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Tesla-CEO und SpaceX-Gründer

Elon Musk: Multimilliardär, Seriengründer – Visionär?

  • Paul Siethoff
    vonPaul Siethoff
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Visionäres Genie oder egozentrischer Machtmensch? Elon Musk ist als Unternehmer extrem erfolgreich. Aber wer ist der SpaceX-Gründer und Tesla-Chef wirklich?

  • Elon Musk ist wegen seiner Aktienanteile an Tesla der reichste Mensch der Welt.
  • Als Vorstandschef des Konzerns Tesla gilt Musk als einer der erfolgreichsten Pioniere auf dem Gebiet der Elektromobilität.
  • Musks zweites Mega-Projekt ist das Raumfahrtunternehmen SpaceX ­­– mit dem der Seriengründer langfristig den ersten bemannten Flug zum Mars möglich machen will.

Elon Musk stammt aus der Hauptstadt Südafrikas, Pretoria. 1971 geboren, wuchs der spätere Multimilliardär als Sohn des Maschinenbauingenieurs Errol Musk und des Models Maye Musk, die auch als Autorin und Ernährungsberaterin tätig war, auf. Die Familie war wohlhabend, Musks Vater soll die Hälfte einer Smaragdmine in Sambia gehört haben, auch wenn der Tesla-Gründer dies 2019 in einem Tweet bestritt.

Elon Musk: Schon als kleiner Junge ein erfolgreicher Unternehmer

Klar ist, dass Elon Musk schon früh ein unternehmerisches Händchen besaß: Bereits als Zwölfjähriger programmierte er das Videospiel Blastar, das er schließlich für 500 US-Dollar an eine Computerzeitschrift verkaufte. Musk zog es früh weg aus Südafrika, mit 17 Jahren wanderte er gemeinsam mit seinem Bruder Kimbal nach Kanada aus und zog dann in die USA. Dort studierte er erst an der University of Pennsylvania Volkswirtschaftslehre und Physik, um anschließend in Kalifornien ein PhD-Programm in Physik zu beginnen. Die Promotion währte nicht lange: Nach nur zwei Tagen brach Musk sein Studium ab.

Name Elon Musk
Geburtsort Pretoria, Südafrika
Nationalitäten/StaatsbürgerschaftenSüdafrikanisch, Kanadisch, US-Amerikanisch
Geburtsdatum 28. Juni 1971
Beruf Unternehmer, Gründer von SpaceX, CEO von Tesla
LebenspartnerinGrimes (Sängerin)

Durch den Verkauf mehrerer Unternehmen wird Elon Musk zum Multimillionär

Wenig später, 1995, gründete der noch junge Unternehmer gemeinsam mit seinem Bruder in der Kleinstadt Palo Alto im Silicon Valley sein erstes Start-up: Global Link, später bekannt als Zip2, war eines der ersten Online-Verzeichnisse für Unternehmen, das eine integrierte Kartenfunktion hatte – also eine Art Vorreiter von Google Maps. 1999 verkauften die Musk-Brüder ihre Firma an den Computerhersteller Compaq. Der Preis: 307 Millionen US-Dollar. Die 22 Millionen Dollar aus dem Verkauf, die Musk erhielt, machten den Unternehmer schon im Alter von 27 Jahren zum Multimillionär. 

Elon Musk, 49, hat SpaceX mitgegründet, leitet den Elektrofahrzeugkonzern Tesla und ist aktuell der reichste Mensch der Welt.

Elon Musks Erfolgsgeschichte: X.com, Paypal, SpaceX

Noch im selben Jahr gründet Elon Musk den Online-Zahlungsdienstleister X.com. Kurze Zeit schloss sich X.com mit einem anderen Unternehmen zusammen, aus dieser Fusion entstand Paypal. Paypal wiederum wurde schließlich an Ebay verkauft, wodurch Musk - größter Anteilseigner - sein Vermögen um 165 Millionen US-Dollar vergrößerte.

Im Juni 2002 gründete Musk eines der beiden Unternehmen, die ihm weltweite Bekanntheit eingebracht haben: Space Exploration Technologies, heute bekannt als SpaceX. Musk, selbst von Raumfahrt begeistert, gründete das Unternehmen mit dem Gedanken, ein besonders ambitioniertes Raketenprojekt zu entwickeln: Das Ziel des Seriengründers ist es, mithilfe des sogenannten Starship-Projekts, die erste bemannte Marsmission durchzuführen und später sogar den Mars zu besiedeln. Obwohl die Pläne von Musk fast größenwahnsinnig daherkamen, ist SpaceX heute tatsächlich eines der wichtigsten Raumfahrtunternehmen der Welt. 

