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Tesla-Chef

Elon Musk: „Clubhouse“-Debüt - Milliardär spricht über Corona und Computerchips im Gehirn

  • Melanie Gottschalk
    vonMelanie Gottschalk
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Elon Musk spricht mehr als eine Stunde lang über eine breite Themenspanne - vom Corona-Impfstoff bis zu einem Computerchip im Gehirn eines Affen.

  • Elon Musk ist erstmals in der Konversations-App „Clubhouse“ aufgetreten.
  • Das Debüt des Tesla-Chefs war wild, die Themenspanne breit.
  • Aufgrund der hohen Nachfrage konnten nicht alle User live dabei sein – die App kam an ihre Grenzen.

Silicon Valley - Tesla-Gründer und -Chef Elon Musk hat erstmals in der neuen Konversations-App „Clubhouse“ gesprochen. Sein Debüt war wild, die Themenspanne breit. Von einem Chip, der in das Gehirn eines Affen implantiert wurde und jetzt Videospiele spielen kann, bis hin zu seiner Liebe für Memes war alles dabei. Viele User mussten aufgrund der hohen Nachfrage jedoch draußen bleiben und konnten den Milliardär nicht sprechen hören.

Nicht alle können Elon Musk bei „Clubhouse“ sprechen hören

Viele User, die versuchten, in die „Clubhouse“-App – die von der Firma Andreessen Horowitz entwickelt wurde – zu gelangen, endeten auf Youtube-Streams, wie Aljazeera berichtet. Von dort aus konnten sie das mehr als einstündige Gespräch zwischen den Moderatoren und Elon Musk dann doch noch verfolgen. Die App, der man nur mit einer Einladung beitreten kann, wurde im vergangenen Jahr auf den Markt gebracht und könnte zu einer wichtigen Informationsplattform für Journalisten, Investoren und die Öffentlichkeit werden – ähnlich wie das soziale Medium Twitter. Und das liebt Elon Musk.

Tesla-Chef Elon Musk sprach bei „Clubhouse“.

Kein Wunder also, dass Musk auch „Clubhouse“ nicht fern blieb. Die Session startete um 22 Uhr kalifornischer Zeit, die Moderatoren waren Marc Andreessen und Steven Sinofsky. Zu Beginn sprach Musk, Gründer von SpaceX, über die Besiedelung des Mars. „Das wichtigste ist, dass wir den Mars als nachhaltige Zivilisation etablieren müssen und dieses Bewusstsein lange existiert“, sagte er. Auf die Frage, ob es Aliens gäbe, antwortete er: „Ich habe noch keinen Beweis dafür gesehen. Das bedeutet nicht, dass es sie nicht gibt, aber es gibt keinen Beweis dafür.“

Elon Musk bei „Clubhouse“: Von Memes, Bitcoin, Tesla und einen Computerchip

Danach ging es von Memes – „Ich liebe Memes“ – über Kryptowährungen wie Bitcoin und Dogecoin – „Bitcoin ist eine gute Sache“ – hin zu seiner neuen Firma, Neuralink. Das Start-Up von Elon Musk entwickelt einen Computerchip für das Gehirn, das nach Musks Aussage Menschen helfen könnte, die durch einen Unfall oder Ähnliches einen Gehirnschaden erlitten haben. Er erzählte, dass einer dieser Chips einem Affen implantiert wurde. Das Tier sei nun in der Lage, Videospiele zu spielen. Videos der neuartigen Technologie würden vielleicht schon im kommenden Monat veröffentllicht.

NameElon Musk
Alter 49 Jahre
Reinvermögen209 Milliarden US-Dollar
Gegründete Organisationen (Auswahl)Tesla, SpaceX, Paypal

Natürlich sprach Elon Musk auch über die Firma, die einen Großteil seines Reichtums generiert hat: Tesla. Dabei ging es vor allem um seine Ankündigung im September vergangenen Jahres, der Autobauer werde die Batterien für seine Elektroautos künftig selbst herstellen. „Es ist wichtig hervorzuheben, dass wir unsere Zulieferer nicht aus dem Geschäft drängen wollen, wir wollen, dass sie ihre Produktion erhöhen“, sagte Musk.

Elon Musk will sich gegen Corona impfen lassen

Natürlich durfte auch das Thema Corona nicht fehlen. In der Vergangenheit hatte Elon Musk falsche Vorhersagen zu der Pandemie getroffen. Im März vergangenen Jahres hatte er getwittert, es gäbe Ende April in den USA keinen neuen Corona-Fall mehr. Seine Prognose zu dem Corona-Impfstoff lautete, dass irgendwann im Laufe des Jahres einige Dosen des noch knappen Stoffes weggeworfen würden, da gerade eine Lawine an Impfstoffen den Markt überschwemme. Auf die Frage, ob er sich impfen lasse, sagte er: „Ich bin Pro impfen“.

Das sowieso schon weitläufige Gespräch nahm kurz vor Ende dann eine erneute Wendung, als Elon Musk beschloss, den Gründer und Chef der Handels-App „Robinhood Markets“, Vlad Tenev, anzurufen und mit ihm über die Gamestop-Aktie zu sprechen. Die Firma hatte den Verkauf der Aktie inmitten eines Handelsrauschs in der vergangenen Woche eingeschränkt. Gerüchte, wonach Robinhood von Citadel oder anderen Finanzdienstleistungsunternehmen dazu gezwungen wurden, verneinte Tenev.

So sieht sich Elon Musk selbst

Nach mehr als einer Stunde, in der so viele verschiedene Themen auf den Tisch kamen, gab es zum Abschluss noch eine besondere Frage: „Wieso gibt es nicht mehr Elon Musks auf dieser Welt?“ Der Milliardär hatte dafür eine gute Antwort parat: „Ich bekomme vielleicht zu viel Anerkennung. Es gab Phasen in meinem Leben, die hart und schmerzhaft waren, und ich bin mir nicht sicher, ob Menschen das machen wollten.“ Um wie er zu sein oder die Dinge zu tun, die er tut, müsse man einen Dämon in seinem Kopf haben. (Melanie Gottschalk)

Rubriklistenbild: © Ding Ting/imago images

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