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Lebensmittel liegen am 29.03.2016 in einem Markt in Gadebusch in Mecklenburg-Vorpommern in einem Einkaufswagen.
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Mit Strahlung gegen Corona-Viren im Supermarkt: Edeka hat ein Pilotprojekt gestartet.

Pilotprojekt in Hamburg

Corona: Edeka hat „Virenkiller“ in Betrieb genommen - und erhofft sich Massentauglichkeit

  • Franziska Schwarz
    VonFranziska Schwarz
    schließen

Eine deutsche Supermarktfiliale probiert jetzt eine neue Waffe gegen das Sars-CoV-2-Virus aus - ihr Partner ist dabei ein Leuchtenhersteller.

  • In der zweiten Corona-Welle* hat eine Edeka*-Filiale etwa 30 Geräte gegen das Virus installiert. 
  • Ihre Technik ist bekannt - im Kampf gegen Sars-CoV-2* aber ein neuartiger Ansatz.
  • Für Kunden des Supermarktes besteht bei dem Versuch keine Gefahr, betonen die Macher.

Hamburg - Durchlüften, durchlüften und nochmals durchlüften: In der Atmosphäre zirkulierende Corona-Viren* sind in der Pandemie* eine der Hauptängste. Schulen klagen, dass die Fenster ihrer Gebäude dafür teils nicht konstruiert sind. Ein deutscher Edeka-Markt will den Erreger jetzt auf eine weitere Weise aus seinen Räumen verbannen: mit ultravioletter Strahlung. Ein Pilotprojekt in Deutschland.

Der Supermarkt im Stadtteil Barmbeck in Hamburg hat zusammen mit dem Lichttechnikhersteller Signify (ehemals Philips Lightning) etwa 30 UV-C-Anlagen in seinen Räumen installiert. Ihre Strahlung soll die Luft desinfizieren, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). UV-C gehört zur elektromagnetischen Strahlung der Sonne - in der Raumfahrt schützt sich der Menschen mit speziellen Anzügen gegen die für ihn unsichtbaren Wellen.

Edeka bekämpft Corona mit Spezial-Tool - mit Sicherheitsabstand zu den Kunden

Auch für Viren wie Sars-CoV-2* sind die Wellen schädlich, wie auch ruhr24.de* berichtet. Die Geräte mit den künstlich erzeugten UV-C-Strahlen hängen in der Hamburger Edeka-Filiae dem Bericht zufolge in einer Höhe von 3,20 Meter bis 3,50 Metern. „Solange ein Kunde keine Leiter mitbringt und damit im Markt herumklettert, besteht keine Gefahr“, zitiert die FAZ Geschäftsführer Signify-Geschäftsführer Christian Goebel. Die Lichtquellen würden unter anderem durch Lamellen so abgeschirmt, dass ihre Strahlung nicht auf Kunden oder Mitarbeiter fällt und ihre Belastung würde fortlaufend gemessen.

Goebel betonte im Gespräch mit dem Magazin Lebensmittel Praxis jedoch, dass die Technologie nur in professionelle Hände gehöre - jede einzelne Filiale müsse vor der Installation vermessen und beurteilt werden. Der Geschäftsführer der Edeka-Filiale, Dirk-Uwe Clausen, informiere seine Kunden in einem Faltblatt über die neue Luftdesinfektion. 

Viren-Bekämpfung mit ultravioletter Strahlung: Universität veranschlagt 25 Sekunden für Wirkung

Die Desinfektion via UV-C-Strahlen ist nach Informationen der FAZ „weit verbreitet“. Demnach werden mit ihr etwa Laufbänder in der Industrie oder OP-Säle keimfrei gemacht. Dass sie auch gegen das neuartige Coronavirus wirksam ist, habe sich Signify von der Boston University bestätigen hassen. Sechs Sekunden müsste der Erreger demnach der Strahlung ausgesetzt sein, um zu 99 Prozent neutralisiert zu sein, für 100 Prozent benötige es 25 Sekunden. Zu den Kosten seiner Anti-Corona-Geräte wollte sich Signify gegenüber der FAZ nicht äußern, die Lebensmittel Praxis bezifferte sie indes mit etwa 1000 Euro pro Maschine.

Der Anfang vom Ende des Einkaufens mit Alltagsmaske? Kein Stop-and-Go mehr in schmalen Supermarktgängen, um den Abstand einzuhalten? Keineswegs. Die Geräte seien nur eine Ergänzung und kein Ersatz für „AHA+L“, berichtet die FAZ von einer Online-PK mit Clausen und Goebel vom 17. November. Sofern sich die Anti-Corona-Geräte als „massentauglich“ erweisen, könnten sie aber demnächst auch in anderen deutschen Edeka-Filialen an Decken und Säulen hängen. (frs) *Merkur.de und ruhr24.de gehören zum Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

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