Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Donald Trump
+
Donald Trump stachelt immer wieder rechtsextreme Kreise auf. (Archivfoto)

Sturm auf das Kapitol

Video-Botschaft von Trump: Rechtsradikale manipulieren Aufnahmen für Propaganda

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
    schließen

Donald Trump erklärt eine Beteiligte des Kapitolsturms zur Heldin. Das nutzen Rechtsextreme umgehend für ihre Propaganda.

Texas/Washington D.C. – Donald Trump hat einen rechtsextremen Märtyrerkult aufgegriffen – und damit neue Grundlagen radikaler Propaganda geschaffen. Trump erinnerte in einer Video-Botschaft an die Aktivistin Ashli Babbitt. Die 35-Jährige wurde am 6. Januar 2021 durch einen Polizisten in Washington erschossen. Sie hatte zuvor versucht, gewaltsam in das US-Kapitol einzudringen.

Trump forderte darin neue Untersuchungen zu dem Fall, der bereits als abgeschlossen gilt. Der betroffene Beamte wurde mit der Begründung entlastet, Abgeordnete des Kapitols geschützt zu haben. Seitdem gilt der Polizist als Feindbild in rechtsextremen Kreisen. Das berichten zahlreiche US-Medien, unter anderem die Washington Post.

Donald Trump verbreitet Video-Botschaft

Diese Videobotschaft nutzten Rechtsextreme im Nachgang für ihre Propaganda und teilten eine manipulierte Version im Messengerdienst Telegram. Das berichtet das Nachrichtenportal T-Online.de. „Es gab keinen Grund dafür, dass Ashli ihr Leben an diesem Tag ihr Leben lassen musste“, hatte Trump darin beispielsweise demnach gesagt. Dem Bericht zufolge integrierten die Manipulateure in den Satz das Adjektiv „unschuldig“, um ihren Märtyrerkult zu bestätigen.

Die Reaktionen darauf ließen laut T-Online.de nicht lange auf sich warten – und betrafen vor allem Trumps Lieblingsgeschichte: den Betrug bei der US-Wahl 2020. „Fuck Joe Biden“, war demnach mehrfach in Chats zu lesen.

Alle wichtigen News zur US-Politik direkt in Ihr Mail-Postfach

Donald Trump selbst beteuert weder mit dem Sturm auf das Kapitol noch mit der Radikalisierung rechtsextremer Kreise etwas zu tun zu haben. Stattdessen rief er seinen Fans am Wochenende auf einer Wahlkampfveranstaltung in Texas zu: „Wir holen Amerika zurück!“ Trump bereitet bereits seit längerer Zeit die US-Wahl 2024 vor. (tu)

Hinweis der Redaktion: In einer vorigen Version des Artikels war die Quellenlage nicht ausreichend gekennzeichnet. Das wurde nachgeholt und ausgebessert. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare