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Donald Trump will wieder auf die Bühne. Im Sommer 2021 soll es wieder Wahlkampfveranstaltungen geben. (Archivbild)
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Donald Trump will wieder auf die Bühne. Im Sommer 2021 soll es wieder Wahlkampfveranstaltungen geben. (Archivbild)

USA

Donald Trump: Ex-Präsident tritt wieder auf die Bühne

  • Sebastian Richter
    VonSebastian Richter
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Die Gerüchte um Trump als Präsidentschafts-Kandidat für 2024 gehen um, öffentliche Kundgebungen sind geplant. Derweil droht den Republikanern eine Spaltung.

New York – Sechs Monate nach den Ausschreitungen am US-Kapitol will der ehemalige US-Präsident Donald Trump wieder öffentlich auftreten. Der New York Post zufolge soll es schon bald wieder so weit sein. Bereits im Juni will Donald Trump eine seiner berüchtigten Kundgebungen abhalten.

Die genauen Termine und Veranstaltungsorte sind noch nicht bekannt. Klar ist aber, dass Trump zwei Veranstaltungen für Juni geplant hat, wie eine Quelle der New York Post berichtete. Eine weitere Kundgebung ist für die Tage um den 4. Juli geplant, dem Unabhängigkeitstag der USA.

Donald Trump ist wieder da: Kundgebungen für Sommer geplant

Seit dem 6. Januar ist es etwas stiller um den ehemaligen Präsidenten der USA geworden. Gelegentlich gibt Trump noch Interviews, aber seit dem „Sturm aufs Kapitol“ ist er öffentlich nur noch sporadisch in Erscheinung getreten. Wenige Stunden nach seiner Rede waren damals zahlreiche seiner Anhänger mit dem Ziel zum US-Kapitol gezogen, die Auszählung der Stimmen der Wahlleute zu stören. Fünf Menschen kamen bei den darauffolgenden Unruhen ums Leben.

Die Nachricht, dass Trump nun wieder das Rampenlicht sucht, befeuert Spekulationen, dass Donald Trump 2024 erneut als Präsident der USA kandidieren will. Andeutungen hat er schon viele gemacht, wirklich dazu äußern wollte er sich bisher aber noch nicht. „Es ist noch sehr früh“, sagte er Anfang Mai in einem Interview in einer Talkshow im Sender Daily Wire. Kryptisch fügte er an: „Die Leute werden sehr, sehr glücklich sein, wenn ich eine bestimmte Ankündigung mache.“ Ob er damit seine Kandidatur meinte, ist nicht bekannt. Doch das amerikanische Volk soll unbedingt „dran bleiben“.

Trumps Kundgebungen und Wahlkampfveranstaltungen waren eine Zeitlang maßgebend für seine Regierung und genauso wie seine häufigen Eskapaden auf Twitter Markenzeichen seiner Präsidentschaft. Tausende Menschen versammelten sich, um Trump live zu sehen. Die Medienwirkung blieb nicht aus.

Donald John Trump
Geboren14. Juni 1946 in New York City
Vermögen2,4 Milliarden US-Dollar (2021) Forbes
EhepartnerinMelania Trump (verh. 2005), Marla Maples (verh. 1993–1999), Ivana Trump (verh. 1977–1992)
KinderIvanka Trump, Donald Trump Jr., Barron Trump, Tiffany Trump, Eric Trump

USA: Die Republikaner und der Wandel zur Trump-Partei

Trumps Macht in der Partei der Republikaner scheint in der Tat ungebrochen. Seit seiner Kandidatur zur Präsidentschaft 2016 hat er eine steile Karriere in der Partei hingelegt. Auch wenn er als Präsident von der Bevölkerung der USA abgewählt wurde – sein Wort hat weiterhin Gewicht. Und wer ihn angreift, kann schnell seine Position bei den Republikanern verlieren.

Das zeigt sich aktuell beim Fall von Liz Cheney. Die Trump-Kritikerin aus den Reihen der Republikaner hatte unter anderem die Meinung vertreten, dass Trumps Behauptungen am 6. Januar zum angeblichen Wahlbetrug in den USA zum Sturm aufs Kapitol geführt haben. Beim anschließenden Impeachment-Verfahren stimmte sie für eine Verurteilung Trumps. Sie sagte öffentlich, dass Trumps Sage der gestohlenen Wahl eine Lüge sei. Vor ein paar Tagen musste Cheney dann gehen, die 54-Jährige wurde von ihrer Führungsposition abgewählt. Ersetzt wurde sie durch Elise Stefanik, bekennende Trump-Anhängerin.

Republikanische Partei in den USA: Ohne Trump geht nichts mehr

Donald Trump gab sich nach der Abwahl hämisch. „Liz Cheney ist ein bitterer, schrecklicher Mensch. Ich habe ihr zugeschaut und festgestellt, wie schlecht sie für die Republikanische Partei ist“, schrieb Trump auf seiner neuen Internetpräsenz, nachdem sein Twitteraccount seit dem Sturm aufs Kapitol gesperrt wurde. Politisch gilt Cheney als konservative Hardlinerin mit extremen Meinungen beispielsweise zu Homosexualität, wurde als Maggie Thatcher der USA gehandelt. Aber anscheinend spielen inhaltliche Positionen keine Rolle – wenn man sich gegen Donald Trump wendet.

In Folge der Entwicklung der Republikanischen Partei zu einer „Trump-Partei“ drohen 100 Republikanische Abgeordnete, die „Grand Old Party“ zu verlassen und eine eigene Partei zu gründen. Diese „Rationalen“ distanzieren sich von den „Radikalen“, die ihrer Meinung nach immer mehr Macht innerhalb der Republikanischen Partei bekommen.

Ob es zu einer Spaltung der Republikaner kommt, ist fraglich. Spätestens eine erneute Kandidatur Trumps für das Präsidentschaftsamt in den USA werden sie aller Voraussicht nach nicht akzeptieren. Und Trumps Beliebtheit bei der Basis weiterhin groß. (Sebastian Richter)

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