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Nach Sturmtief "Sabine" - Aufräumen im Harz: Eine Erntemaschine zieht einen Fichtenstamm von einem Hang an der Bundesstraße 498.

Nach Sturm

„Einsätze im Minutentakt“

Glatteis nach „Sabine“ sorgt für viele Unfälle.

Nach dem schweren Unwetter zum Wochenbeginn macht den Menschen in Deutschland nun in vielen Teilen Glätte und Eis zu schaffen. In Nordrhein-Westfalen musste in der Nacht zu Mittwoch ein Teil der Autobahn 45 bei Siegen für mehrere Stunden komplett gesperrt werden. Wegen schnell einsetzender Glätte hätten sich Lastwagen an Steigungen festgefahren, auch andere Fahrzeuge seien nicht mehr weitergekommen, teilte die Polizei mit. Es sei zu mehreren Unfällen mit Blechschäden gekommen, schwerer verletzt wurde niemand.

Auch in Schleswig-Holstein ereigneten sich mehrere Unfälle auf der Autobahn 7 und der Autobahn 23 nördlich von Hamburg. Meist blieb es bei Sachschäden, Meldungen über Schwerverletzte gab es zunächst nicht. Es hatte stark geregnet, die Straßen waren matschig, wie die Polizei mitteilte.

Eine Mitarbeiterin vom Lagezentrum des Innenministeriums sprach von „Einsätzen im Minutentakt“. In Baden-Württemberg wurden indes bei einem Zusammenstoß von zwei Autos drei Menschen schwer verletzt. Vermutlich war einer der Wagen auf der glatten Straße auf die Gegenfahrbahn gekommen, wie es von der Polizei hieß.

Keine Schwerverletzten

Im Nordosten Bayerns gab es auf mehreren Autobahnen glättebedingte Beeinträchtigungen und vor allem in der Region Hof zahlreiche Unfälle mit Blechschäden. Zudem waren mehrere Fahrzeuge liegen geblieben. Schwerer verletzt wurde ersten Erkenntnissen zufolge niemand. Die Züge fahren nach Angaben der Bahn fast überall wieder problemlos. In Baden-Württemberg seien noch einzelne Strecken gesperrt, in Bayern stehe die Werdenfelsbahn weiter still.

Orkantief „Sabine“ hatte in Deutschland und anderen Teilen Europas vor allem am Montag schwere Schäden verursacht. Die versicherten Schäden in Deutschland schätzte der Versicherungsmakler Aon am Dienstag auf 500 bis 700 Millionen Euro. Auch am Dienstag blieb es vielerorts wechselhaft bis stürmisch. (dpa)

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