehmigt. Allerdings betrug sie nur noch 150 Euro pro Kind – und 2022 sieht es noch einmal anders aus.

Laut inFranken.de sieht das dieses Jahr nicht danach aus, dass es eine weitere Unterstützungszahlung in Form eines Corona-Bonus gibt. Stattdessen gibt es jedoch den Einmalbonus im Rahmen des Entlastungspaketes der Ampel-Regierung.

Was sich 2022 zudem geändert hat, ist die Höhe des Kinderzuschlags. Hierbei handelt es sich um eine finanzielle Unterstützung für Geringverdiener. Während dieser in 2021 noch bei 205 Euro lag, ist er nun leicht angestiegen, auf 209 Euro monatlich pro Kind. Der Grund ist eine Entlastung der Erziehungsberechtigten, wie inFranken.de berichtet.

Kinderbonus 2022: Koalitionsvertrag sieht Erhöhung des Kindergeldes vor

Eine generelle Erhöhung des Kindergeldes ist 2022 nicht geplant. Die Ampelkoalition möchte dagegen die Unterstützung von Kindern neu organisieren und eine Kindergrundsicherung einführen. Diese ist Teil des Vertrags der Ampelkoalition. SPD, Bündnis 90/ Die Grünen und auch die FDP sprechen sich alle für eine Änderung und Erhöhung der finanziellen Unterstützung von Kindern aus. „Wir wollen mit der Kindergrundsicherung bessere Chancen für Kinder und Jugendliche schaffen und konzentrieren uns auf die, die am meisten Unterstützung brauchen“, so steht es im Koalitionsvertrag.

Kindergeld und Kinderfreibetrag: Das ändert sich 2022

Generell sollen sich diese Zusatzgelder in einen Grundbetrag und einem gestaffelten Betrag teilen. Ersteres wäre nicht vom Einkommen der Erziehungsberechtigten abhängig. Zweites jedoch schon. Hier würde es eine Staffelung geben und je nach Verdienst eingestuft.

Bisher ist diese Änderung jedoch noch nicht in Sicht. Deswegen wird es im Jahr 2022 erstmal noch bei dem alten Kindergeld bleiben. Ebenso ist es mit dem Kinderfreibetrag, der alternativ zum Kindergeld wirkt. Bei ersterem handelt es sich um eine festgelegte monatliche Zahlung. Alternativ gibt es für Eltern den Kinderfreibetrag. Ob das Kindergeld oder der Freibetrag für Familien günstiger ist, wird im Zuge der Steuererklärung ermittelt und automatisch verrechnet. (fh)

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