Crashtests

Dummies bald in dick und alt

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Senioren sitzen anders: Ein Crashtest-Puppen-Hersteller passt sein Sortiment an.

Der größte Hersteller von Crashtest-Dummies erweitert sein Sortiment. Nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ arbeitet der US-Konzern Humanetics unter anderem an Puppen, mit denen fettleibige Menschen und Senioren hinter dem Steuer dargestellt werden sollen. Dem Unternehmen zufolge ist das nötig, da zunehmend mehr Menschen Übergewicht haben und auch die Zahl der Senioren, die Auto fahren, steigt.

Neben dem „Fett-Dummy“ und dem „Senioren-Dummy“ soll es zudem weibliche Versionen geben „die kleiner sind, mit stärkeren Oberschenkeln und Brüsten“, heißt es in dem Bericht weiter. Der Bedarf für die neuen Modelle ist dem Unternehmen zufolge gegeben, da ältere und dicke Menschen beim Autofahren eine andere Sitzhaltung einnehmen als die Standardpersonen, von denen in den Tests ausgegangen wird. Im Fall von Unfällen sei nicht ausreichend erforscht, inwieweit das zu anderen Verletzungen führe, sagte Gerhard Haas, Geschäftsführer von Humanetics Europe.

Doch nicht nur die Gesellschaft ändert sich, auch die Automobilbranche. Die Entwickler produzieren daher auch neue Dummies, die bei Tests mit autonom fahrenden Autos zum Einsatz kommen sollen. Haas zufolge soll der erste Prototyp zum Jahreswechsel fertiggestellt sein. 

Autonom fahrende Autos ermöglichen es Menschen, nicht automatisch nach vorne gerichtet sitzen zu müssen. Denkbar ist auch, dass Menschen in Zukunft schlafen können, während ihr Auto sie an ihr Ziel bringt. „Bislang gibt es keine Dummys, mit denen entsprechende Tests durchgeführt werden können“, sagt Haas. Die bisherigen Exemplare können nicht flach liegend eingesetzt werden, da sie ein steifes Becken haben. Zudem brauchen die neuen Dummies weitere Sensoren.

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