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Polizisten stehen bei einer Suchaktion in der Straße, die zur Höhle auf Teneriffa führt, in der Mutter und Sohn starben.

Gewaltverbrechen in Höhle

Teneriffa-Drama: Vater tötet Frau und Sohn – Seelsorger kümmert sich um Mitschüler

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  • Marcel Görmann
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Eine Mutter und ihr Sohn wurden tot in einer Höhle auf Teneriffa gefunden. Ihr Ehemann wird der Tat verdächtigt. Nun gibt es Details zu dem Überlebenden. Die Schule, die die beiden Brüder besuchten, trifft Vorkehrungen. 

  • Eine Deutsche und ihr zehnjähriger Sohn sind am Mittwoch in einer Höhle auf Teneriffa tot aufgefunden worden.
  • Einem weiteren Sohn (6) gelang die Flucht.
  • Der Familienvater steht im Verdacht, seine Frau und seinen Sohn umgebracht zu haben.
  • Es handelt sich um eine Familie aus Sachsen-Anhalt.
  • Am Donnerstag gab es die falsche Information, wonach die Familie aus dem bayerischen Traunstein stamme. Der bayerische Familienvater mit selbem Namen wurde im Netz daraufhin angefeindet. 

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Update vom 29. Juli 2019: Zwei Männer sitzen etwa 650 Meter tief in einer Höhle bei Reutlingen in Baden-Württemberg fest. Einer von ihnen konnte mittlerweile gerettet werden. Alle News zum Höhlen-Drama.

Teneriffa-Drama: Schulseelsorger für die Mitschüler - Die Nachrichten vom Dienstag

20.28 Uhr:Die Schule, die die beiden Brüder besuchten, trifft Vorkehrungen für den Schulbeginn nach Ostern. „Wir werden zum Schulbeginn am Donnerstag Supervisoren in der Schule haben, die mit den Schülern, Lehrern und Eltern reden werden“, zitiert „Focus“ eine Sprecherin. Ein Raum in der Schule soll ganz der Trauer gewidmet werden, auch ein Schulseelsorger stünde bereit. „Wichtig ist, dass auch die Eltern mit ihrer Trauer nicht alleine sind. Auch denen werden wir zur Seite stehen“, so die Sprecherin weiter.

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15.07 Uhr: Nach der Tötung einer 39-jährigen Deutschen und ihres zehn Jahre alten Sohnes auf Teneriffa ist ein weiterer Sohn der Frau, der die Tat überlebt hat, befragt worden. Der jüngere Sohn der 39-Jährigen sei am Montagabend von der Untersuchungsrichterin auf der spanischen Insel angehört worden, sagte ein Sprecher des Oberlandesgerichts der Kanaren (TSJC) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Verdächtigt wird der 43 Jahre alte Vater. Der Deutsche sitzt seit Freitag in Untersuchungshaft.

Das Alter des Überlebenden wird von spanischen Medien mit sieben Jahren angegeben. Der TSJC-Sprecher machte dazu keine Angaben. „Der Schutz der Persönlichkeitsrechte ist bei einem Kind besonders wichtig“, betonte er. Man werde die Aussagen des Kindes vor Gericht verwenden dürfen, erklärte der Gerichtssprecher. Somit werde man vermeiden, dass der Kleine bei einem möglichen Prozess im Gerichtssaal als Zeuge aussagen muss. Die Befragung des Jungen sei nicht im Gericht, sondern in einem kindgerechten Raum im Beisein von Betreuern und des Anwalts des Vaters durchgeführt worden.

Medienberichte, wonach das Kind bei der Befragung seine ersten Aussagen bestätigte und sagte, es sei am vorigen Dienstag weggelaufen, als sein Vater in einer Höhle unweit der Gemeinde Adeje im Südwesten Teneriffas die getrennt von ihm lebende Frau und seinen anderen Sohn brutal verprügelt habe, bestätigte der Sprecher nicht. Diese Berichte basierten nicht auf offiziellen Informationen.

Um das Wohl des Kleinen kümmert sich federführend die Regionalregierung der Kanaren. Er sei an einem sicheren Ort untergebracht, der zum Schutz des Kindes nicht bekanntgegeben werden solle, wurden Sprecher von Adeje in spanischen Medien zitiert. Familienangehörige seien bisher nicht in der Lage gewesen, von Deutschland aus auf die Insel zu reisen, weil sie den Schock der Nachricht noch nicht verkraftet hätten, berichteten spanische Medien unter Berufung auf die Behörden.

Bei einem anderen dramatischen Familien-Drama in Hamburg fiel ein fünfjähriges Kind ins Wasser und der Vater erlitt einen Herzinfarkt, wie nordbuzz.de berichtet.

Update vom 30. April, 11.36 Uhr: Nach der Attacke auf eine Mutter und ihr Kind herrscht noch immer Fassungslosigkeit über das Schicksal der Familie aus Deutschland. Seit Tagen wird über den Fall berichtet, doch vor allem spanische Medien scheinen dabei eine rote Linie zu überschreiten. Wie die FAZ nun berichtet, zeigen sich viele spanische Pressevertreter unerschrocken über den mutmaßlichen Doppelmord auf Teneriffa. Obwohl die Polizei bislang nur wenige offizielle Fakten bestätigte, dringen trotzdem unaufhörlich Informationen zu dem Geschehen in der Höhle an die Öffentlichkeit.

Zahlreiche Spekulationen werden veröffentlicht, ihr Wahrheitsgehalt ist unklar. So habe der Familienvater offensichtlich darauf bestanden, ein Schmerzmittel aus seinem Haus auf der Insel holen zu dürfen. Die Richterin genehmigte ihm dies offenbar, unter Aufsicht. Die spanischen Medien schreckten nach dem Hausbesuch dann jedoch nicht einmal vor der Veröffentlichung der Fotos des Familienvaters zurück. So wurde ungepixelt das Foto des dringend Tatverdächtigen veröffentlicht. Auch sein Wohnort, seine Straße und seine Hausnummer waren dabei zu lesen. 

Einen Tag zuvor veröffentlichten spanische Medien bereits ein Foto eines Mannes, ihn hielt die Presse für den mordenden Familienvater. Am Freitag, als der wirklich dringend Tatverdächtige dann gemeinsam mit den Beamten sein Haus auf Teneriffa betrat, wurde klar: Der zuvor mit Bild beschuldigte Mann, wurde zu Unrecht in der Öffentlichkeit bloßgestellt (wir berichteten). Spanische Medien machten nach Bekanntwerden der Tragödie sogar den Arbeitgeber der Mutter ausfindig, befragten ihn zu den Geschehnissen in der Höhle. 

Doch auch Fotos des Tatorts wurden veröffentlicht, mit Blut besudelte Steine wurden in den spanischen Medien gezeigt. Der Bürgermeister der Stadt erklärte in einem Interview, die Tat sei schon lange geplant gewesen. Sogar der überlebende Sohn wird in einem Interview zitiert, obwohl das Kind von spanischen Behördenvertretern vorerst betreut wird. Die beiden Frauen, die den völlig verstörten Jungen entdeckten, äußerten sich ebenfalls in Interviews. Durch sie wurde auch der perfide Plan des Familienvaters öffentlich verbreitet. Demnach habe der 43-Jährige seine Familie unter einem Vorwand in die Höhle gelockt. 

Teneriffa-Drama: So geht es für den überlebenden Jungen weiter 

Update vom 29. April, 19.51 Uhr: Der überlebende Junge des Familiendramas bei Adeje soll vorerst von einem Priester betreut werden. Das gaben die zuständigen Behörden auf Teneriffa nun bekannt, wie „Teneriffa News“ berichtet. Der Sechsjährige soll den Priester demnach bereits kennen. Eigentlich sollte der Junge direkt in die Obhut der Großeltern mütterlicherseits oder der einer Tante gegeben werden. Doch die Angehörigen stünden noch zu sehr unter Schock und seien nicht reisefähig, hieß es. Der Junge soll noch immer nicht wissen, dass seine Mutter und sein Bruder in der Höhle gestorben sind.

Update vom 29. April: Nach der Durchsuchung einer Wohnung der Familie in Halle sind zunächst keine weiteren Ermittlungsschritte in Sachsen-Anhalt geplant. Die Ermittlungshoheit bleibe bei den spanischen Behörden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle am Montag. „Die Ermittlungen laufen vor Ort.“ Bis auf weiteres könnten die Ermittler in Halle nichts weiter tun. Die spanischen Behörden hatten ein Amtshilfeersuchen an Justiz und Polizei in Sachsen-Anhalt gestellt. Deshalb wurde auch in Halle ein Ermittlungsverfahren geführt. Details zu der Durchsuchung nannte der Sprecher der Staatsanwaltschaft am Montag allerdings nicht.

Die 39-Jährige und ihr zehnjähriger Sohn waren in der vergangenen Woche tot in einer Höhle auf Teneriffa gefunden worden. Der Vater des Kindes wird verdächtigt, die getrennt von ihm lebende Mutter und seinen Sohn dort brutal zu Tode geprügelt zu haben. Ein zweiter Sohn floh in letzter Minute und erzählte den Behörden von der Attacke.

Gegen den 43-jährigen Vater, der schon länger auf Teneriffa lebt, wurde am Freitagabend Haftbefehl erlassen. Bei einer mehrstündigen Vernehmung habe sich der Mann geweigert, mit der Justiz zu kooperieren, hieß es. Die Autopsie der Leichen soll Klarheit über den Tathergang bringen. Spanischen Medien zufolge verteidige der Mann immer noch seine Version der Ereignisse, nach der die Frau und das zehnjährige Kind noch am Leben gewesen seien, als er den Bereich verließ, in dem kurze Zeit später die Leichen gefunden wurden.

Der Bürgermeister von Adeje, der Stadt auf Teneriffa, in der sich das dramatische Verbrechen ereignete, hat zwei Tage offizielle Trauer angeordnet.

Teneriffa-Drama: Überlebender Sohn erzählt tragisches Detail

Update, um 19.55 Uhr: Leider bekommt die Geschichte eine noch dramatischere Wendung. Wie die Bild nun erfahren haben will, wurde der überlebende Sohn Jonas letztes Jahr für eine Broschüre des Arbeitgebers seiner Mutter gefragt, was seine Mutter in der Arbeit mache. Jonas habe daraufhin geantwortet: „Auf dem Computer arbeiten und Geld verdienen, damit wir in den Urlaub fahren können.“ Das ist sehr traurig, denn der Urlaub, für den seine Mama so lange gespart hatte, wurde leider ihr Letzter.

Teneriffa: Wohnung der Familie in Deutschland wurde durchsucht

Update, um 17.39 Uhr: Nach der Tötung einer 39-jährigen Deutschen und ihres zehn Jahre alten Sohnes auf Teneriffa hat die Polizei in Halle eine Wohnung der Familie durchsucht. Es gebe ein Amtshilfeersuchen der spanischen Behörden an Justiz und Polizei in Sachsen-Anhalt wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts, so eine Sprecherin der Polizeiinspektion Halle am Sonntag gegenüber der dpa. Deshalb sei am Samstag eine Wohnung der Familie in Halle auf Anhaltspunkte durchsucht worden. Weitere Details nannte die Sprecherin nicht und verwies auf die Staatsanwaltschaft. Dort war am Sonntag niemand zu erreichen.

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Update vom 28. April: Der überlebende Sohn befindet sich nach Informationen der„Welt“ in der Obhut kanarischer Behörden. Deutsch sprechende Psychologen und Sozialarbeiter sollen ihn betreuen. Angeblich wisse er noch nicht, dass seine Mutter und sein Bruder tot seien. Behörden zufolge solle ihm dies erst mitgeteilt werden, wenn Angehörige der Mutter eingetroffen seien. Da diese selbst unter Schock stünden, seien sie dazu noch nicht in der Lage, wie es hieß. 

Teneriffa-Drama: Vater tötete Frau und Sohn in Höhle - jetzt packt ein Bekannter aus

News vom 27. April, 19.03 Uhr: Silvia (†39) und Jakob H. (†10) sollen auf Teneriffa von Familienvater Thomas H. (43) erschlagen worden sein. 

Wie die Bild-Zeitung nun unter Berufung auf einen Bekannten des mutmaßlichen Täters berichtet, habe Thomas H. noch Hoffnung auf ein Liebescomeback mit seiner Ehefrau gehabt – wollte sich partout nicht scheiden lassen. Seit zwei Jahren lebten die beiden voneinander getrennt. Sie in Halle, er auf der Sonneninsel. Sie waren kein Paar mehr. Vermutlich aber der gemeinsamen Kinder zuliebe, besuchte Silvia H. ihren Ex-Partner zu Ostern auf Teneriffa. Unter dem Vorwand Ostergeschenke zu suchen, soll Thomas H. seine Familie in eine Höhle bei Adeje gelockt und darin seine Frau und einen seiner Söhne zu Tode geprügelt haben. 

Teneriffa-Drama: Vater lockte Familie in Höhle - Priester soll überlebenden Jungen (6) betreuen 

Update vom 27. April: Nach der Tötung einer 39-jährigen Deutschen und ihres zehn Jahre alten Sohnes auf Teneriffa soll sich ein deutscher Priester um den sechsjährigen Überlebenden des Dramas kümmern. Der Vater des Kindes wird verdächtigt, die getrennt von ihm lebende Mutter und seinen anderen Sohn in einer Höhle brutal zu Tode geprügelt zu haben. Familienangehörige seien zunächst nicht in der Lage gewesen, von Deutschland aus auf die Kanareninsel zu reisen. Sie hätten den Schock der Nachricht noch nicht verkraftet, berichteten spanische Medien am Samstag.

 Deshalb soll nun zunächst der Priester einspringen und sich um den überlebenden Jungen kümmern, der dem Angriff in letzter Minute entkommen konnte. Eventuell werde er als Vormund eingesetzt: Der Sechsjährige kenne den Geistlichen aus Deutschland, hieß es. Ob letztlich die Großeltern mütterlicherseits nach Teneriffa kämen oder eine Tante auf die Insel fliege, sei noch unklar, so die örtliche Zeitung „Diario de Avisos“. Der Sechsjährige wird seit Dienstag von Sozialarbeitern und Psychologen betreut.

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Horror auf Teneriffa: Vater lockte Familie mit Trick in Höhle - Überlebender bei Verwandten

News vom 26. April, 21.56 Uhr: Der überlebende Sechsjährige soll sich in der Obhut von Verwandten erholen. Die Großeltern mütterlicherseits und möglicherweise auch eine Tante wollten auf die spanische Urlaubsinsel kommen, um sich um den Jungen zu kümmern, hatte die Ministerin für Soziales der Regionalregierung der Kanaren, Cristina Valido, gesagt. 

Sie stünden dem deutschen Jungen in dieser schwierigen Phase bei und könnten nach Möglichkeit auch bei der Aufklärung des mutmaßlichen Mordes an der Mutter (39) und dem zehn Jahre alten Bruder des Jungen helfen, hieß es. Der Vater der Kinder, ein schon länger auf Teneriffa lebender Deutscher, wird verdächtigt, seine getrennt von ihm lebende Frau und seinen Sohn brutal zu Tode geprügelt zu haben. Einem örtlichen Politiker zufolge sollen dabei auch Steine eingesetzt worden sein.

21.13 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod einer 39-jährigen Deutschen und ihres 10-jährigen Sohnes auf der spanischen Insel Teneriffa ist gegen den Vater Haftbefehl erlassen worden. Dies habe die zuständige Richterin nach einer mehrstündigen Vernehmung entschieden, bei der sich der 43-jährige Deutsche geweigert habe, mit den Behörden zu kooperieren, berichteten spanische Medien am Freitagabend unter Berufung auf die Justiz.

Dem Festgenommenen würden Mord oder Totschlag sowie versuchter Mord oder versuchter Totschlag vorgeworfen. Die genauen Anklagepunkte sollen im Laufe der Ermittlungen festgelegt werden, hieß es. Die Möglichkeit, auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen zu werden, gebe es für den Verdächtigen nicht.

Der Mann, der schon länger auf Teneriffa lebt, steht unter Verdacht, seine getrennt von ihm lebende Frau und seinen Sohn brutal zu Tode geprügelt zu haben. Ein Lokalpolitiker wurde mit den Worten zitiert, dazu seien auch Steine verwendet worden. Ein sechsjähriger Sohn konnte wohl in letzter Minute fliehen, er wird von Sozialarbeitern und Psychologen betreut.

18.25 Uhr: Wie ein Nachbar im Gespräch mit der spanischen Zeitung „Diario de Avisos“ nun verrät, kehrte der dringend tatverdächtige Familienvater nach dem gewaltsamen Tod an seiner Frau und einem seiner Söhne in sein Haus auf der Insel zurück. Dort verbrachte der 43-Jährige den Nachmittag mit einem Buch und einem Bier auf der Terrasse. „Er saß immer auf der Terrasse, hat sich gesonnt und las jeden Tag fünf oder sechs Stunden lang Zeitung. Gearbeitet hat er wohl nicht“, erklärt der Nachbar in dem Interview. Obwohl er mit der Nachbarschaft nicht in häufigem Kontakt stand und sich offenbar abschottete, wird er als ruhiger, netter und gebildeter Mann beschrieben. 

Der 43-Jährige wurde am Freitag der spanischen Justiz vorgeführt worden und zu den Geschehnissen auf der Insel befragt worden. Nun wurde gegen den Familienvater Haftbefehl erlassen. Er steht unter dem dringenden Tatverdacht, seine eigene Ehefrau und einen seiner Söhne umgebracht zu haben. 

16.54 Uhr: Nach dem gewaltsamen Tod einer 39-Jährigen und ihres Sohnes auf der spanischen Ferieninsel Teneriffa werden auch die Ermittler aus Sachsen-Anhalt in den Fall involviert. Nach dpa-Informationen ist ein Amtshilfeersuchen aus Spanien auf dem Weg in die Heimat der Familie. Was genau die deutschen Beamten herausfinden sollen, blieb zunächst offen. Die sachsen-anhaltischen Sicherheitsbehörden wollten sich am Freitag nicht äußern.

Update vom 26. April, 15.22 Uhr: Der 7-Jährige Junge, dem die Flucht aus der Höhle gelang, soll nun von seinen Großeltern und möglicherweise einer Tante in Obhut genommen werden. Seine Angehörigen würden bereits auf Teneriffa erwartet, meldet die dpa in Berufung auf die Ministerin für Soziales der Regionalregierung der Kanaren, Cristina Valdo. 

Seine Verwandten sollen dem Kind nun beistehen und können möglicherweise auch zur Klärung des mutmaßlichen Verbrechens beitragen. 

Drama auf Teneriffa: Vater lockte Familie in die Höhle - so entkam der Sohn

Update vom 26. April 2019, 11.14 Uhr: „Für mich ist er ein Held“, sagte Annelies in einem RTL-Interview. Die Niederländerin war eine der Ersten, die mit dem überlebenden Jungen sprach. Der Siebenjährige berichtete ihr von seinem traumatischen Erlebnis in der Höhle auf Teneriffa.

„Die Mutti hat am Boden gelegen“, erzählte Annelies gegenüber dem Sender. Dann habe der Junge einen Stein nach seinem Vater geworfen und sei einfach weggerannt, um zu überleben. Danach irrte der Junge fünf Stunden lang durch den Wald. 

Die Niederländerin Annelies half der Polizei und übersetzte seine Geschichte. Spontan bot sie an, das Kind bei sich aufzunehmen. Inzwischen ist der Junge in einem Heim untergebracht. Dort soll er so lange bleiben, bis seine Familie auf Teneriffa eintrifft. Die Niederländerin darf ihn besuchen und verbringt dort viel Zeit mit ihm. 

Update vom 26. April 2019, 6.47 Uhr: Ein kleiner Junge musste wohl das brutale Verbrechen an seiner Mutter und an seinem Bruder mit ansehen. Nach verschiedenen Angaben ist das Kind zwischen fünf und sieben Jahren alt. Passanten hatten den Jungen weinend mit dreckiger Kleidung am Dienstag aufgegriffen.  

„Der Kleine war sehr erschrocken, zitterte, hatte viel Angst und bat darum, dass man ihn nach Deutschland bringt“, sagte eine Frau, die den Jungen aufgriff und zur Polizei brachte, der Zeitung „El Día“.

Wie die Bild (hinter Bezahlschranke) berichtet, habe der Junge erzählt, dass die Familie den Tag mit einem Picknick begonnen habe. Dann habe der Vater die ganze Familie unter dem Vorwand in die Höhle gelockt, weil er dort angeblich Ostergeschenke versteckt habe.

Drama auf Teneriffa: Das waren die Nachrichten vom Donnerstag

Update, 22.09 Uhr: Obwohl der Familienvater nach dem gewaltsamen Tod seiner Frau und seines Sohnes festgenommen wurde, kehrte der 43-Jährige am Donnerstag kurzzeitig in sein Haus auf Teneriffa zurück. Die Guardia Civil begleitete ihn in sein Zuhause, um dort Spuren zu sichern. Wie RTL berichtet, habe der dringend Tatverdächtige in dem Haus bereits seit zwölf Jahren gelebt. Vor 13 Jahren sei er nach Teneriffa ausgewandert, seine Familie habe ihn einmal im Jahr auf der Insel besucht. Nachbarn des 43-Jährigen beschrieben den nun festgenommenen Familienvater als immer nett, ruhig und zurückhaltend. 

Nach etwa zwei Stunden verließen die Ermittler das Haus. Der Deutsche, der verdächtigt wird seine Frau und einen seiner Söhne zu Tode geprügelt zu haben, wurde von aufgebrachten Nachbarn während des kurzen Besuchs im Haus beschimpft und beleidigt. 

Update, 16.05 Uhr: Der gewaltsame Tod zweier Deutscher in einer Höhle auf Teneriffa hat den Urlaub einer Familie aus Traunstein getrübt. Weil der Mann genauso heiße wie der Tatverdächtige, hätten spanische Medien ein Foto von seinem Facebook-Profil verbreitet (siehe Update um 13.50 Uhr), sagte am Donnerstag eine Sprecherin vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd. Dort sei er unter anderem auf Spanisch beschimpft worden. Dabei stammten die umgebrachte Deutsche, ihr ebenfalls getöteter zehnjähriger Sohn und der festgenommene Ehemann aus Sachsen-Anhalt, sagte die Sprecherin weiter.

Die Familie aus Traunstein sei gerade in Bayern im Osterurlaub und habe sich über die Kommentare auf ihrem Facebook-Profil gewundert. „Wir haben nun Kontakt aufgenommen und ihnen geraten, das Profil nicht mehr öffentlich zu machen“, sagte die Sprecherin. Die Familie überlege, ob sie rechtlich gegen die Verbreiter ihrer Fotos vorgehen wolle.

Nach Familiendrama auf Teneriffa: Verwirrung um Herkunftsort der Deutschen - Polizei korrigiert falsche Information

Update vom 26. April, 13.50 Uhr: Verwirrung um den Herkunftsort der Familie. Entgegen spanischer Medienberichte (siehe Update um 11 Uhr) stammt die Familie nicht aus dem oberbayerischen Traunstein. Das erklärte Stefan Sonntag, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage von chiemgau24.de. Die Familie habe auch nie in Traunstein gelebt. Das Polizeipräsidium habe über das Bundeskriminalamt Kontakt mit den spanischen Behörden aufgenommen. Stattdessen stamme die Familie aus Sachsen-Anhalt, sagte Sonntag der Redaktion von chiemgau24.de*

Mutter und Sohn tot auf Teneriffa: Verwirrung um Herkunftsort der Familie

Update vom 25. April, 11 Uhr: Immer mehr Details werden zu dem furchtbaren Vorfall auf Teneriffa, bei dem eine 39 Jahre alte Frau und ihr zehnjähriger Sohn starben, bekannt. So sollen Wanderer den zweiten, fünfjährigen Sohn der getöteten Mutter aufgegriffen haben. Er sei verschmutzt gewesen und habe geweint. Da es auf der ersten Polizeiwache allerdings keinen Übersetzer gegeben habe, sei der Junge zum Hauptquartier der Guardia Civil gebracht worden, wo ein Nachbar als Übersetzer einsprang. Das berichtet teneriffa-news.com.

Und auch über die Tat selbst - verdächtigt wird momentan der Vater der Familie - sprach der kleine Junge. Demnach habe der Mann in der Höhle auf die Mutter der Kinder eingeschlagen. Der Fünfjährige habe daraufhin angsterfüllt die Flucht ergriffen. Der Mann streitet die Tat nach wie vor ab. Als er die Höhle verlassen habe, seien Mutter und Sohn noch am Leben gewesen, so seine Schilderungen.

Bei den Toten soll es sich um eine Traunsteiner Familie handeln. Das berichtet die spanische Zeitung El Pais. Demnach hätte die Frau noch in Traunstein in Oberbayern gelebt, ihr Mann jedoch in Teneriffa. Die Kinder des Paares hätten noch nichts von der Trennung gewusst. Die Mutter sei mit den Söhnen seit Montag zu Besuch auf der spanischen Insel gewesen.

Drama auf Teneriffa: Das waren die Nachrichten vom Mittwoch

Update, 19.49 Uhr: Der Fund der zwei Leichen sorgt in Spanien für Entsetzen. Jetzt äußerte sich auch Ministerpräsident Pedro Sánchez über Twitter zu dem tragischen Vorfall: "Eine Frau und ihr Sohn wurden ermordet. Erneut hat die Macho-Gewalt doppelt zugeschlagen.“ Weiter fuhr er fort: „Ein Sohn des Paares schaffte es zu fliehen. Meine Gedanken sind bei ihm, seiner Familie und den geliebten Menschen. Wir müssen damit aufhören.“

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Video: Tod in der Höhle - Mutter und Sohn sterben auf Teneriffa

Erstmeldung: Mutter und Sohn aus Deutschland tot auf Teneriffa gefunden

Teneriffa - Eine Frau aus Deutschland und ihr zehn Jahre alter Sohn sind in einer Höhle auf der spanischen Kanaren-Insel Teneriffa tot aufgefunden worden. Die Leichen der seit Dienstag als vermisst gemeldeten Deutschen seien im Rahmen einer großen Suchaktion mit mehr als 100 Einsatzkräften am Mittwoch gegen 16.30 Uhr in der Höhle nahe der Gemeinde Adeje entdeckt worden, teilte die Polizeieinheit Guardia Civil mit. Die Todesursache sei noch unklar, eine Beteiligung des festgenommenen Familienvaters am Tod der beiden werde nicht ausgeschlossen, sagte ein Justizsprecher auf Anfrage.

Teneriffa: Vater soll seine Familie in die Höhle gelockt haben - Sohn gelingt die Flucht

Der Deutsche war nach Polizeiangaben schon am Dienstagabend in einer Wohnung in Adeje festgenommen worden, nachdem kurz zuvor ein zweites Kind des Ehepaars von Passanten weinend und unter Schock aufgegriffen worden sei. Der Fünfjährige habe anschließend der Polizei erzählt, dass der Vater die ganze Familie zur Höhle gebracht und dort sowohl die Mutter als auch die beiden Kinder brutal attackiert habe, berichtete die Onlineausgabe der Zeitung El País unter Berufung auf die zuständigen Behörden in der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife. Dem Kleinen sei nach eigenen Angaben die Flucht gelungen.

An der Suchaktion hatten nach amtlichen Angaben mehr als 100 Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr, des Zivilschutzes und der Notfalldienste Teneriffas teilgenommen. Auch zwei Hubschrauber wurden eingesetzt.

Im Polizeiverhör bestritt der Deutsche den amtlichen Angaben zufolge, für den Tod seiner Frau und seines zehnjährigen Sohnes verantwortlich zu sein. Er habe versichert, hieß es, dass seine Frau und sein Sohn noch am Leben gewesen seien, als er die Höhle verlassen habe. Ein Polizeisprecher sagte auf Anfrage, es gebe noch "sehr vieles zu klären".

Mutter und Sohn tot auf Teneriffa aufgefunden: Familie war auf Besuch beim Vater

Woher die Familie in Deutschland stammt, blieb zunächst offen. Der Fünfjährige, der kein Spanisch spricht, habe der Polizei aber gesagt, dass der Vater schon seit längerem fest auf Teneriffa gewohnt habe und die in Deutschland wohnende Familie regelmäßig zu Besuch gekommen sei, sagte Adejes Bürgermeister José Miguel Rodríguez Fraga vor Journalisten. Gegen den festgenommenen Mann lägen in Spanien keine Anzeigen wegen häuslicher Gewalt vor. Der Fünfjährige werde von Sozialarbeitern und Psychologen betreut, hieß es.

Ein Streit um lautstarke Obszönitäten hat in Las Vegas (USA) zum Tod eines 74-Jährigen geführt. Er hatte eine Frau darum gebeten, sich zu mäßigen. Vor Wut stieß sie den Rentner aus einem fahrenden Bus.

Auch in München kam es über das Osterwochenende zu einem schrecklichen Mord. Am Abend des Ostermontags eskalierte eine heftige Auseinandersetzung in einem Hostel. Ein Gast wurde dabei durch Messerstiche tödlich verletzt, ein weiteres Opfer schwebt in Lebensgefahr, wie tz.de* berichtet. In Dresden ist es ebenfalls zu einem schrecklichen Familiendrama getötet: Ein Vater hat seine zwei Kinder getötet. 

Zu einem schrecklichen Familiendrama kam es am Donnerstagabend in Dresden. Ein Vater hat seine zwei Kinder getötet.

Erschütternder Fund in Niedersachsen: Zwei Jungen werden am Dienstagabend vermisst gemeldet - kurz darauf entdecken Zeugen zwei leblose Kinder in einem Gartenteich.

dpa

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