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Das Trump International Hotel in Washington DC.
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Donald Trump will sein Hotel in Washington DC verkaufen.

Washington DC

Donald Trump benötigt Geld: Luxushotel soll schnell verkauft werden

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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Donald Trump will sich von seinem Hotel in Washington D.C. trennen. Der Verkauf könnte auch mit den Ermittlungen gegen die Trump-Organisation zusammenhängen.

Washington, D.C. – Für jemanden der sich selbst als Milliardär ohne finanzielle Probleme stilisiert, scheint Donald Trump derzeit mal wieder dringend Geld zu benötigen. Kein Wunder, schließlich hat Trump aufgrund seiner Präsidentschaft viel Geld verloren. Diesmal will sich der ehemalige Präsident von seinem Hotel in Washington trennen, wie die Washington Post berichtet. Dort läuft es seit langem wirtschaftlich alles andere als gut.

Bereits im Herbst 2019 hatte Trump versucht, sich von dem Hotel zu trennen, dann machte ihm das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung. Nun will er offenbar einen neuen Anlauf nehmen. Bereits vor dem Ausbruch der Pandemie lief es alles andere als gut für das Luxushotel: Viele Kunden blieben aufgrund von Trumps Politik fern, viele Zimmer blieben unbesetzt. Im vergangenen Jahr fielen die Einnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie erneut um 62 Prozent. Partner wie Anbieter von Luxusreisen beendeten die Zusammenarbeit mit Trumps Hotels. Gewinn wird der Immobilien-Mogul mit dem Anwesen also kaum gemacht haben.

Donald Trump: Hotel-Verkauf in Washington könnte mit Untersuchung zusammenhängen

Der Verkauf könnte auch mit der Untersuchung in die Machenschaften seines Unternehmens zu tun haben. Seit zwei Jahren beschäftigt sich die Bezirksstaatsanwaltschaft Manhattan mit Firmen, Immobilien und Führungspositionen der Trump-Organisation. Eine Anklage steht laut der Washington Post wohl kurz bevor. Konkret geht es um Vorwürfe von Banken- und Versicherungsbetrug, Steuerhinterziehung und Manipulation von Geschäftsgeheimnissen. Das Hotel in der alten Post von Washington wird bei der Untersuchung zwar nicht direkt genannt, laut dem Wall Street Journal soll die Staatsanwaltschaft jedoch auch zu dem Hotel Untersuchungen angestellt haben.

Donald Trump selbst hat dafür natürlich kein Verständnis. Der ehemalige Präsident nannte die Untersuchung die „größte Hexenjagd in der amerikanischen Geschichte“. Die Untersuchung sei „rein politisch“ und ein „Affront gegen die 75 Millionen Wähler, die mich bei der Präsidentenwahl unterstützt haben“. Die Untersuchung sei von den Demokraten vorangetrieben worden, um ihm zu schaden. Zumindest dies trifft zu, da die Republikaner auch Monate nach der verlorenen Wahl treu zu Trump stehen.

Washington: Trump hat viel Geld in Hotel investiert

Wie viel Trump für das Hotel bekommen könnte, ist noch unklar. Die Trump-Organisation hat das Gebäude erst vor einigen Jahren für 200 Millionen US-Dollar renovieren lassen und dafür ein Darlehen von der Deutschen Bank über 170 Millionen Dollar angenommen. Beim letzten Verkaufsversuch im Jahr 2019 sagte Donald Trumps Sohn Eric, dass das Unternehmen 500 Millionen Dollar anpeile.

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Im Falle eines Verkaufs wird wohl eine Sache als Erstes verschwinden: das große Schild mit dem Namen Trump. Denn laut Washington Post sind sich die meisten Immobilienexperten einig, dass mit einer anderen Marke wohl ein deutlich besseres Geschäft zu machen ist, als mit dem des umstrittenen ehemaligen Präsidenten. Aufgrund des Standortes wird das Hotel aber wohl nicht das gleiche Ende nehmen, wie Trumps altes Casino in Atlantic City. (als)

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