Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

In Millionenmetropole Abidjan 

Ebola: Verdacht auf zweiten Fall in der Elfenbeinküste

  • Matthis Pechtold
    VonMatthis Pechtold
    schließen

In der Elfenbeinküste ist eventuell eine zweite Person an Ebola erkrankt. Die WHO identifiziert neun Kontakte zu dem „Verdachtsfall“.

Update vom Dienstag, 17.8.2021, 19.30 Uhr: In der Elfenbeinküste gibt es womöglich einen zweiten Fall einer Infektion mit dem lebensgefährlichen Ebola-Virus. Neben dem bereits bekanntgegebenen Ansteckungsfall (s. Erstmeldung) sei inzwischen ein „Verdachtsfall“ aufgetreten, sagte WHO-Sprecher Tarik Jasarevic. Daneben werde neun identifizierten Kontakten zu diesem „Verdachtsfall“ nachgegangen. Laut Jasarevic gibt es bislang keinerlei Indizien dafür, dass der Ebola-Fall in der Elfenbeinküste mit jenen in Guinea zusammenhängt.

Unterdessen hat die Elfenbeinküste mit Impfungen gegen das Ebola-Virus begonnen. Die Impfdosen wurden aus Guinea geliefert. Nach Angaben des ivorischen Gesundheitsministeriums wurde das Vakzin zuerst an Gesundheitspersonal sowie an „enge Verwandte und Kontaktpersonen“ der infizierten Frau verabreicht. Insgesamt erhielt die Elfenbeinküste demnach 5000 Impfdosen aus Guinea.

Gesundheitspersonal bereitet in Abidjan die Ebola-Impfungen vor.

Land verzeichnet erste Ebola-Infektion seit 27 Jahren – WHO in großer Sorge

Erstmeldung vom Sonntag, 15.8.2021: Abidjan – Erst am 19. Juni gaben das Land Guinea und die Weltgesundheitsorganisation WHO Entwarnung: Der Ebola-Ausbruch, in dessen Zuge seit dem 14. Februar zwölf Menschen gestorben waren, sei beendet. Jetzt sorgt eine Meldung aus dem Nachbarstaat Elfenbeinküste für neue Besorgnis. In der ivorischen Stadt Abidjan wird seit kurzem eine junge Frau aus Guinea behandelt – sie hat sich mit dem Ebola-Virus infiziert.

Das meldete die WHO in der Nacht zu Sonntag (14./15.08.). Die betroffene 18-Jährige sei der Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union zufolge aus Guinea auf dem Landweg nach Abidjan gereist und dort am 12. August nach einem Fieberschub ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sie wurde mittlerweile isoliert. Es sei der erste Ebola-Fall in der Elfenbeinküste seit 1994, erklärte die WHO.

Erster Ebola-Fall in der Elfenbeinküste seit 27 Jahren – Bezug zu Ausbruch in Guinea unklar

Dass der Fall in einer Millionenmetropole wie Abidjan aufgetreten ist, sei „extrem besorgniserregend“, sagte die WHO-Regionaldirektorin Matshidiso Moeti der dpa zufolge. Ein Team von WHO-Expert:innen solle dem westafrikanischen Staat jetzt bei der Kontaktverfolgung und Behandlung helfen. Für die Vermutung, dass der Fall mit dem Ebola-Ausbruch in Guinea zu Beginn des Jahres in Verbindung steht, habe die WHO derzeit keine Belege.

Die Aufnahme eines Elektronenmikroskops zeigt ein einzelnes Viruspartikel des Ebola-Virus. In der Elfenbeinküste ist der erste Fall der lebensgefährlichen Ebola-Krankheit seit mehr als einem Vierteljahrhundert registriert worden.

Vor der lebensgefährlichen Krankheit soll jetzt auch eine Impfung schützen. Jetzt sollen 5.000 Dosen Ebola-Vakzins, die für den Kampf gegen die Epidemie in Guinea vorgesehen gewesen seien, in die Elfenbeinküste gebracht werden, hieß es laut Tagesschau seitens der WHO.

Elfenbeinküste meldet Ebola-Infektion – Todesrate des Virus laut WHO zwischen 25 und 90 Prozent

Zuletzt ist es zwischen 2014 und 2016 zu einer größeren Ebola-Epidemie gekommen. Damals hatten sich in Guinea, Liberia und Sierra Leone 28.000 Menschen infiziert, mehr als 11.000 starben. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo war ein Ausbruch mit etwa 2.300 Toten im Juni 2020 nach fast zwei Jahren für beendet erklärt worden, berichtet die dpa. Im Februar dieses Jahres verstarb dort erneut eine Person an der Krankheit. Zudem meldete Guinea erst Anfang der Woche (09.08.) den ersten Todesfall durch das Marburg-Virus. Es gehört zur gleichen Familie wie das Ebola-Virus.

Wer an Ebola erkrankt, kann von Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen betroffen sein, schreibt die Tagesschau. Übertragen wird das Virus durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten. Laut WHO betrug die Todesrate bei vergangenen Epidemien zwischen 25 und 90 Prozent. (mp/dpa)

Rubriklistenbild: © ISSOUF SANOGO/afp

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare