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Von: Boris Halva

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Oleksandra Kuvshynova.
Die ukrainische Journalistin Oleksandra Kuvshynova Zakrzewski war 24 Jahre alt, als sie in der Nähe von Kiew getötet wurde. Das Fahrzeug, in dem sie zusammen mit Kollegen unterwegs war, geriet unter Beschuss. © wahrheitskaempfer.de

Kunstprojekt erinnert an verfolgte Journalistinnen und Journalisten

Viele von ihnen sind unbekannt, und ihr Verschwinden hat kaum jemand registriert. Einzelne sind weit über die Grenzen ihrer Heimat hinaus bekannt. So wie die Reporterin und Menschenrechtsaktivistin Anna Politkowskaja, die 2006 in Moskau ermordet wurde. Oder wie der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny, der einen Giftanschlag überlebt hat und bereits im Westen in Sicherheit war – und doch nach Russland zurückkehrte. Weil er überzeugt ist, dass demokratische Opposition nur Erfolg hat, wenn sie in dem Land ausgeübt wird, dessen Regime man stürzen will. Im März wurde er in Moskau zu weiteren neun Jahren Haft verurteilt. Weltweit setzen sich Initiativen für seine Freilassung ein – bisher ohne Erfolg.

Wie in den Jahren zuvor setzen sich die Künstler:innen des Projekts „Wahrheitskämpfer“ auch 2022 für verfolgte Journalist:innen ein und erinnern an all jene, die ihren Kampf für Meinungsfreiheit mit dem Leben bezahlt haben. Wie der Journalist Erkan Pehlivan betont, wollen die „Wahrheitskämpfer“ mit ihrer jüngsten Aktion „den unabhängigen Journalist:innen in Russland und der Ukraine ein Denkmal“ setzen: 36 von ihnen wurden bisher porträtiert. Die 550 Porträts aus aller Welt, die seit Beginn der Aktion im Jahr 2015 gezeichnet wurden, sind unter www.wahrheitskaempfer.de zu finden. Boris Halva

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