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Die von Donald Trump initiierte Auszähl-Odyssee könnte Arizona nun teuer zu stehen kommen.
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Die von Donald Trump initiierte Auszähl-Odyssee könnte Arizona nun teuer zu stehen kommen.

„Cyber Ninjas“

Donald Trump verantwortlich für Desaster: Auszählung kostet Arizona Millionen

  • Yannick Wenig
    VonYannick Wenig
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Arizona steht vor erheblichen Kosten: Die von Donald Trump geforderte Überprüfung aller Stimmzettel der US-Wahl im Maricopa County dauert an.

Washington D.C./Phoenix – Knapp ein halbes Jahr ist die US-Wahl 2020 nun her. Die Wahlniederlage sorgt bei den Republikanern um den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump nach wie vor für Frust. Mehrfach witterten sie Wahlbetrug, das Ergebnis wollten sie partout nicht hinnehmen. Mehrfach ließen die Partei die Stimmzettel neu auszählen: So geschehen im Bundesstaat Arizona, im Südwesten der USA.

Mehr als zwei Millionen Stimmzettel sowie entsprechende Wahlmaschinen und Festplatten wurden innerhalb kürzester Zeit kontrolliert. Den Beschluss zu der Untersuchung fassten der Senat von Arizona, in dem die Republikaner eine 16:14-Mehrheit innehaben. Beauftragt wurde ein Privatunternehmen mit dem Namen „Cyber Ninjas“. Doch diese von Donald Trump initiierte Auszähl-Odyssee könnte dem Bundesstaat nun teuer zu stehen kommen.

US-Wahl 2020: Donald Trumps Auszählungs-Wirrwarr verursacht immense Kosten

Wie das US-Nachrichtenportal Rawstory.com berichtet, sind die Wahlmaschinen nach dem langen Auszählungsprozess in Arizona für zukünftige Wahlen nun unbrauchbar. Arizonas demokratische Wahlleiterin Katie Hobbs richtete sich daher in einem Brief an den bevölkerungsreichsten Bezirk des Bundesstaates, Maricopa County in der Millionenstadt Phoenix, und teilte mit, dass neue Wahlmaschinen angeschafft werden müssten.

Sie erklärte außerdem, dass sämtliche Wahlmaschinen, die der Untersuchung der Republikanischen Partie ausgehändigt worden waren, ersetzt werden müssten. Genau ging es in dem Schreiben um „ernste Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Integrität dieser Maschinen“. Der Grund: Die Sicherheitskette, ein kritischer Sicherheitsstandard bei Wahlen in den USA, soll gefährdet worden sein, als die Maschinen in den Händen der Firma „Cyber Ninjas“ waren. „Die Wahlbeamten wissen nicht, was mit den Maschinen gemacht wurde“, so Hobbs.

Die Anschaffung neuer Wahlmaschinen in Maricopa County soll laut Angaben der Zeitung Washington Post allerdings mehrere Millionen US-Dollar kosten. Da Hobbs eine solch kostenintensive Entscheidung nicht leichtfertig treffen wollte, holte sie sich eine Expertenmeinung ein. Dafür konsultierte die Wahlleiterin nach eigenen Angaben die entsprechenden Abteilungen für Cyber-Sicherheit von Homeland Security, dem Heimatschutzministerium der USA. Auch dort soll demnach eine einstimmige Empfehlung ausgesprochen worden sein, die Geräte bei zukünftigen Wahlen nicht mehr zu verwenden.

„Spektakel, das uns allen schadet“: Donald Trumps US-Wahl-Untersuchung nicht abgeschlossen

Bei der US-Wahl 2020 hatte sich der jetzige US-Präsident Joe Biden in Maricopa County knapp gegen den ehemaligen Amtsinhaber Donald Trump durchgesetzt. Auch die Senatswahl in dem Bezirk entschieden die Demokraten mit ihrem Kandidaten Mark Kelly für sich. Nach der verlorenen Wahl hatten die Republikaner vielerorts in den USA Zweifel an der rechtmäßigen Auszählung gehegt. Daraufhin folgte eine umfangreiche Wahlprüfung, Beweise für eine Wahlmanipulation konnten aber nicht vorgelegt werden. Auch in Maricopa County wurden bei zwei Untersuchungsverfahren keine Ungereimtheiten festgestellt.

Wie die Washington Post berichtet, hatte sich das Unternehmen „Cyber Ninjas“ allerdings nicht bloß mit den Wahlmaschinen beschäftigt, sondern sich ebenfalls einer erneuten Stimmenauszählung per Hand gewidmet. Demnach sei diese bis heute nicht abgeschlossen. Sogar UV-Licht und Mikroskope sollen dabei zum Einsatz gekommen sein. Die republikanische Führung in Maricopa County hatte den Untersuchungsprozess zuletzt als „Spektakel, das uns allen schadet“ bezeichnet. Dieser würde die Bürgerinnen und Bürger ermutigen, den Wahlen zu misstrauen. Dies schwäche die demokratische Republik, hieß es weiter. Ohnehin fürchten die Republikaner in Arizona um die Zukunft ihrer Partei – auch wegen Donald Trump. (Yannick Wenig)

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