1. Startseite
  2. Panorama

Ein Krebs namens Sahra

Erstellt:

Von: Boris Halva

Kommentare

Große Augen, drei markante Zähne und einen länglichen Körper: der Flusskrebs Cherax wagenknechtae.
Große Augen, drei markante Zähne und einen länglichen Körper: der Flusskrebs Cherax wagenknechtae. Christian Lukhaup/dpa © dpa

Warum ein Forscher mit dem Krustentier die Linken-Politikerin Wagenknecht ehren will

Was hat große Augen, drei markante Zähne und einen länglichen Körper in dunklem Rot? Sahra Wagenknecht nun eher nicht! Aber es scheint, als bräuchte es das über viele Stunden im Wasser geschulte Auge eines Meerestierexperten, um beim Anblick einer bislang unbekannten Krebsart an die streitbare Linken-Politikerin zu denken.

Wobei sich der Meeresforscher Christian Lukhaup bei der Namensgebung für den von ihm in indonesischen Gewässern entdeckten Krebs nicht von Äußerlichkeiten hat leiten lassen, wie er betont. Vielmehr habe ihn Wagenknechts Art inspiriert, entschlossen für eine bessere und fairere Zukunft zu kämpfen, wie Lukhaup der Deutschen Presseagentur sagte. Und für aquatische Menschen wie ihn scheint eine Krebsbenennung offensichtlich „die beste Weise, ihr dafür zu danken“. Den „Cherax wagenknechtae“ beschreibt Lukhaup, der aus Waiblingen bei Stuttgart stammt, mit dem Biologen Rury Eprilurahman von der Universität Gadjah Mada in Yogyakarta im Fachmagazin „Zoosystematics and Evolution“.

Was Sahra Wagenknecht (53) von der Ehrung hält? Dazu war zunächst nichts im Netz zu finden. Hobby-Wissenschaftler Lukhaup betonte aber, „Cherax wagenknechtae“ sei nicht seine erste Entdeckung: Er habe mehrere Süßwasserkrebse und Garnelen als Erster beschrieben. Da hat er aber offensichtlich Namen vergeben, die nicht so hohe Wellen schlugen.

Auch interessant

Kommentare