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Die harmlose Seite von Halloween: Ein Kürbis mit Gruselgesicht.

Halloween

Eierwürfe hielten Polizei an Halloween auf Trab

In einigen deutschen Städten schossen Feiernde an Halloween deutlich über das Ziel hinaus. Kuriose Nachrichten zum Grusel-Fest gab es dagegen aus Nordamerika.

Mit dem Spruch „Süßes oder Saures“ auf den Lippen ziehen Verkleidete an Halloween von Tür zu Tür. Wer nichts Süßes anbieten kann, dem drohen Streiche. In mehreren deutschen Städten haben die Auswüchse des Brauches vor dem Wochenende die Polizei auf Trab gehalten - in vielen Fällen handelte es sich dabei allerdings eher um Vandalismus als um harmlose Halloween-Streiche.

Im Hamburger Stadtteil Allermöhe bewarfen rund 200 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Polizisten mit Eiern und zündeten Pyrotechnik. Verletzte gab es nicht, wie ein Sprecher der Hamburger Polizei am Donnerstagabend sagte. Mit verstärkter Polizeipräsenz habe man die Lage in den Griff bekommen. Im Stadtteil Harburg sei ein Polizeiwagen mit Eiern beworfen worden, in Bahrenfeld kam es nach einem Eierwurf zu einer kleineren Schlägerei. Im Vergleich zu den Vorjahren sei es aber „ziemlich ruhig geblieben“, sagte der Sprecher.

Mehr als 20 Vorfälle an Halloween in Südhessen

Etwas anders fiel das Halloween-Fazit der Polizei im Süden Hessens aus: Mehr als 20 Vorfälle verzeichnete das Polizeipräsidium Südhessen am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag. „Dabei handelte es sich hauptsächlich um Eierwürfe gegen Wohnhäuser und Autos“, berichteten die Beamten am Freitag. In Mörfelden und Raunheim wurden Eier auf fahrende Autos geworfen, in Rüsselsheim von einer Brücke.

Hoch her ging es auch in Teilen Nordrhein-Westfalens. Wegen „halloweentypischer Einsätze“ rückte die Polizei etwa in Hamm, Kerpen und Gelsenkirchen aus. Unter anderem kümmerten sich die Beamten um Eierwürfe, Vandalismus, Ruhestörungen und teils auch um Körperverletzungen, die gemeldet wurden. Weitgehend ruhig blieb es dagegen in der Hauptstadt. Vereinzelt seien in Berlin etwa Eier auf Fahrzeuge geworfen worden, größere Vorkommnisse habe es aber nicht gegeben, teilte die Polizei mit.

Kurioses zu Halloween aus den USA

Kurioses zum Schauer-Fest gab es vor allem aus den USA zu hören. So erklärte Klimaaktivistin Greta Thunberg, die sich seit zwei Monaten in Nordamerika aufhält, sie verzichte auf eine Verkleidung: „Wenn es dazu kommt, wütende Klimawandelleugner zu erschrecken, muss ich mich offensichtlich nicht einmal verkleiden“, schrieb die 16-Jährige auf Twitter. Zuhause feiere sie Halloween nicht, aber sie habe gedacht, sie könne es ja mal versuchen.

Und TV-Star Heidi Klum zog mit einem bizarren Auftritt die Aufmerksamkeit auf sich: Verkleidet als Cyborg mit teils heraushängenden Organen zeigte sich die 46-Jährige am Donnerstagmorgen in einem New Yorker Schaufenster. Passanten konnten dort verfolgen, wie sich die 46-Jährige mit Hilfe von Stylisten für ihre traditionelle Halloween-Feier verwandelte.

Schlechte Nachrichten für Halloween-Freunde gab es an der Ostküste: Wetterexperten hatten für Halloween starken Regen und heftigen Wind an der gesamten Ostküste angekündigt, im Norden zudem Schnee. Wegen des angekündigten „Süßes-oder-Saures-Sturms“ verschoben einige Städte und Gemeinden in den USA und Kanada Halloween. Die Bürgermeisterin der ostkanadischen Metropole Montréal, Valérie Plante, forderte die Bewohner ihrer Stadt per Kurznachrichtendienst Twitter auf, erst am Freitagabend verkleidet durch die Straßen zu ziehen. (dpa)

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