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Trump selbst hatte am 19. Dezember 2020 per Twitter zu der „Stop the Steal“-Veranstaltung aufgerufen.
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Trump selbst hatte am 19. Dezember 2020 per Twitter zu der „Stop the Steal“-Veranstaltung aufgerufen.

Trump Organization

Wie das Unternehmen von Donald Trump an den Protesten vom 6. Januar verdiente

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Der Trump Organisation wird vorgeworfen, mit dem 6. Januar großes Geld verdient zu haben - denn die Preise im Hauptstadthotel Trump International gingen durch die Decke.

Washington D.C. - Dem abgewählten US-Präsidenten Donald Trump wird nicht nur vorgeworfen, seine Anhänger zu dem Angriff auf das Kapitol am 6. Januar dieses Jahres aufgestachelt zu haben: Wie das US-Wirtschaftsmagazin Forbes berichtet, habe sein Unternehmen auch nicht unwesentlich an der Aktion verdient. Belegt hat das Magazin den Vorwurf mit einem Protokoll, das unter anderem die Zimmerpreise im Trump-eigenen Hotel in der Hauptstadt der USA vergleicht.

So kosteten die günstigsten Zimmer des Trump-Hotels unweit des Regierungsviertel-Parks National Mall am 18. Dezember 2020 für den Abend des 6. Januar 2021 nach Recherche von Forbes noch 476 US-Dollar. Am Folgetag rief Trump per Twitter zur Protestveranstaltung unter dem Motto „Stop the Steal“ auf, am Tag, als die US-Parlamentarier:innen im Kapitol den neu gewählten Präsidenten Joe Biden im Amt bestätigen sollten. Am 20. Dezember lagen die günstigsten Zimmerpreise bereits bei 1999 US-Dollar. Bis Silvester 2020 kletterten die Zimmerpreise sogar auf ganze 8000 Dollar.

Gäste im Trump-Hotel in Washington: Trump-Söhne, „QAnon“-Influencer, Spitzenpolitiker

Wie Forbes berichtet, zählten zu den Gästen, die in der Nacht vom 6. Januar im Trump International Hotel untergebracht waren, neben den Trump-Söhnen Donald Trump jr. und Eric Trump auch der ehemalige Trump-Berater Michael Flynn sowie „QAnon“-Influencer Juan O. Savin. Letzterer wird von einigen Anhängern der Szene für den bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommenen John F. Kennedy Junior gehalten.

Auf teils inzwischen gelöschten Posts in den sozialen Medien seien auch andere Trump-Unterstützer:innen, die in einem sogenannten „War Room“ im nahegelegenen Willard-Hotel daran arbeiteten, Trump doch noch eine zweite Amtszeit als US-Präsident zu verschaffen, auch hochrangige Politiker wie der republikanische Senator Tommy Tuberville aus Alaska zu sehen. Der twitterte Berichten von Forbes zufolge am Vortag der Zertifizierung des Wahlergebnisses, dass er gegen die Ergebnisse der Wahlen aus Arizona sowie möglicherweise anderer Bundesstaaten Einspruch einlegen wolle. Stunden später wurde ein Foto hochgeladen, das ihn mit einem weiblichen Hotelgast in der Lobby des Trump-Hotels zeigt.

Forbes-Bericht über Trump-Hotel: Rekordzahlen auch bei Restaurant und Premium-Zimmerservice

Neben den teuren Zimmerpreisen seien auch die Restaurant- und Premium-Zimmerservice-Erlöse um den 6. Januar herum besonders hoch gewesen, wie aus dem Forbes-Bericht hervorgeht. Das Magazin verweist auf einen Tweet von Hotelmanager Mickael Damelincourt vom 7. Januar, der das Serviceteam des Hauses für die „Rekordzahlen“ der Woche lobt. Der Tweet davor zeigt Eric Trump mit dem Hotelmanager und einem der Chefköche, die am 6. Januar vor einer Geburtstagstorte mit Minifeuerwerk posieren. Der zweitälteste Trump-Sohn feierte am 6. Januar seinen 37. Geburtstag.

Schon Anfang Februar berichtete Forbes über einen sprunghaften Anstieg von Zimmerpreisen im Trump International Hotel in Washington D.C. - damals für den 4. März 2021. Diesen Termin hatten Anhänger des Verschwörungskults um den abgewählten US-Präsidenten als Datum von Trumps Wiedereinsetzung vorhergesagt. Nach Polizei-Informationen, die der Guardian im Mai zugespielt bekommen habe, sei der Preisanstieg damals eine „Sicherheitstaktik“ des Trump-Hotels gewesen, mit dem man „QAnon“-Anhänger habe aussperren wollen.

Das Trump-Hotel, das während dessen Präsidentschaft Hunderte Male für Staatsbesuche gebucht wurde, sei Guardian-Berichten zufolge inzwischen weitaus weniger populär und in wirtschaftliche Schieflage geraten. (ska)

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