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USA

Donald Trump will nie mehr zurück zu Twitter – Pläne für eigene Plattform nehmen Gestalt an

  • Anna Charlotte Groos
    vonAnna Charlotte Groos
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Die Gerüchteküche um Donald Trumps Pläne für eine eigene Social-Media-Plattform wird weiter angeheizt. Der ehemalige US-Präsident soll sich in Gesprächen mit mehreren App-Anbietern befinden.

Palm Beach/Frankfurt – Donald Trump könnte möglicherweise schon bald zu seinem digitalen Rednerpult in den Sozialen Medien zurückkehren. Jedoch nicht auf Twitter, sondern mit einer eigenen Plattform, wie es Informationen aus seinem Umfeld zufolge heißt.

Und Trump ist dabei wahrlich kein Social-Media-Neuling: Unter dem Namen @realDonaldTrump hatte der ehemalige US-Präsident bis zu seiner Twitter-Verbannung im Januar 2021 über Jahre hinweg sehr rege seine persönlichen Ansichten kommuniziert und politische und populistische Botschaften verbreitet. Beim Angriff auf das Kapitol am 6. Januar waren Tausende seiner Anhänger:innen in das Gebäude eingedrungen, nachdem er zuvor öffentlich zu ihnen gesprochen hatte. Twitter sperrte daraufhin seinen Account, um vor weiteren Gewaltangriffen, angezettelt durch Trump, zu schützen, wie der Mediendienst vor mehr als zwei Monaten mitteilte.

USA: Twitter-Comeback für Donald Trump ist ausgeschlossen

Nun hieß es von Twitter, an dem Verbot Trumps habe sich seitdem nichts geändert, wie die Zeitung „Politico“ am Mittwoch (24.03.2021) berichtete. Ein Comeback auf Twitter ist derzeit also definitiv ausgeschlossen, selbst wenn Donald Trump dies anstreben sollte.

Laut „Politico“ soll Trump in seinem engeren Umfeld verkündet haben, er wäre mit Twitter sowieso „fertig“ und wolle den Mediendienst nicht mehr nutzen, selbst wenn er könne. „Es gibt keine Chance in der Hölle, dass er zu Twitter zurückkehrt. Er gab ihnen sein Geschäft, machte es zur wichtigsten App für Nachrichten, Debatten und Klatsch während seiner Präsidentschaft und am Ende sagten sie ‚Sayonara‘. Also nein, er hat kein Interesse daran, wieder beizutreten“, so eine Quelle aus Trumps Umfeld. Als Twitter ihn im Januar sperren ließ, zeigte sich Donald Trump sehr wütend darüber, hatte er doch mit Twitter seinen Wahlsieg 2016 vorangetrieben.

Donald Trump könnte möglicherweise schon bald zu seinem digitalen Rednerpult in den Sozialen Medien zurückkehren. Jedoch nicht auf Twitter, sondern mit einer eigenen Social-Media-Plattform.

Donald Trumps eigene Social-Media-Plattform: Pläne über mögliche Zusammenarbeit mit Unternehmen

Laut Trump-Berater Jason Miller sei Donald Trump nur „zwei oder drei Monate“ vom Aufbau eines eigenen sozialen Netzwerks entfernt. Sein Social-Media-Comeback würde „der heißeste Scheiß“ werden und zig Millionen Nutzer:innen auf der neuen Plattform anziehen, so Miller während eines Interviews am vergangenen Sonntag (21.03.2021) mit Howard Kurtz, dem Moderator von Fox News – Trumps Lieblingssender.

Berichte der Zeitung „Axios“ würden diese Pläne unterstreichen. Trump soll demnach mit mehreren App-Anbieter:innen über eine mögliche Partnerschaft mit einer bestehenden Plattform gesprochen haben, um sein eigenes Social-Media-Netzwerk aufzubauen. Darunter auch eine relativ unbekannte Plattform namens FreeSpace. Diese soll zu den Social-Networking-Apps gehören, die der frühere Präsident und sein Berater für Digitales, Dan Scavino, schon früher angepeilt hätten.

Dass sich Donald Trump aber ausgerechnet für diese App entscheiden sollte, scheint ziemlich überraschend. So verwendet die Plattform eine positiv geprägte Sprache, bezeichnet sich selbst als „von der Wissenschaft unterstützt, um gute Gewohnheiten zu stärken und die Welt zu einem besseren Ort zu machen“. Auch wie eine Geschäftsbeziehung mit einem schon bestehenden Unternehmen aussehen könnte, ist fraglich. Denn bekanntermaßen steckt Trump eher Geld in seine eigenen Unternehmen und verwendet seinen eigenen Namen, um sich etwas aufzubauen. Ein Statement des Unternehmens FreeSpace über eine mögliche Zusammenarbeit liegt derzeit nicht vor.

Donald Trump zeigt Interesse an Pressemitteilungen

Andere in Trumps Umlaufbahn sagten hingegen, dass es übertrieben sei, davon zu sprechen, dass Donald Trump „wie ein Phönix aus der Asche eines Social-Media-Fegefeuers“ wieder aufsteige. Er habe sich noch gar nicht entschieden, ob er überhaupt in ein Geschäft mit digitalen Netzwerken einsteigen wolle, geschweige denn, wie eine mögliche neue Plattform aussehen könnte.

Der Ex-Präsident habe sich über die Reaktionen zu seinen vergangenen Tweets in Echtzeit sowie die Auswirkungen dessen auf globale Märkte und Kongressverhandlungen mit hohen Einsätzen gefreut. Aber die Anziehungskraft habe für ihn nachgelassen, so Personen aus seinem engeren Umfeld. Trump habe jedoch offenbar Freude daran gefunden, dass seine sporadischen Pressemitteilungen so viel Aufmerksamkeit auf sich zögen.

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Trump-Berater bestätigen Donald Trumps Pläne für eigene Plattform

Ein leitender Trump-Berater soll die Pläne eines Social-Media-Comebacks jedoch ebenso bestätigt haben. Mehrere Optionen würden für die Erstellung einer eigenen Plattform in Betracht gezogen und es würde derzeit daran gearbeitet. Es soll sich dabei nicht nur um eine konzeptionelle Idee handeln, einige Ideen hätten bereits die Beta-Testphase erreicht, so „Politico“.

Der ehemalige stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Dan Scavino, und der Ex-Kampagnenmanager Brad Parscale, sollen die Führung bei der Entwicklung einer neuen Online-Präsenz des Ex-Präsidenten übernommen haben. Weitere geschäftliche Treffen sollen laut Trumps Beratern diese Woche in Mar-a-Lago stattfinden. (Anna Charlotte Groos)

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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