Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Barack Obama will Ebola bekämpfen.
+
Barack Obama will Ebola bekämpfen.

Ebola Obama

"Eine Gefahr für die globale Sicherheit"

Neben politischen Krisen dominiert das Thema Ebola die Generaldebatte der UN-Vollversammlung. Mit bewegenden Appellen wenden sich die Staatsoberhäupter der betroffenen Länder an die UN. Und US-Präsident Obama erklärt die Epidemie zur «Gefahr für die globale Sicherheit».

US-Präsident Barack Obama hat die Ebola-Epidemie in Westafrika als «wachsende Gefahr für die regionale und globale Sicherheit» bezeichnet. «Wenn es je einen Gesundheitsnotfall gegeben hat, der eine starke und koordinierte internationale Antwort verlangt hat, dann ist es dieser», sagte Obama am Donnerstag am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York bei einem von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon organisierten hochrangigen Treffen.

«Jetzt ist die Zeit für robuste und gemeinsame Anstrengungen», forderte Ban. Man könne auch über diese Epidemie hinaus eine UN-Bereitschaftstruppe von Ärzten einrichten. «Genau wie unsere Truppen mit blauen Helmen dazu beitragen, dass die Menschen sicher sind, könnte ein Team in weißen Kitteln dazu beitragen, dass die Menschen gesund sind.»

Die Staatsoberhäupter der betroffenen Länder in Westafrika wandten sich mit bewegenden Appellen an die Vereinten Nationen. Die Epidemie sei wohl die «größte Herausforderung aller Zeiten» für ihr Land, sagte die per Video zugeschaltete Präsidentin Liberias, Ellen Johnson-Sirleaf. «Das schlimmste Szenario ist, dass mehr als 100 000 unserer Landsleute sterben werden von einer Krankheit, die sie nicht verursacht haben und die sie nicht verstehen.»

«Schlimmer ist als Terrorismus»

Der ebenfalls per Video zugeschaltete Präsident von Sierra Leone, Ernest Bai Koroma, bezeichnete Ebola als «eine Krankheit, die schlimmer ist als Terrorismus». Der Präsident Guineas, Alpha Condé, forderte vor Ort in New York eine schnellere Hilfe der internationalen Gemeinschaft. «Je schneller die Antwort, desto schneller der Kampf.»

Sein Land sei dagegen inzwischen «ebola-frei», hatte der Präsident Nigerias, Goodluck Jonathan, bereits am Mittwoch bei der Generaldebatte der Vollversammlung gesagt. Experten der WHO hatten den Ausbruch in Nigeria bereits vor einigen Tagen als «weitgehend abgeschlossen» bezeichnet. Endgültige Entwarnung kann es jedoch erst 42 Tage nach dem letzten Ebola-Fall geben, der in Nigeria am 5. September registriert wurde.

Die Europäische Union versprach weitere 30 Millionen Euro im Kampf gegen Ebola. Damit steige die Gesamtsumme des bislang von der EU zur Verfügung gestellten Geldes auf 180 Millionen Euro, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bei der Veranstaltung am Donnerstag.

«Wie ein Marathon aber im Sprint»

US-Präsident Obama forderte die gesamte internationale Gemeinschaft zu mehr Hilfe auf. «Wir wissen aus Erfahrung, dass die Antwort auf einen Ausbruch von diesem Ausmaß gleichzeitig schnell und anhaltend sein muss - wie ein Marathon aber im Sprint.

Das ist nur möglich, wenn jedes Land mitmacht.» Davon sei man aber noch weit entfernt. «Es gibt immer noch eine bedeutende Lücke zwischen dem, wo wir sind, und dem, wo wir sein sollten», sagte Obama. «Jeder hat im Moment die besten Absichten, aber die Menschen stellen nicht die notwendigen Ressourcen zur Verfügung.»

Ein Ende der Epidemie habe für die USA höchste Priorität. «Wir werden da weiter eine Führungsrolle übernehmen.» Darauf könnten sich andere Länder aber nicht ausruhen, mahnte Obama. «Denkt nicht, dass nach dem, was wir getan haben, alles schon geregelt ist. Das ist es nicht.» (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare