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Innendrin: Einmal in die Gemächer des altehrwürdigen Hauses blicken ist für Millionen Serienfans ein lang gehegter Traum. 

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Fans von „Downton Abbey“ können eine Nacht in Schloss Highclere verbringen

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„Downton Abbey“ machte Schloss Highclere weltberühmt. Nun können Fans der Kultserie in dem britischen Anwesen schlafen. Allerdings nur zwei von ihnen – und nur für eine Nacht.

Die Anfahrt über eine kurvige Privatstraße durch einen sorgfältig kuratierten Park mit alten Zedern und Eichen; die Begrüßung durch ein echtes Grafenpaar; das Diner im festlichen Speisesaal – was Millionen von Menschen weltweit in der englischen Kultserie „Downton Abbey“ bewundern, wird für zwei glückliche Fans in diesem Herbst Wirklichkeit. Rechtzeitig zum Start des gleichnamigen Spielfilms dürfen sie eine Nacht auf Schloss Highclere verbringen, wo die Saga vom Grafenpaar Grantham, seiner Familie und Dienerschaft gedreht wurde.

Freilich muss Erfindungsgeist und Detailkenntnis unter Beweis stellen, wer unter mutmaßlich vielen Tausenden von Bewerbern den Zuschlag für die einmalige Gelegenheit am 26. November bekommen will. Belohnt wird nämlich die „kreativste Eingabe“ – es kommt also nicht ausschließlich darauf an, wer am 1. Oktober um 13 Uhr, wenn das Angebot erstmals online geht, am schnellsten klickt. Der Preis von 150 Pfund - umgerechnet 169 Euro – ist ohnehin Nebensache.

Seit „Downton Abbey“ strömen Besucher nach Hampshire

Zu Zehntausenden strömen Besucher nach Hampshire, seit die Erstausstrahlung von „Downton Abbey“ im Herbst 2010 das Herrenhaus mit mehr als 200 Zimmern und einem an Londons Big Ben gemahnenden Turm berühmt machte. Zu dem hübschen Honorar für die Dreharbeiten – über die Summe wird natürlich diskret geschwiegen – gesellten sich die Einnahmen aus Eintritt, im kommenden Jahr 27,05 Euro, Führungen, dem angeschlossenen Restaurant und dem Souvenirgeschäft. So füllt der Ruhm des honigfarbenen Schlosses die Schatulle des „echten“ Grafenpaares Carnarvon, den Besitzern von Highclere.

Drumherum: Auch ein weitläufiger Park gehört zum Gelände.

Gräfin Fiona hat durch zwei Bücher über die Vorfahren ihres Mannes einen eigenen Beitrag geleistet – Teil des auf der Insel weitverbreiteten Genres weichgespülter Geschichtsschreibung, mit der die vermeintlich „gute alte Zeit“ wiederauflebt. „Downton Abbey“-Autor Julian Fellowes stellt wohl das berühmteste Exemplar dessen dar. Im Interview berichtet der bekennende Nostalgiker und überzeugte Brexiteer gern von einem traditionellen Jagdwochenende auf dem englischen Land, wo die Gäste auch heute noch den Tag in drei verschiedenen Anzügen begehen.

Auch auf Schloss Highclere waren der mittlerweile als Baron Fellowes of West Stafford für die konservative Partei dem Oberhaus angehörende Drehbuchschreiber und seine Gattin häufig zu Gast, manche hübschen Details der Familiengeschichte sind in „Downton Abbey“ eingegangen. Und wer weiß – vielleicht ist das Plot des neuen Spielfilms, das sich um den Besuch des damaligen Königs Georg V und seiner Frau Mary Teck rankt, ja inspiriert von einem Besuch der derzeitigen Monarchin Elisabeth II. Die mittlerweile 93-jährige Dame fungiert nämlich als Patentante des Grafen, der 62 Jahre alt ist.

An Gesprächsstoff wird es Lord und Lady Carnarvon und ihren gewiss artigen Besuchern also nicht mangeln. Hübsche Anekdoten und architektonische Details sind dafür gewiss besser geeignet als der im November mutmaßlich tobende Brexit-Wahlkampf auf der Insel.

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