Elon Musk und SpaceX: Ein Meilenstein folgt auf den anderen

Besonders seit der Entscheidung der Nasa im Jahr 2008, SpaceX unter Vertrag zu nehmen, stößt der Konzern international auf Anerkennung. Der Vertrag verpflichtete SpaceX, Versorgungstransporte zur Internationalen Raumstation ISS zu übernehmen. Zehn-Jahre später gelang Musk mit solch einem Cargo-Flug ein PR-Coup, der weltweit durch die Medien ging: Im Februar 2018 brach die Schwerlastrakete Falcon Heavy von SpaceX zu ihrem ersten Flug auf. Unter anderem an Bord: Ein Tesla Roadster, der bei Ankunft der Rakete im All freigesetzt wurde.

Mit SpaceX erreichte Elon Musk Ende 2020 einen noch wichtigeren Meilenstein: Im November transportierte die Raumkapsel Crew Dragon erfolgreich zwei Astronauten zur ISS. Es war das erste Mal, dass ein privates Raumfahrtunternehmen Astronauten zu der Raumstation beförderten und das erste Mal seit 2011, dass Astronauten wieder von amerikanischem Boden aus ins All starteten – für Musk und seine Wahlheimat USA eine wichtige Errungenschaft.

CEO von Tesla, Förderer von Hyperloop und OpenAI

Wahrscheinlich noch bekannter ist Elon Musk heute als CEO von Tesla – obwohl er strenggenommen gar nicht zu den Gründern des Unternehmens gehört. Musk stieg 2003 als Investor bei dem Elektroauto-Pionier ein, ein Jahr nach der Gründung des Unternehmens. Der Unternehmer wurde später Aufsichtsratsvorsitzender des Unternehmens, heute ist er der Vorstandschef des Konzerns. Tesla hat sich innerhalb weniger Jahre zum prägendsten Elektrofahrzeug-Unternehmen der Welt entwickelt und besitzt einen Börsenwert von rund 810 Milliarden US-Dollar (rund 674 Mrd. Euro; Stand 03.02.2021), was nicht nur Tesla zur fünftwertvollsten Aktiengesellschaft der USA, sondern auch Elon Musk zum reichsten Mensch der Welt macht: Der Unternehmer besitzt 21 Prozent der Tesla-Aktien und kommt damit aktuell laut der Wirtschaftsplattform Forbes auf ein Vermögen von 156,42 Milliarden Euro.

Musks erster großer Erfolg mit Tesla bestand in dem Modell Roadster, dem weltweit ersten elektrische Serienfahrzeug mit einem Batteriesystem aus Lithium-Ionen-Zellen. Heute produziert Tesla nicht nur die Modellen S, X und 3, sondern ist auch Hersteller von Energiespeichersystemen für private Haushalte. In Deutschland ist der Konzern ins Gespräch gekommen, nachdem Musk angekündigt hatte, östlich von Berlin in Brandenburg eine Batterienfabrik, genannt Gigafactory, zu bauen. Erwähnenswert ist außerdem, dass Musk großer Fan und Förderer der Technologie Hyperloop ist. Diese will Transporte von Waren und Personen in sehr hoher Geschwindigkeit ermöglichen. Er unterstützt außerdem das Projekt OpenAI, eine der weltweit führenden Organisationen im Bereich Künstliche Intelligenz.

Elon Musks Familienleben: Bisher zwei Ehen, sieben Kinder und drei Scheidungen

Auch das Privatleben von Elon Musk ist nicht gerade ereignislos: Der Seriengründer und Entrepreneur hat insgesamt sieben Kinder, davon fünf aus seiner ersten Ehe mit Justine Musk (geborene Wilson). 2010 heiratete Musk die Schauspielerin Talulah Riley. Von Riley ließ er sich 2012 scheiden - um sie dann 2013 noch einmal zu heiraten. So ging es munter weiter: 2014 ließ sich das Paar wieder scheiden, die Trennung wurde jedoch Mitte 2015 annulliert. Heute ist die Lebensgefährtin von Musk die 32-jährige aus Kanada stammende Sängerin Grimes. Mit ihr hat er einen gemeinsamen Sohn, dem Musk und Grimes den Namen „X Æ A-Xii“ gaben und damit weltweit eine öffentliche Debatte auslösten. (Paul Siethoff)

Rubriklistenbild: © Britta Pedersen/dpa

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