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Elon Musk legt Twitter-Kauf vorerst auf Eis – würde einem günstigeren Deal aber zustimmen

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Von: Isabel Wetzel, Alina Schröder

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Sorge um Fake-Accounts und eine Aktie auf Talfahrt. Elon Musk sorgt sich vor der Twitter-Übernahme – würde sie zu einem billigeren Preis aber durchziehen.

Update vom Dienstag, 17. Mai, 12.45 Uhr: Elon Musk hat im Ringen um seine Übernahme des Kurznachrichtendienstes Twitter ein günstigeres Angebot ins Spiel gebracht. Der Tech-Milliardär beißt sich bei seinem angekündigten Twitter-Kauf derzeit an dem Vorwurf fest, dass der Online-Dienst zu niedrige Zahlen von Fake-Accounts angebe. Deshalb hat Musk die Verhandlungen vorerst auf Eis gelegt und sein Angebot von rund 44 Milliarden Dollar für die Plattform zurückgezogen – die Übernahme droht zu platzen.

Der Deal könne nicht weitergehen, bis Twitter-Chef Parag Agrawal beweise, dass die Fake-Profile auf Twitter tatsächlich weniger als fünf Prozent der Nutzer-Basis ausmachten, schrieb Musk am Dienstag (17. Mai) auf Twitter. Sein Ursprüngliches Kaufangebot habe er im Glauben an die Richtigkeit der offiziellen Angaben von Twitter gemacht. Ein Deal zu einem niedrigeren Gebot sei allerdings „nicht außer Frage“, wie Musk in einem Video-Interview bei einer Konferenz am Montag (16. Mai) betonte. „Je mehr Fragen ich stelle, desto größer werden meine Sorgen“, erklärte er. Der Tesla-Chef geht davon aus, dass Fake-Profile mindestens ein Fünftel aller Twitter-Accounts ausmachten – nannte aber keine Basis dafür.

Der Twitter-Deal von Elon Musk liegt aktuell auf Eis. Jetzt unterbreitet der Tesla-Chef ein neues Angebot.
Der Twitter-Deal von Elon Musk liegt aktuell auf Eis. Jetzt unterbreitet der Tesla-Chef ein neues Angebot. (Archivfoto) © Patrick Pleul/dpa

Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla rückt schon seit Freitag (13. Mai) die angeblichen falschen Angaben zu Fake- und Spam-Accounts in den Vordergrund – und schickte die Twitter-Aktie damit selbst auf Talfahrt. In den vorbörslichen US-Handel am Dienstag startete die Aktie bei nur 36,35 Dollar. Das ist weit entfernt von den 54,20 Dollar je Aktie, die Musk den Aktionär:innen in Aussicht gestellt hatte. Unklar ist, ob inkorrekte Angaben zur Zahl der Fake-Accounts wirklich als eine so gravierende Falschinformationen über das Twitter-Geschäft durchgehen, dass Musk die Konditionen des Deals ändern oder die Übernahme abblasen kann.

Elon Musk legt Twitter-Kauf vorübergehend auf Eis

Erstmeldung vom Freitag, 13. Mai: Austin – Tech-Milliardär Elon Musk hat seinen Deal zum Kauf von Twitter am Freitag für vorläufig ausgesetzt erklärt. Er wolle erst Berechnungen abwarten, dass Accounts, hinter denen keine echten Nutzer stecken, tatsächlich weniger als fünf Prozent ausmachten, schrieb Musk bei Twitter. Der Online-Dienst hatte diese Schätzung Anfang der Woche veröffentlicht. Musk hatte zuvor erklärt, er wolle Accounts, die etwa zum Versenden von Spam-Nachrichten eingesetzt werden, von der Plattform verbannen.

Die Twitter-Aktie fiel nach Musks Tweet im vorbörslichen Handel rasch um fast ein Viertel und notierte bei etwa 34,50 Dollar. Das ist weit entfernt von den 54,20 Dollar je Aktie, die Musk den Aktionären in Aussicht gestellt hatte. Schon am Donnerstag (12. Mai) war das Papier mit 45,08 Dollar aus dem Handel gegangen – ein Zeichen der Skepsis von Investoren, dass Musk den Deal tatsächlich durchzieht.

Der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla hatte sich mit dem Twitter-Verwaltungsrat auf einen rund 44 Milliarden Dollar schweren Deal geeinigt. Er ist aber noch darauf angewiesen, dass ihm genug Aktionäre ihre Anteile abtreten wollen. Twitter und Musk wollten die Übernahme eigentlich bis zum Jahresende abschließen. Er kaufte in den vergangenen Monaten bereits einen Anteil von gut neun Prozent an Twitter an der Börse. (as/iwe/dpa)

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