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Aldi, Lidl, Rewe und Co.: In welchen Supermärkten noch die Maskenpflicht gilt

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Von: Tanja Koch

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In Deutschland fällt die Maskenpflicht im Supermarkt weg. Doch Aldi, Lidl, Rewe und Edeka können die Corona-Regel beibehalten. Wo brauch man jetzt eine Maske?

Berlin/Frankfurt – Seit mehr als zwei Jahren bestimmen Corona-Regeln unseren Alltag. Nun soll die Rückkehr zur Normalität kommen. Ab dem 2. April soll etwa die Maskenpflicht im Supermarkt fallen – zumindest von staatlicher Seite aus. Spätestens ab Montag (07.04.2022) können Kunden vielerorts wieder ohne Mund-Nasen-Schutz Einkäufe erledigen, sofern die Einzelhändler die Auflage nicht selbstständig beibehalten. Eine Verlängerung der Pandemie-Regeln lehnte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ab. Denn vor dem Hintergrund der Omikron-Variante und der Corona-Impfstoffe hält sich die Belastung der Gesundheitssysteme in Grenzen.

„Der Gesetzgeber hat mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Masken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann“, erklärt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Dass Unternehmen von ihrem Hausrecht Gebrauch machen und die Corona-Maskenpflicht im Supermarkt beibehalten, sei nicht auszuschließen. „In welchem Umfang dies praktiziert wird, werden die nächsten Wochen zeigen.“ Nun haben sich mehrere Einzelhändler dazu geäußert, wie sie mit der Maskenpflicht in Supermärkten umgehen wollen. Ein Großteil der Ketten wird demnach tatsächlich auf die Corona-Auflage verzichten. Ein Überblick, was bei Aldi, Lidl, Rewe, Edeka und Globus künftig gilt.

Gehörte in der Corona-Pandemie bislang zum Alltag: die Maske beim Einkaufen. (Symbolfoto)
Gehörte in der Corona-Pandemie bislang zum Alltag: die Maske beim Einkaufen. (Symbolfoto) © Tobias Hase/dpa

Maskenpflicht bei Aldi, Lidl, Rewe und Edeka - Corona-Regel entfällt vielerorts ab heute

Bei Edeka werde die Corona-Maskenpflicht in den Märkten ab der kommenden Woche nicht mehr gelten. „Da fehlen uns die Möglichkeiten der Kontrollen“, sagte eine Sprecherin der Supermarktkette der Deutschen Presse-Agentur. Das Unternehmen empfehle allerdings weiterhin beim Besuch der Supermärkte das freiwillige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. Denn man schütze damit nicht nur andere Kund:innen, sondern auch Mitarbeiter:innen. „Leider hat der Gesetzgeber mit der Novelle des Infektionsschutzgesetzes entschieden, dass die Pflicht zum Tragen von Masken nur noch in Ausnahmefällen und in besonderen Hotspots angeordnet werden kann“, kritisierte Edeka. „Man kann daher nun nicht erwarten, dass wir mithilfe des Hausrechts weiterhin eine Maskenpflicht durchsetzen.“

Zur Maskenpflicht im Supermarkt* erklärte Rewe gegenüber kreiszeitung.de, dass überall „dort, wo Bundesländer und Kommunen durch Hotspot-Regelungen Maskenpflicht für die betreffenden Supermärkte verlangen“, werde Rewe diese umsetzen. „Dort, wo Bundesländer, Kommunen oder gewerbliche Vorschriften keine Maskenpflicht mehr verbindlich vorschreiben, ist das Tragen eine Freiwilligkeit“, erklärte die Kette. Bei Rewe müssen Kund:innen also künftig keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen, sofern sich der Markt nicht in einem Hotspot befindet.

Maskenpflicht im Supermarkt - Aldi Nord und Aldi Süd verkünden unterschiedliche Strategien

Das gilt auch für Aldi Süd. Die Pressestelle des Einzelhändlers erklärte gegenüber Focus Online: „Mit Blick auf das Auslaufen der Übergangsfrist am 2.4. gilt es nun abzuwarten, wie anschließend die konkrete Ausgestaltung der Corona-Schutzverordnungen der Bundesländer aussehen wird. Die darin festgelegten Regelungen werden für uns maßgebend sein.“ In Regionen, die nicht als Hotspot gelten, spreche Aldi eine Empfehlung an Kund:innen und Mitarbeiter:innen aus, im Supermarkt freiwillig eine Maske zu tragen. „Überall dort, wo die Verordnungen eine Maskenpflicht als Schutzmaßnahme vorsehen, werden wir diese gesetzliche Vorgabe selbstverständlich umsetzen“, zitiert Focus Online die Pressestelle.

Edekakeine Maskenpflicht in Eigenregie
Reweebenfalls nur Maskenpflicht in Hotspots
Aldi SüdMaskenpflicht läuft aus
Aldi NordAbhängig von Vorgaben im Bundesland
Kaufland und LidlMaskenpflicht nur in Bundesländern mit staatlicher Vorgabe
GlobusMaskenpflicht fällt weg
dm und Rossmannvoraussichtlich keine Maskenpflicht durch Hausrecht

Aldi Nord will, wie kreiszeitung.de zitiert, „in jeder Filiale mit den Postern darauf hinweisen, falls die Pflicht weiter besteht, um die Verwirrung aufzulösen.“ In Bundesländern, in denen die Maßnahmen verlängert werden, ändere sich für die Kundschaft nichts. Es sei keine Kontrolle geplant. „Wir empfehlen aber unseren Mitarbeitern und Kunden, weiterhin freiwillig eine Maske zu tragen“, erklärt Aldi Nord.

Auch die Schwarz-Gruppe, zu der Lidl und Kaufland gehören, will keine Maskenpflicht in Eigenregie beibehalten. Ein Vertreter des Unternehmens erklärte dem RND gegenüber, dass sich die Supermärkte grundsätzlich an den Corona-Regeln der Bundesländer sowie der aktuellen Arbeitsschutzverordnung orientieren

Corona-Regeln im Supermarkt - Globus hatte sich bereits zur Maskenpflicht geäußert

Die Lebensmittelkette Globus mit 53 Supermärkten hatte zur Maskenpflicht bereits im Voraus erklärt: „Wenn die Maskenpflicht fällt, fällt diese auch in unseren Markthallen weg“, zitiert dpa Globus-Manager Sascha De Rosa. Mitarbeitern und Kunden stehe es allerdings frei, „weiterhin eine Maske zu tragen, um sich und andere dadurch zu schützen.“

Die Drogeriemarktkette Rossmann äußerte sich bislang nicht konkret zur Maskenpflicht, allerdings ist ähnlich wie bei dm davon auszugehen, dass Kund:innen künftig keinen Mund-Nasen-Schutz mehr tragen müssen. Das geht auch aus Medienberichten hervor. „Wir werden, wie seit Beginn der Pandemie, die jeweils geltenden gesetzlichen Verordnungen in unseren dm-Märkten umsetzen und unsere Hygienekonzepte entsprechend anpassen“, erklärte dm-Geschäftsführer Christian Harms. (tk/dpa) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Transparenzhinweis: Dieser Artikel wurde aufgrund einer missverständlichen Formulierung aktualisiert. Das offizielle Statement von Aldi Nord wurde angepasst.

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