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Video-Botschaft von Trump: Rechtsradikale manipulieren Aufnahmen für Propaganda

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Von: Tobias Utz

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Donald Trump
Donald Trump stachelt immer wieder rechtsextreme Kreise auf. (Archivfoto) © Eric Baradat/AFP

Donald Trump erklärt eine Beteiligte des Kapitolsturms zur Heldin. Das nutzen Rechtsextreme umgehend für ihre Propaganda.

Texas/Washington D.C. – Donald Trump hat einen rechtsextremen Märtyrerkult aufgegriffen – und damit neue Grundlagen radikaler Propaganda geschaffen. Trump erinnerte in einer Video-Botschaft an die Aktivistin Ashli Babbitt. Die 35-Jährige wurde am 6. Januar 2021 durch einen Polizisten in Washington erschossen. Sie hatte zuvor versucht, gewaltsam in das US-Kapitol einzudringen.

Trump forderte darin neue Untersuchungen zu dem Fall, der bereits als abgeschlossen gilt. Der betroffene Beamte wurde mit der Begründung entlastet, Abgeordnete des Kapitols geschützt zu haben. Seitdem gilt der Polizist als Feindbild in rechtsextremen Kreisen. Das berichten zahlreiche US-Medien, unter anderem die Washington Post.

Donald Trump verbreitet Video-Botschaft

Diese Videobotschaft nutzten Rechtsextreme im Nachgang für ihre Propaganda und teilten eine manipulierte Version im Messengerdienst Telegram. Das berichtet das Nachrichtenportal T-Online.de. „Es gab keinen Grund dafür, dass Ashli ihr Leben an diesem Tag ihr Leben lassen musste“, hatte Trump darin beispielsweise demnach gesagt. Dem Bericht zufolge integrierten die Manipulateure in den Satz das Adjektiv „unschuldig“, um ihren Märtyrerkult zu bestätigen.

Die Reaktionen darauf ließen laut T-Online.de nicht lange auf sich warten – und betrafen vor allem Trumps Lieblingsgeschichte: den Betrug bei der US-Wahl 2020. „Fuck Joe Biden“, war demnach mehrfach in Chats zu lesen.

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Donald Trump selbst beteuert weder mit dem Sturm auf das Kapitol noch mit der Radikalisierung rechtsextremer Kreise etwas zu tun zu haben. Stattdessen rief er seinen Fans am Wochenende auf einer Wahlkampfveranstaltung in Texas zu: „Wir holen Amerika zurück!“ Trump bereitet bereits seit längerer Zeit die US-Wahl 2024 vor. (tu)

Hinweis der Redaktion: In einer vorigen Version des Artikels war die Quellenlage nicht ausreichend gekennzeichnet. Das wurde nachgeholt und ausgebessert. Wir bitten diesen Fehler zu entschuldigen.

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