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Rezeptpflicht, Energiepreispauschale, Corona-Regeln: Diese Änderungen kommen im September

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Von: Yannick Hanke

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Im September 2022 ändert sich wieder einiges für die Menschen in Deutschland. Die Corona-Schutzverordnung läuft aus, der 300-Euro-Bonus wird ausgezahlt. Und sonst?

Frankfurt – Was wäre das Leben nur ohne Änderungen und Veränderungen? Richtig, deutlich zu einfach. So verhält es sich auch im September 2022, der für die Menschen in Deutschland mit einigen Änderungen aufwartet. Beispielsweise wird nach langem Warten der 300-Euro-Bonus ausgezahlt. Oder aber die Corona-Schutzverordnung läuft aus. Kreiszeitung.de zeigt im großen Überblick auf, was sich alles konkret im September 2022 eingestellt werden muss.

Änderungen im September 2022: Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro wird an Arbeitnehmer ausgezahlt

Das lange Warten auf den 300-Euro-Bonus hat im September 2022 ein Ende. Dann wird nämlich die Energiepreispauschale in Höhe von 300 Euro ausgezahlt, auf den Beschäftigte einen Anspruch haben, die Einkommenssteuer zahlen. Von der Auszahlung der Energiepreispauschale profitieren sowohl Vollzeit-Angestellte als auch Auszubildende sowie nur geringfügig Beschäftigte.

Sie bekommen die Energiepauschale im September 2022 nämlich automatisch mit ihrem Gehalt ausgezahlt. Doch Obacht: Der 300-Euro-Bonus ist steuerpflichtig. Eins zu eins wird die Summe also nicht auf dem Konto ankommen. Zudem gilt der 1. September nicht als Stichtag für die Anspruchsvoraussetzung. Menschen, die zu diesem Zeitpunkt nicht mehr einkommensteuerpflichtig beschäftigt sind, können dennoch Anspruch auf das Geld haben. Hierfür muss jedoch irgendwann im Jahr 2022 einer Beschäftigung nachgegangen worden sein.

Änderungen im September 2022: Corona-Infektionsschutzgesetz läuft im September 2022 aus – was folgt danach

Neu im September ist auch, dass am Freitag, 23. September 2022, dass das Corona-Infektionsschutzgesetz ausläuft. Die geltenden Bestimmungen zur Corona-Pandemie fallen somit weg. Doch im Grunde nur auf dem Papier, schließlich haben Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) bereits neue Pandemie-Regeln für den Corona-Herbst in Deutschland skizziert.

Energiepreispauschale
280115563.jpg © Hauke-Christian Dittrich / dpa

Von Anfang Oktober 2022 bis zum 7. April 2023 soll das neue Corona-Schutzgesetz Bestand haben. Zuvor muss es jedoch noch vom Bundestag in der ersten Septemberwoche 2022 beschlossen werden. Vorgesehen ist, dass Schutzmasken sowie Corona-Tests stärker in den Alltag zurückgebracht werden sollen. Die Länder sollen selbst darüber entscheiden, ob es eine Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), in öffentlich zugänglichen Innenräumen, in Restaurants und bei Sportveranstaltungen geben soll.

Änderungen im September 2022: Corona-Einreiseverordnung tritt pünktlich außer Kraft

Zu den Änderungen September 2022 gehört auch die Corona-Einreiseverordnung, die de facto schon zum 31. August 2022 aus. Doch sollen für die Urlaubsrückkehrer nach Deutschland geltenden Regelungen für den September 2022 und auch darüber hinaus verlängert werden. Erst am Mittwoch, 17. August, hatte das zuständige Gesundheitsministerium mitgeteilt, dass bereits an einer Verlängerung der entsprechenden Verordnung gearbeitet werde.

Vor der Sommerferienzeit, die in Niedersachsen zu einem Camping-Boom führte, waren die pandemiebezogenen Einreise-Bestimmungen in Deutschland gelockert worden. So müssen Urlaubsrückkehrer nach Deutschland ab zwölf Jahren nun keine 3G-Nachweise mehr vorlegen. Einschränkungen greifen hingegen für Einreisende aus Gebieten, in denen sich neue Varianten des Coronavirus ausbreiten. Für sie gilt eine vierzehntägige Quarantäne-Pflicht.

Änderungen: Neues Gesetz ab September 2022 – E-Rezept wird zur Pflicht

Auch das hält der September 2022 als neues Gesetz bereit: Medikamentenpläne und Arzneimittel-Rezepte sollen künftig digital übertragen werden. Das Einreichen eines Papierrezeptes soll auf diesem Wege überflüssig werden. Im Zuge der Umstellung auf das E-Rezept sind Apotheken ab dem 1. September bundesweit dazu verpflichtet, ein solches E-Rezept auch anzunehmen. Dieses kann auf drei Arten eingelöst werden:

Spätestens zum 1. September sollen die Apotheken dann über technische Ausrüstung verfügen, um das E-Rezept lesen zu können. Eine flächendeckende Ausstellungs-Pflicht der E-Rezepte für Arztpraxen gilt aber noch nicht. Hier gibt es ein regionales Stufenmodell. Schleswig-Holstein und die Region Westfalen-Lippe sind in dieser Hinsicht die Vorreiter – hier wird das E-Rezept auch in Arztpraxen schon zum 1. September eingeführt. Bundesweit soll die Umstellung zum Jahreswechsel erfolgen.

Neu im September: Pflegekräfte erhalten mehr Geld

Zu einer Erhöhung der Gehälter in der Pflege kommt es am 1. September 2022. Dies sieht das Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG), auch Tariftreuegesetz genannt, vor. Demnach dürfen nur noch Pflegeeinrichtungen zur Versorgung zugelassen werden, die ihren Pflege- und Betreuungskräften mindestens den erhöhten Tariflohn zahlen oder sich an einem entsprechenden Tarifvertrag orientieren. 

Klar, für viele Beschäftigte in der Pflege bedeutet das ab September 2022 mehr Geld als zuvor. Doch gibt es auch einen negativen Aspekt: Denn für Bewohner in Pflegeheimen und ihre Angehörigen werden dadurch höchstwahrscheinlich die monatlichen Kosten steigen.

Was sich sonst noch im September 2022 ändert: Amazon Prime erhöht Preise, Coca-Cola wird teurer

Ab September 2022 erhöht Amazon die Preise für seinen Dienst. Statt 7,99 Euro kostet ein Standard-Abo im Monat fortan 8,99 Euro. Der Jahrespreis steigt von 69,00 auf 89,90 Euro. Stichtag für diese Änderungen ist der 15. September. Eine weitere Preiserhöhung im September 2022 kommt auch auf Liebhaber von Coca-Cola zu. Die gesamte Produktpalette wird zum Ersten des Monats teurer gemacht.

Doch nicht nur für die Flasche oder Dose Cola ist dann mehr als zuvor zu bezahlen, sondern auch für Fanta oder Sprite. Ansonsten erhält das iPhone in der App „Apple Health“ ein neues Feature, wodurch es möglich wird, Medikamente zu erfassen und einen Medikamentenplan für die Einnahme zu erstellen. Das Update iOS 16 macht dies möglich. (Yannik Hanke)

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