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Tesla-Gründer

Elon Musk wird 50: Der Kult um den Exzentriker erreicht ungeahnte Höhen

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Tech-Milliardär Elon Musk wird 50. Kaum jemand prägt heute so viele Wirtschaftsbereiche wie der Exzentriker aus Südafrika.

Palo Alto – An wohl kaum einem Unternehmer scheiden sich so die Geister wie bei Elon Musk. Manche sehen ihn in einer Reihe mit Unternehmerlegenden wie Steve Jobs, Henry Ford und Thomas Edison. Andere halten ihn für einen Hochstapler und geschickten Börsenmanipulator. Dennoch: Kurz vor seinem 50. Geburtstag am 28.06.2021 könnte es kaum besser laufen für den schillernden Tech-Multimilliardär: Er hat mehr Geld, mehr Erfolg und mehr Einfluss als jemals zuvor. Dies berichtet die dpa.

Dabei hat er klein angefangen. Geboren in Südafrika, wanderte er als Jugendlicher nach Kanada aus. Vier Jahre später ging es in die USA, dort studierte Musk Physik und Wirtschaft an der University of Pennsylvania. Als Mitgründer des Bezahldienstes Paypal machte er später mit eBay ein Vermögen, bevor er mit Tesla sein „Baby“ schuf.

Tesla-Chef Elon Musk beim Besuch der Fabrik-Baustelle in Grünheide/Brandenburg.

Viel Zeit zum Verschnaufen bleibt Musk jedoch derzeit nicht, denn er hat gleichzeitig so viele Projekte am Laufen, dass es ein Wunder ist, das er selbst noch durchblickt. Mit Tesla ist er weltweit am Expandieren, in Brandenburg baut er gerade sein erstes Firmenwerk in Europa. Noch vor einigen Jahren am Rande der Pleite wird Tesla heute an den Börsen als wertvollster Autobauer gehandelt. Mit SpaceX hat er einen lukrativen Vertrag der NASA an Land gezogen, auch hier könnte es wohl kaum besser laufen.

Kult um Elon Musk: Ein Tweet lässt die Börsenkurse tanzen

Doch der eigentliche Superstar ist Musk selbst. Trotz seiner Eskapaden und Unberechenbarkeit hat der Kult um den exzentrischen Milliardär ungekannte Höhen erreicht. Er selbst ist zu einem der wichtigsten Taktgeber der Finanzmärkte entwickelt. Das passende Ego dazu hat er schließlich. Der „Technoking“, laut dpa seit März 2021 sein offizieller Titel bei Tesla, macht, was er will. Erst vor kurzem mischte er die Krypto-Szene auf und durch seine Tweets schickt er Börsenkurse auf Talfahrt oder in die Stratosphäre. Dies gefällt jedoch nicht jedem. Im März verklagte etwa ein Tesla-Investor Musk wegen seiner „erratischen“ Tweets, die hohe Risiken für das Unternehmen mit sich brächten. Auch die Bitcoin-Fans waren alles andere als begeistert, als Musk den Kurs wegen „Bedenken bezüglich des hohen Stromverbrauchs“ gen Talfahrt schickte. Die US-Börsenaufsicht SEC sanktionierte den Starunternehmer mehrfach wegen „manipulativen Tweets“. Beeindruckt hat dies Musk jedoch bisher nicht.

Dennoch: Auch Elon Musk kennt Grenzen, wie er vor drei Jahren der New York Times in einem Interview sagte. Selbst als er 2001 mit Malaria im Bett lag, habe er sich nur eine Woche freigenommen. Sein Arbeitspensum liege bei 120 Stunden pro Woche. „Es gab Zeiten, in denen ich die Fabrik für drei oder vier Tage nicht verlassen habe“, sagte Musk. Schlafen könne er nur dank eines Schlafmittels.

Zweitreichster Mann der Erde und Visionär: Elon Musk wird 50

Doch der Erfolg stellte sich ein und Musk gehört heute zu den reichsten Personen dieser Erde. „Forbes“ schätz sein Vermögen auf gut 154,7 Milliarden US-Dollar. Nur Amazon-Boss Jeff Bezos ist reicher. 21 Prozent der Aktien von Tesla gehören Musk, damit hat er als größter Anteilseigner riesigen Einfluss im Unternehmen. Viel macht Elon Musk mit seinem Geld jedoch nicht. Im Mai 2020 twitterte er, dass er sich von fast all seinem physischen Besitz trennen wolle. US-Medien berichteten vor kurzem, dass er beabsichtige nun auch die letzte seiner Immobilien zu verkaufen. Kein Wunder: Musk ist laut dpa als Workaholic bekannt, der häufig im Schlafsack in seinem Büro schläft. Dies könnte aber alles auch nur Inszenierung sein. Denn wie das Investigativ-Portal „ProPublica“ jüngst leakte, steht Musk seinen Milliardärskollegen in nichts nach, wenn es darum geht mit Tricks die Abgabe von Steuern kreativ zu vermeiden.

Seine unternehmerischen Verdienste sind jedoch unbestritten. Er hat die E-Mobilität massentauglich gemacht, mittlerweile ziehen viele andere Unternehmen nach. Mit SpaceX will er seinen Traum von einer bemannten Mars-Mission bald verwirklichen. Abseits davon überzeugten seine Projekte jedoch weniger: Die Boring Company sollte beispielsweise Verkehrschaos beseitigen, macht aber bisher eher mit cleverem Merchandising von sich reden. Doch allein mit Fan-Artikeln macht Musk ein Vermögen. Spätestens nach seinem Verkauf von Flammenwerfern gilt er als Marketing Genie.

Elon Musk: Ohne Ego und Eklats geht es nicht

Auch hier zeigt sich immer wieder sein Ego. Denn Musk ohne Eklats, das geht einfach nicht, so die dpa. Während der Hochphase der Pandemie in den USA spielte er etwa die Gefahr durch das Virus herunter und bezeichnete Ausgehbeschränkungen in Kalifornien als „faschistisch“. Auch Medienvertreter und Börsenanalysten, die Musk nicht passen, merken dies schnell, wenn er es mit „langweilig“ oder „nicht cool“ ablehnt, ihre Fragen zu beantworten.

Privat fällt Elon Musk mit Affären mit Hollywood-Stars auf sowie durch seine Beziehung zur kanadischen Sängerin Grimes. Seit 2018 verheiratet, verpassten die beiden ihrem Sohn den ungewöhnlichen Namen X Æ A-Xii. Musk hat außerdem fünf Söhne mit seiner Ex-Frau, der kanadischen Autorin Justine Wilson. Ob ihm allerdings viel Zeit für eine Geburtstagsfeier bleibt, ist eher unwahrscheinlich. Schließlich tut Musk nichts so gerne, wie zu arbeiten. (als/dpa)

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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