Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Tesla-Gründer

Elon Musk beleidigt Senator wegen Forderung nach Vermögenssteuer

  • VonMirko Schmid
    schließen

Elon Musk bekommt im Anschluss an seine Milliarden-Abstimmung auf Twitter nicht nur Lob. Auf eine Forderung eines Senators reagiert Musk vulgär.

Palo Alto - Das Twitter-Milliardenspiel um Elon Musk geht in die nächste Runde. Musk wird vorgeworfen, vulgär auf einen Senator reagiert zu haben, der zuvor gefordert hatte, eine Einkommensteuer für Milliardäre einzuführen. Bei dem Politiker handelt es sich um den Demokraten Ron Wyden, der den Finanzausschusses des Senats als Vorsitzender leitet.

Wyden reagierte mit seinem Tweet auf eine jüngst durch Elon Musk durchgeführte Twitter-Umfrage. Musk fragte seine Follower (und ganz Twitter gleich mit), ob er zehn Prozent seiner Tesla-Aktien verkaufen soll. Da Aktiengewinne in den USA nicht besteuert werden, zahlt Musk nach eigenen Angaben keine nennenswerten Steuern, da er, ebenfalls nach eigenen Angaben, keinerlei Boni oder Lohneinkünfte einstreicht. 3.519.252 Accounts nahmen an der Abstimmung teil, eine Mehrheit von 57,9 zu 42,1 Prozent sprach sich für Musks Idee aus.

Der Verkauf von zehn Prozent seiner Tesla-Aktien würde Elon Musk aktuell einen Erlös von rund 21 Milliarden US-Dollar einbringen, die dann zu versteuern wären. Zuvor hatte er bereits auf eine Aufforderung des Chefs der Welthungerhilfe (WFP), David Beasley, reagiert, der mehr finanzielles Engagement der Reichsten gegen den Hunger auf der Welt eingefordert. Konkret nannte Beasley die Zahl von 6 Milliarden US-Dollar, die es brauchte, um geopolitischer Instabilität vorzubeugen, Massenmigration zu verhindern und 42 Millionen Menschen, die am Rande des Verhungerns stehen, zu retten.

Elon Musk hat wieder einmal auf Twitter für Aufruhr gesorgt.

Elon Musk: US-Senator fordert nach Milliarden-Abstimmung auf Twitter Vermögenssteuer

Elon Musk hatte sich daraufhin bereit erklärt, den geforderten Betrag aufzubringen und stellte zwei Forderungen: Eine transparente Buchführung darüber, wofür das Geld eingesetzt werde und eine transparente Einsicht für die Öffentlichkeit. WTF-Chef David Beasley lud Musk daraufhin zu einem persönlichen Gespräch ein. Nun wird darüber spekuliert, ob die plötzliche Bereitschaft Musks, einen bedeutenden Teil seiner Tesla-Aktien zu Geld zu machen, mit der zuvor signalisierten Bereitschaft, den Welthunger zurückdrängen zu wollen, in Verbindung steht.

Ungeachtet dieser Tatsache schrieb Senator Wyden auf Twitter: „Ob der reichste Mann der Welt überhaupt Steuern zahlt oder nicht, sollte nicht von den Ergebnissen einer Twitter-Umfrage abhängen.“ Die Diskussion über den Verkauf und die Umfrage selbst bezeichnete er als Beweis dafür, dass sein Steuergesetz zur Einführung einer Vermögenssteuer, das er gemeinsam mit Senatorin Elizabeth Warren vorantreibt, dringend brauche.

Elon Musk verspricht, Tesla-Aktien zu verkaufen und beleidigt US-Senator, der Vermögenssteuer will

Elon Musk antwortete darauf gereizt und fragte Wyden auf Twitter, warum der auf seinem Profilbild so aussähe, als sei er „gerade gekommen“. Die sexuelle Anspielung wird weithin als vulgärer Angriff des Milliardärs auf den Politiker wahrgenommen. Generell sorgen Musks Tweets immer wieder für Aufruhr. Innerhalb kürzester Zeit reichten zwei öffentliche Kurznachrichten von Elon Musk, um den Kurs der Kryptowährung Bitcoin erst einbrechen und dann wieder in die Höhe schnellen zu lassen.

Die US-Börsenaufsichtsbehörde Securities and Exchange Commission hat mehrere seiner Tweets beanstandet, worauf hin es zu einem Vergleich kam. Dieser besagt, dass Musks vor der Veröffentlichung seiner Tweets das Einverständnis der Firmenanwälte des Milliarden-Unternehmens Tesla einholen muss. Ob er es im Fall Wyden getan hat, ist bislang nicht bekannt. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © John Raoux/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare