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Karl Lauterbach bei seiner Corona-Rede im Bundestag.
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Ist skeptisch ob des Impfziels bis Ende Januar: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Pandemie

Karl Lauterbach mit düsterer Corona-Prognose - „Es wird sehr schwer“

  • Nico Scheck
    VonNico Scheck
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Gesundheitsminister Karl Lauterbach schlägt Alarm. Für Ende Januar hat er in Bezug auf die Corona-Pandemie schlechte Nachrichten.

Berlin – Wackelt das das Corona-Impfziel? Offenbar ja. Der Plan der Bundesregierung sah und sieht vor, bis Ende Januar 80 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens einmal gegen Sars-CoV-2 geimpft zu haben. Die Daten lassen bereits jetzt vermuten, dass dieses Ziel nur schwer zu erreichen sein wird.

72,3 Prozent der Deutschen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. 74,8 Prozent haben bisher mindestens eine Impfdosis erhalten (Stand 13.01.2022, Quelle: RKI). Das sind 60,1 Millionen (vollständig geimpft) beziehungsweise 62,2 Millionen Menschen (mindestens eine Impfdosis). Nun schlägt auch der Bundesgesundheitsminister, Karl Lauterbach (SPD), Alarm.

Karl Lauterbach über Corona-Impfziel: „Es wird schwer“

„Es wird sehr schwer sein, das ist klar“, musste Lauterbach beim Nachrichtenportal The Pioneer in Bezug auf das erklärte Impfziel für Januar einräumen. Die aktuellen Zahlen des RKI belegen seine Prognose. 156,3 Millionen Impfdosen wurden bisher gespritzt (Stand: 13.01.2022).

Bremen hat mit 88,2 Prozent die mit Abstand höchste Erstimpfquote. Dahinter folgen das Saarland (80,9 Prozent) und Hamburg (80,1 Prozent). Weit abschlagen bildet Sachsen mit 63,9 Prozent Erstimpfquote das Schlusslicht. Immerhin: Knapp 45 Prozent der Deutschen haben bereits die Booster-Impfung hinter sich. Klar ist bei den Zahlen aber auch: Um das Ziel von 80 Prozent bis Ende Januar zu erreichen, müssten in den kommenden zwei Wochen über vier Millionen Menschen noch die Erstimpfung erhalten. Eher unwahrscheinlich.

Corona-Fallzahlen steigen: Karl Lauterbach fordert schärfere Maßnahmen

Nicht ohne Grund, vor allem aufgrund der steigenden Corona-Fallzahlen, hatten sich die Ministerpräsident:innen in der ersten Januarwoche auf schärfere Maßnahmen wie etwa 2G Plus in der Gastronomie geeinigt. Lauterbach gehen die neuen Corona-Regeln jedoch noch nicht weit genug. „Ich glaube, die Fallzahlen werden ansteigen. Daher werden weitere Maßnahmen noch notwendig werden, zu gegebener Zeit. Aber das ist jetzt erstmal ein ganz wichtiger Schritt nach vorne“, erklärte er in der ARD.

Zuletzt warnte Lauterbach aber auch vor einem tödlichen „Corona-Experiment“, wie er es bei „Hart aber fair“ nannte. Gemeint ist die britische Strategie der Durchseuchung. „Wenn wir die Sterblichkeit der Engländer gehabt hätten, wären in Deutschland mehr als doppelt so viele Menschen gestorben, wie wir beklagen mussten“, betonte der Gesundheitsminister. So habe das „Experiment“ für Deutschland tödliche Konsequenzen. (nc)

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