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Rettende Diagnose?

Eishockey-Zuschauerin wird zur „Heldin“ und rettet Mann mutmaßlich das Leben

  • Sophia Lother
    VonSophia Lother
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Eine junge Frau macht während eines Eishockeyspiels plötzlich eine mutmaßlich lebensrettende Diagnose am Spielfeldrand.

Montréal - Eine Studentin befindet sich unter den Zuschauern eines kanadischen Eishockeyspiels. Sie ahnt noch nicht, dass sie für einen Mann an diesem Abend zur „Heldin“ werden wird.

Doch bei einem Spiel der Seattle Kraken in den USA* gegen die Vancouver Canucks geschah genau das. Eine junge Frau war eine der Zuschauerinnen und Zuschauer Spiels. Plötzlich entdeckte sie am Hals des Zeugwarts Brian „Red“ Hamilton einen verdächtigen Leberfleck. Die Medizinstudentin handelte, ohne lang nachzudenken.

Junge Frau mit mutmaßlich lebensrettender Aktion bei Eishockeyspiel

Verzweifelt versuchte sie, die Aufmerksamkeit des Zeugwarts zu gewinnen. Schließlich schrieb sie auf ihrem Handy eine Nachricht. Sie hielt das Handy-Display an die Scheibe, die die Zuschauer von der Bank der Canucks trennte. Endlich wurde Hamilton darauf aufmerksam. Auf dem Display stand: „Der Leberfleck an der Rückseite ihres Halses ist möglicherweise Krebs. Bitte gehen Sie zu einem Arzt!“

Der Zeugwart des kanadischen Eishockeyvereins hatte den gefährlichen Leberfleck selbst nie bemerkt. Bei der Untersuchung erwies er sich aber als malignes Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Die Ärztinnen und Ärzte entfernten den bösartigen Tumor. Doch zu diesem Zeitpunkt war seine mutmaßliche Lebensretterin natürlich nicht mehr auffindbar. Deshalb entschloss sich der Mann, einen Aufruf zu starten.

Nadia Popovici (oben links), unterhält sich mit Brian «Red» Hamilton (2.v.l), nachdem sie ihm im Oktober die mutmaßlich rettende Diagnose stellte.

Junge Frau mit mutmaßlich lebensrettender Aktion bei Eishockeyspiel

Sein Verein verbreitete Hamiltons Brief über Twitter. In ihm schreib der Zeugwart: „An die Frau, die ich versuche zu finden: Du hast mein Leben verändert und jetzt will ich Dich finden, um so sehr Danke zu sagen“.

Wie ein Lauffeuer verbreitete sich Hamiltons Aufruf und kurze Zeit später war seine Retterin gefunden. Es handelte sich um die 22-jährige Nadia Popovici. Erst vor Kurzem wurde sie für ihr Medizinstudium zugelassen. Auf einer Pressekonferenz zeigte sich Hamilton überglücklich: „Der einzige Grund für den Brief war, dass ich sie wirklich wissen lassen wollte, dass ihre Beharrlichkeit und alles, was sie getan hat, ernst genommen wurde.“

Sie sei ein „unglaublicher Mensch, der sich die Zeit genommen hat, etwas Besorgniserregendes zu bemerken und dann einen Weg zu finden, während des Chaos eines Eishockeyspiels darauf aufmerksam zu machen“. Schließlich traf sich Hamilton noch persönlich mit seiner „Heldin“ bei einem erneuten Spiel zwischen den Canucks gegen die Kraken in Seattle.

Die junge Frau sagte zu Hamilton, sie sei froh, „dass Du es hast untersuchen lassen“. Während des Spiels, bei dem die Studentin ein Kraken-Shirt trug, kündigten beide Mannschaften an, dass sie Popovicis Medizinstudium mit 10.000 Dollar (8789 Euro) unterstützen wollen. (slo/afp) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Im Jahr 2021 kam es in der Eishockey-Szene der USA zu einem absoluten Novum.* Denn Luke Prokop outete sich und war damit der erste unter den aktiven Eishockey-Profis.

Rubriklistenbild: © Ted S. Warren/dpa

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